Diese Fußball-Stars sind Muslime von Geburt an. Und diese konvertierten zum Islam
Rüdiger, Gündoğan, Xhaka, Pogba, Kanté: Welche Fußballstars Muslime sind – von Geburt an oder konvertiert.
Religion und Glaube sind Privatsache. Fußballprofis sind jedoch Personen des öffentlichen Lebens – und viele von ihnen sprechen offen über ihren Glauben, beten vor dem Anpfiff oder fasten im Ramadan sichtbar für alle. In diesem Überblick zeigen wir, welche bekannten Fußballer Muslime sind: von Geburt an oder weil sie zum Islam konvertiert sind.
Stand: Oktober 2026. Wir haben alle Angaben zu Vereinen und Karrieren neu geprüft. Aufgenommen werden nur Spieler, die sich selbst öffentlich zum Islam bekannt haben oder deren gelebte Religion gut dokumentiert ist – etwa durch Interviews, eigene Social-Media-Beiträge oder Berichte seriöser Medien. Herkunft, Name oder Familie allein sagen nichts über den Glauben eines Menschen aus. Spekulationen nehmen wir deshalb nicht auf.
Wir informieren, werten aber nicht – weder die Spieler und ihre Motive noch die Religion selbst.
Kurz beantwortet: Häufige Fragen
Ist Jamal Musiala Muslim?
Dazu gibt es keine gesicherte Information. Jamal Musiala hat sich nach unserem Kenntnisstand in Interviews nicht öffentlich zu seiner Religion geäußert. Was dazu im Netz kursiert, stammt fast ausschließlich von Seiten ohne Quelle. In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir Musiala mit dem Zusatz „nicht offiziell bestätigt“ aufgeführt – das haben wir korrigiert.
Ist Leroy Sané Muslim?
Auch hier gilt: Eine eigene, belastbare Aussage von Leroy Sané zu seinem Glauben ist uns nicht bekannt. Wir führen ihn deshalb nicht in dieser Liste.
Ist Antonio Rüdiger Muslim?
Ja. Antonio Rüdiger ist praktizierender Muslim und fastet auch während der Saison im Ramadan. Im März 2026 verließ er eine Pressekonferenz von Real Madrid vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Manchester City vorzeitig, um zu beten – mit den Worten „Ramadan, Ramadan“ (Gulf News).
Ist Granit Xhaka Muslim?
Ja. Der Schweizer Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln ist gläubiger Muslim und hat das wiederholt öffentlich gezeigt. Mehr dazu unten.
Fußballer, die von Geburt an Muslime sind
Antonio Rüdiger

Antonio Rüdiger nach dem Spiel gegen Villarreal am 10. Oktober 2026. Foto: IMAGO / Pressinphoto
Antonio Rüdiger kam am 3. März 1993 in Berlin zur Welt – als Sohn eines deutschen Vaters und einer Mutter aus Sierra Leone. Er ist einer der bekanntesten muslimischen Spieler der deutschen Nationalmannschaft.
Über Hertha Zehlendorf, die Jugend von Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart kam Rüdiger 2015 zur AS Rom und 2017 zum FC Chelsea, mit dem er 2021 die Champions League gewann. Seit 2022 spielt er für Real Madrid.
Seinen Glauben lebt Rüdiger offen: Er fastet im Ramadan auch an Spieltagen und spricht darüber, wie er Training und Fasten verbindet. Im März 2026 sorgte er für Schlagzeilen, als er eine Pressekonferenz vorzeitig verließ, um rechtzeitig zum Gebet zu kommen.
2020 geriet Rüdiger in die Kritik, weil er einen Instagram-Beitrag von Khabib Nurmagomedov mit einem Bild von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gelikt hatte. Er nahm den Like zurück und erklärte gegenüber der Bild: „Das war ein Fehler. […] Ich lehne jede Art von Gewalt ab.“
Ilkay Gündoğan

Ilkay Gündoğan im Trikot von Galatasaray, Mai 2026. Foto: IMAGO / Seskim Photo
Ilkay Gündoğan wurde in Gelsenkirchen geboren, seine Eltern stammen aus Dursunbey in der türkischen Provinz Balıkesir. Sein Großvater war als Bergmann ins Ruhrgebiet gekommen.
Gündoğan ist gläubiger Muslim. Mit Manchester City gewann er unter anderem die Champions League 2023, danach spielte er für den FC Barcelona und erneut für City. Seit 2025 steht er bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag.
Der Heimatstadt seiner Eltern ist er eng verbunden: Er unterstützt dort soziale Projekte und finanzierte unter anderem das Stadion des örtlichen Vereins Dursunbeyspor mit.
Mesut Özil
Der Weltmeister von 2014 ist bekennender Muslim und hat seinen Glauben während seiner Karriere immer wieder öffentlich gemacht – etwa mit Fotos von einer Pilgerreise nach Mekka.
Bei der EM 2016 verzichtete Özil nach eigener Aussage auf das Fasten im Ramadan, weil sich Leistungssport und Fasten an Turniertagen nicht vereinbaren ließen. Während der Nationalhymne betete er nach eigenen Angaben und konzentrierte sich auf das Spiel. Özil beendete seine Profikarriere im März 2023.
Emre Can
Emre Can wurde in Frankfurt geboren und hat türkische Wurzeln. Seinen muslimischen Glauben zeigt er offen, etwa mit Gebeten vor Spielen, die er in den sozialen Netzwerken teilt.
Nach Stationen beim FC Bayern, in Leverkusen, beim FC Liverpool und bei Juventus Turin kam Can im Januar 2020 zu Borussia Dortmund, wo er später Kapitän wurde.
Shkodran Mustafi
Der Weltmeister von 2014 ist Sohn albanischer Eltern, wuchs in Deutschland auf und ist bekennender Muslim.
Überliefert ist eine Szene aus seiner Zeit beim FC Valencia: Auf einer Pressekonferenz stand eine Bierflasche des Sponsors neben seinem Mikrofon, die Mustafi aus religiöser Überzeugung zur Seite stellen wollte. Der Pressesprecher bestand mit Verweis auf den Sponsor darauf, dass sie stehen blieb. Mustafi beendete seine Karriere 2024 (Sport1).
Sami Khedira
Der Vater ist Tunesier, die Mutter Deutsche: Sami Khedira wurde in Stuttgart geboren und ist praktizierender Muslim.
Der Weltmeister von 2014 spielte für den VfB Stuttgart, Real Madrid, Juventus Turin und Hertha BSC. 2012 löste ein Fotoshooting mit seiner damaligen Freundin Lena Gercke in Tunesien Diskussionen aus. Khedira beendete seine Karriere im Mai 2021.
Granit Xhaka

Granit Xhaka für Sunderland gegen Brighton, Oktober 2026. Foto: IMAGO / NurPhoto
Granit Xhaka wurde in Basel geboren, seine Eltern stammen aus dem Kosovo. Während er für die Schweiz spielt, lief sein Bruder Taulant für Albanien auf – bei der EM 2016 standen sich die beiden sogar gegenüber.
Xhaka ist gläubiger Muslim und betet vor Spielen. Nach Stationen in Mönchengladbach, beim FC Arsenal und bei Bayer Leverkusen, mit dem er 2024 ungeschlagen Meister wurde, wechselte er 2025 zum AFC Sunderland. Dort bleibt er auch in der Saison 2026/27 (beIN Sports).
Xherdan Shaqiri
Der Schweizer Nationalspieler wurde im damaligen Jugoslawien geboren und hat albanische Eltern.
Beim FC Bayern lehnte Shaqiri aus religiösen Gründen ab, beim jährlichen Bier-Fotoshooting des Sponsors mit einem alkoholischen Getränk zu posieren. Nach Stationen in England, Frankreich und den USA kehrte er 2024 zu seinem Stammverein FC Basel zurück.
Noussair Mazraoui

Noussair Mazraoui im Carabao Cup gegen Brighton, September 2026. Foto: IMAGO / Action Plus
Der marokkanische Nationalspieler spielte von 2022 bis 2024 für den FC Bayern und wechselte dann zu Manchester United. Er ist praktizierender Muslim und spricht offen über seinen Glauben.
Bei Manchester United besuchte er den vereinseigenen Muslim Supporters’ Club (manutd.com). Wie er Premier-League-Fußball und das Fasten im Ramadan verbindet, hat er mehrfach in Interviews beschrieben.
Paul Pogba

Paul Pogba vor dem Testspiel der AS Monaco in Liverpool, August 2026. Foto: IMAGO / Sportimage
Paul Pogba wurde in Frankreich geboren, seine Eltern stammen aus Guinea. Er ist bekennender Muslim, betet vor Spielen und wünscht seinen Followern regelmäßig einen gesegneten Ramadan.
Der Weltmeister von 2018 spielte für Manchester United und Juventus Turin. Nach einer Dopingsperre unterschrieb er im Sommer 2025 bei der AS Monaco (beIN Sports).
N’Golo Kanté

N’Golo Kanté für Fenerbahçe in Graz, August 2026. Foto: IMAGO / SOPA Images
N’Golo Kanté wurde in Paris geboren, seine Eltern stammen aus Mali. Er ist praktizierender Muslim, lebt seinen Glauben aber zurückhaltend.
Kanté wurde 2016 sensationell Meister mit Leicester City, gewann 2018 die WM und 2021 mit Chelsea die Champions League. Nach drei Jahren bei Al-Ittihad wechselte er im Februar 2026 zu Fenerbahçe Istanbul (Africanews).
Zinedine Zidane
Der dreimalige Weltfußballer wurde in Marseille als Sohn algerischer Einwanderer geboren. Er selbst bezeichnet sich als nicht praktizierenden Muslim.
Zidane betonte mehrfach, dass sich diejenigen schämen müssten, die Religionen und Muslime nicht respektieren.
Karim Benzema
Der Ballon-d’Or-Sieger von 2022 wurde in Lyon geboren, seine Eltern stammen aus Algerien. Benzema ist gläubiger Muslim.
Nach 14 Jahren bei Real Madrid wechselte er 2023 nach Saudi-Arabien. Bei Spielen der französischen Nationalmannschaft sang er die Hymne nicht mit – eine Entscheidung, die in Frankreich immer wieder diskutiert wurde.
Fußballer, die zum Islam konvertiert sind
Franck Ribéry
Franck Ribéry konvertierte um 2006 zum Islam. Seine Frau Wahiba stammt aus Algerien. Sein muslimischer Name ist Bilal Yusuf Mohammed.
Ribéry betete vor jedem Spiel. Bei der Meisterfeier 2013 kam es zu einer bekannten Szene, als Jérôme Boateng ihm eine Bierdusche verpasste – das Getränk war allerdings alkoholfrei. Ribéry beendete seine Karriere 2022 bei Salernitana.
Danny Blum
Der Offensivspieler konvertierte 2014 zum Islam. Nach eigener Aussage fand er während einer langen Knieverletzung Halt im Glauben.
Blum spielte unter anderem für Eintracht Frankfurt, UD Las Palmas und den VfL Bochum.
Nicolas Anelka
Der frühere französische Nationalstürmer konvertierte 2004 zum Islam und nennt sich seitdem Bilal Abdul Salam. Nach eigener Aussage half ihm der Glaube durch schwierige Zeiten.
2014 wurde Anelka vom englischen Verband gesperrt, weil er bei einem Torjubel die umstrittene „Quenelle“-Geste gezeigt hatte.
Éric Abidal
Éric Abidal konvertierte vor seiner Hochzeit mit Hayet Kebir zum Islam. Sein muslimischer Name ist Bilal.
Der frühere Verteidiger des FC Barcelona erkrankte 2011 an einem Lebertumor. Nach eigener Aussage gab ihm sein Glaube in dieser Zeit Kraft.
Quellen
- Gulf News: Rüdiger verlässt Pressekonferenz zum Gebet (März 2026)
- Manchester United: Mazraoui trifft den Muslim Supporters’ Club
- beIN Sports: Xhaka bleibt in Sunderland (Juli 2026)
- beIN Sports: Pogba wechselt nach Monaco (Juli 2025)
- Africanews: Kanté wechselt zu Fenerbahçe (Februar 2026)
- Sport1: Mustafi beendet Karriere (Juni 2024)