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Mehrseitig

Diese Spieler und Trainer “hassen” einander

Eine ausgeprägte Antipathie ist unter Fußball-Profis eigentlich selten. Doch sie kommt vor. Zwischen Teamkameraden manchmal, zwischen Gegnern häufiger, aber auch unter Profis ganz unterschiedlicher Generationen und zwischen Fußballern, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Die sich aber überhaupt “nicht abkönnen” und einander mehr als unsympathisch sind. 

Eine ausgeprägte Antipathie ist unter Fußball-Profis eigentlich selten. Doch sie kommt vor. Zwischen Teamkameraden manchmal, zwischen Gegnern häufiger, aber auch unter Profis ganz unterschiedlicher Generationen und zwischen Fußballern, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Die sich aber überhaupt “nicht abkönnen” und einander mehr als unsympathisch sind. 

Anlässe und Ursachen sind breit gestreut. Mal liegt es an fußballerischen Vorfällen wie Fouls und rüden Attacken. Mal ist es politisch begründet und dann gibt es den Themenkomplex Sex und Wags (Wives And Girlfriends of high-profile professional athletes).

Im folgenden Beitrag haben wir das ganze Spektrum von ausgeprägten Fußball-Rankünen zusammengefasst. Darunter sind wirkliche fußballerische “Hassbeziehungen”, amüsante Petitessen und mediale “Enten” – also Fußball-Feindschaften, die keine sind und nur immer mal wieder vom Boulevard hervorgezaubert werden.

Es sind übrigens keine 60 Profis in unserem Post. Denn einige Profis kommen mehrmals vor. Und auf diese Burschen hätte man eigentlich auch wetten können. Für einen Superstar hätte das ganze übrigens fast mit einem Knock Out geendet. Nach Punkten hat er das spezielle Zusammentreffen auf jeden Fall verloren. Und das passt gar nicht zu Ego und Attitüde des Alpha-Männchens. Aber davon mehr auf Platz 6 des Posts. Auf Platz 11 haben wir unseren Favoriten in Sachen “Der Jüngere spannt seinem Kumpel, Freund und Mentor die Frau aus” gesetzt. Eine Erotikdarstellerin und Mutter von 2 Kindern. Vater? Der Kumpel.Und Platz 1 bekommt ein Deutscher. Er taucht mehrmals in unserem Ranking auf und gilt selbst bei seinen Fans als etwas verschroben.

Und er machte während seiner Karriere dem Spruch, dass zwei Spielpositionen eigentlich immer nur von mehr als nur verrückten Typen eingenommen werden können, alle Ehre. Deshalb hatte er auch schnell den entsprechenden Spitznamen weg. Erst wechselte er innerhalb der Bundesliga zum Feind, zu Anfang seiner Profikarriere fuhr er mal, während das eigene Spiel noch lief, mit der Straßenbahn nach Hause. Dann legte er sich bei seinem neuen Verein mit diversen Kollegen an, vor allem mit denjenigen, die auch nur entfernt nach Konkurrenz auf seiner Position aussahen. Und schließlich zoffte er sich öffentlich mit dem, mit dem sich keiner vorher offen zoffen wollte – dem “Gorilla im Raum”.

Aber da setzte er sich durch. Obwohl der “Gorilla im Raum” immer noch meint, dass wenn er damals gespielt hätte, ein anderes Team Weltmeister geworden wäre. Und den einen Schuss, das hätte er besser gemacht. Dann wäre aus einem kleinen Fußball-Märchen ein richtiges Fest geworden.

Anfangen aber wollen wir mit einem der gemeinsten Fouls der Fußball-Geschichte. Begangen von einem bei den Fans seines Vereins zum Teil kultisch verehrten Spielers.Er prügelte sich mit Peter Schmeichel, nannte seinen Trainer einen Wichser und brachte eine zweite Biografie unter dem Motto “Zehn schmutzige Geschichten heraus. Die Rede ist von Roy Keane, dessen Leistungen für Irland und ManU beachtlich waren, dessen Skandale und Spielerfeindschaften aber auch.

Beispiel 1 – Nach der offiziellen Manchester United-Meisterfeier im Mai 1999 zog es Roy Keane gemeinsam mit David Beckham, Andy Cole, Dwight Yorke und Gary Neville zu später Stunde noch in eine Wirtschaft namens »Henry´s Bar«. Keanes Flirtversuche mit zwei anwesenden Damen entpuppten sich als wenig Erfolg versprechend, was den Mittelfeldmann auf die Palme brachte. Eine der Frauen berichtete später: »Er war sehr, sehr betrunken und so aggressiv, wie man es sich nur vorstellen kann.« Keane trat eine der Damen, schüttete der anderen sein Bier über den Kopf, wurde schließlich von der Polizei in Gewahrsam genommen und verbrachte die Nacht in der Arrestzelle. Verurteilt wurde er dafür nicht.

Beispiel 2 – Im Zuge der Vorbereitung im Trainingslager von Spanien kritisierte Keane zunächst die Organisation des Verbandes (»Stümperhaft!«). Dann prügelte er sich mit Torwarttrainer Pat Bonner, Co-Trainer Ian Evans und Torwart Alan Kelly, weil die es schlichtweg nicht einsehen wollten, dass Keane sie aufgrund des laschen Trainingsplans für die Torhüter kritisiere. Der irische Verband schickte Keane zunächst nach Hause, bot ihm dann allerdings eine Begnadigung an. Einzige Bedingung: Keane sollte sich entschuldigen. Was der natürlich nicht tat. Ohne ihren besten Spieler schied Irland bei der WM im Achtelfinale gegen Spanien raus.

Beispiel 3 – Erstaunlich eigentlich, dass Keane zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch Nationalspieler Irlands war. Denn bereits im November 2001 war er mit Trainer McCarthy aneinander geraten. Der hatte seinem Schützling vorgeworfen, vor dem Rückspiel in den WM-Playoffs gegen den Iran eine Verletzung vorgetäuscht zu haben. Keane, ganz Diplomat: »Du warst ein mieser Spieler, und Du bist ein mieser Trainer! Der einzige Grund, warum ich mit Dir zu tun habe, ist, dass Du irgendwie der Trainer meines Landes bist – und Du bist nicht mal Ire, Du englische…Eine besondere Feindschaft pflegte Keane aber zu Alf-Inge Haaland. Eine Geschichte von Rachsucht, Testosteron und Sauerei.

Und das absolute Gegenteil von Sportsmanship. Die Geschichte beginnt 1997 mit einem Foul von Keane im Manchester-Derby. Denn bei einem eigentlich harmlosen Zweikampf mit Haaland riss Keane das Kreuzband. Und schlimmer wurde, noch am Boden liegend, von Haaland als Schauspieler bezeichnet. Das ganze belustigte Haaland. Zumal er bemerkt hatte, dass Keane alkoholisiert und eigentlich nicht spielfähig war.

Keane konnte dieses nicht auf sich sitzen lassen und foulte den Norweger absichtlich und gezielt beim nächsten sportlichen Aufeinandertreffen. Diesmal verletzte sich Haaland schwerwiegend am Knie. Keane wurde für insgesamt acht Spiele gesperrt und bekam eine saftige Geldstrafe.

Als wenn Keanes legendäres Foul gegen Manchester City-Spieler Alf-Inge Haaland nicht schon schlimm genug gewesen wäre, trat der Ire in seiner ersten Biografie (erschienen im Sommer 2002) noch einmal nach. »Ich wartete bis fünf Minuten vor Schluss. Ich traf ihn sehr hart. Da! Nimm das, du Fotze!« So beschrieb er sein Foul, welches im Gegensatz zur weitverbreiteten Auffassung aber nicht die Karriere des Norwegers beendete. Da wird verständlich, warum er bei ManU wohl den Spitznamen ‘Schitzo’ hatte. Zumindest behauptete das der ehemalige ManU-Spieler Lee Sharpe.Kahn gegen Lehmann – das deutsche Torhüter-Duell mit der gewissen Prise Antipathie. Der Platzhirsch gegen den Emporkömmling. Cojones-Kahn gegen Mad Jens Stinkstiefel Lehmann.

Als Trainer Jürgen Klinsmann 2004 die deutsche Nationalmannschaft übernahm, war Oliver Kahn unangefochten die Nummer 1. Gerade hatte er Deutschland mit unglaublichen Paraden ins Endspiel der WM 2002 gebracht und stand im Zenit seiner Karriere. Kahn war gut, richtig gut. Er hatte nur eine Schwäche. Kahn konnte Bälle halten aber nicht Fußball spielen. Das Gegenteil von einem Sweeper-Keeper a la Manuel Neuer also. Und etwas in diese Richtung suchte der “Erneuerer” Jürgen Klinsmann. Einen mitspielenden Torwart, dem man auch mal einen Rückpass zumuten konnte, ohne dass dieser gleich zu Panikattacken neigte. Also brachte er den Ball ins Rollen und sorgte für einen vorher noch nie so dagewesenen Zweikampf um die Nummer 1 im deutschen Tor. Ikone Kahn gegen den Mann, der 2006 bei Arsenal eine fantastische Saison spielte aber dann in entscheidenden Momenten immer wieder die Kontrolle über sich verlor. Wie im Finale der Champions-League 2006.

Klinsmann setzte auf Rotation im deutschen Tor. Mal der eine, mal der andere. Als der Streit vor der WM 2006 eskalierte und beide Goalies eine Entscheidung noch vor der WM 2006 forderten, entschied sich Klinsmann. Für Lehmann, der fortan als Nummer 1 gesetzt war. Kahn war daraufhin nicht gut auf seinen Kollegen zu sprechen. Noch heute duellieren sich die beiden Ex-Keeper als Fußballexperten für unterschiedliche Sender. Und Kahn ist sich ziemlich sicher, dass er den Schuss von Grosso im Halbfinale Deutschland gegen Italien bei der WM 2006, der das 1:0 für Italien brachte, gehalten hätte.

Statt der erhofften Krönung seiner erfolgreichsten Saison beim FC Arsenal erlebte Mad Jens ausgerechnet im wichtigsten Spiel für seinen Klub Arsenal London einen rabenschwarzen Abend. Nach einer Roten Karte in der 18. Minute endete die Erfolgsstory der Londoner in Paris im 51. Landesmeister-Finale mit dem 1:2 (1:0) gegen das Starensemble des FC Barcelona. Und wenn die Gunners nicht mehr als 70 Minuten mit 10 Mann hätten spielen müssen….Ein noch größeres Duell als das um den gegenwärtig besten Fußballspieler der Welt zwischen Leo Messi und CR7 kann man sich kaum vorstellen. Aber es gibt es. Das um den besten Fußballer aller Zeiten. Die Protagonisten? Diego Maradona und Pele.

Die zwei wohl besten Spieler aller Zeiten können sich nicht ab. Der eine ist Brasilianer, der andere Argentinier – das sorgt schon mal für eine natürliche fußballerische Antipathie. Doch zahllose Spitzen in Interviews, Kritik bis hin zum ausgeprägten Dissen – insbesondere wenn der eine die Leistung des anderen bewerten soll – das hat die Feindschaft der beiden zueinander extrem befördert.

Beispiel gefällig: Vor der Wahl zum Fußballer des Jahrhunderts lieferten sich beide einen verbalen Kampf der Extraklasse. Nach etlichen gegenseitigen Beleidigungen schalteten sich Zeitungen und Fans ein. Der Brasilianer Pele wurde ausgezeichnet und der Argentinier Maradona zeigte sich als schlechter Verlierer.

Er verließ den Saal noch vor der Ehrung seines Rivalen, während Pele gute Miene zum bösen Spiel machte. Noch heute streiten die Fangemeinden natürlich darüber, wer der Bessere war. Der Erfolgreichere war jedenfalls der Brasilianer.Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski spielten nicht nur beim BVB zusammen, sondern sind immer noch Kollegen im polnischen Nationalteam. Doch neben dem Platz gehen sie getrennte Wege. Und das schon seit längerer Zeit.

Die Gründe sind vielfältig. Charakter, Politik, Revierverhalten, unterschiedliche Erfolgskurven und wohl auch eine Prise Neid spielen eine Rolle. Denn der eine ist auf dem Weg zum absoluten Weltstar. Und der andere bewegt sich zum Ende seiner Karriere eher in Richtung Bundesliga-Ergänzungsspieler bei einem Abstiegskandidaten. Doch ganz wichtig für die gestörte Beziehung. Die beiden mögen sich einfach nicht und sind wie Hund und Katze. Kuba machte sich 2012 im Fernsehen sogar lustig über Lewy. Robert Lewandowski ist Anhänger der Bürger-Plattform “PO”. Derweil ist sein drei Jahre älterer Mannschaftskollege ein Anhänger der nationalkonservativen Partei “PiS” – “Recht und Gerechtigkeit”. Nachdem dieser Interessenkonflikt in den polnischen Medien ausgiebigst thematisiert wurde, herrschte Funkstille zwischen Lewy und Kuba.

Und auch privat trennt die beiden Welten. Ihre Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Einen durchchoreographierten Karriereplan wie bei Lewandowski (Lech Posen, Dortmund, FC Bayern – Real Madrid?) hatte Blaszczykowski nie. Lewandowski ist genialischer veranlagt, Blaszczykowski kompensiert viel mit Kampfkraft und Willen. “Es ist kein Geheimnis, dass wir nicht auf einer Wellenlänge liegen. Wir haben keinen Kontakt, jeder geht seinen eigenen Weg”, enthüllte Letzterer in seiner Biografie “Kuba”, erstaunlich ungeschminkt.

Neben den persönlichen und politischen Differenzen bedingt mittlerweile auch die sportliche Konkurrenz, dass sich Polens beste Fußballer nicht annäherten.Lange war Blaszczykowski das Gesicht der Nationalauswahl, in jüngerer Vergangenheit aber schwang sich Lewandowski zum Leader auf. Dass er im Dezember 2015 offiziell neuer Kapitän wurde, verstärkte den Graben. Es geht um Hierarchie als Vehikel fürs eigene Ego. Und um Geld, als direkte Folge der Vormachtstellung. Doch trotz privater Differenzen verhalten sie sich zumindest auf dem Platz professionell und gaben auch bei der EURO 2016 zusammen Gas. Und für die WM 2018 in Russland konnte sich Polen ja auch qualifizieren. Wenn auch die Resultate mehr als bescheiden waren.Dass diese beiden Fußballspieler hier auftauchen, mag wohl für einige keine Überraschung sein. Doch wir haben sie nicht aufgenommen, weil es eine reale Feindschaft gäbe, sondern weil die kolportierte Feindschaft zwischen Lionel Messi und CR7 wohl nur ein Medienfake ist.

In vielen Interviews beteuerten beide mittlerweile mehrfach, dass sie sich nicht hassen würden, sondern als Rivalen gegenseitig respektierten. Ob da doch noch ein wenig Antipathie im Spiel ist, ist unerheblich. Besonders mögen tun sich beide wohl nicht. Muss aber auch nicht sein.Denn es ist ein fast schon epischer Kampf der beiden. Um Titel, die größte Fangemeinde und die meisten Followers.

Und jetzt hat CR7 auf Nationalmannschaftsebene auch noch einen großen Titel geholt. Während Messi immer noch kein Elfmeter kann und zwischendurch mal zurückgetreten war. Aber er hat Argentinien zur WM 2018 geschossen und im entscheidenden Spiel gegen Ecuador endlich so gespielt wie bei Barca. Offensichtlich hat da dann doch nicht der Zwilling oder Cousin gespielt, der sonst immer in der argentinischen Nationalelf eingesetzt wird. Während der WM war dann wieder dieser Zwillingsbruder am Start. Der, der keine Penalties kann.

Also bleibt es bei dem, was CR7 dereinst sagte: „Viele halten Messi für den Besten, doch in meinem Kopf bin ich es“. Die Messi-Fans werden es anders sehen. Die Maradona-Fans und die Pele-Fans erst recht. Und die vom Lord können nur schmunzeln ob dieser Hybris.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-KLUBS” pbgcolor=”#efefef” car_navigation_color=”#3cc11f”]
Da ist das irische Raubein zum zweiten Mal. Ein Match, bei dem es kracht und knallt, ist seit jeher das Spiel zwischen Arsenal London und Manchester United. 

Neun Jahre lang machten Arsenal London und Manchester United die Meisterschaft unter sich aus. Und das hieß vor allem: Roy Keane gegen  Patrick Vieira. Das Duell der beiden Skipper und liebsten Feinde hielt England in Atem. Und jedes Zusammentreffen der beiden stolzen Egomanen war fast immer ein Highlight der besonderen Art. Die beiden Kapitäne lieferten sich zu ihrer Zeit regelrechte Schlachten, die England in Atem hielten. Wie kam es dazu? Manchester United und der FC Arsenal dominierten eine Zeit lang den englischen Fußball. Und die beiden “tall ships” des britischen Fußballs, zwei geradezu pathologisch stolze Typen, versuchten sich gegenseitig ein Stück kleiner zu machen.

Keane gegen Vieira, Skipper gegen Skipper: Das war die Schlacht von Trafalgar auf dem grünen Rasen. Das Duell der beiden von 1996 bis 2005 ging am Ende unentschieden aus. Das mag der Ire allerdings anders sehen. Im Februar 2005 kam es in den Katakomben von Highbury zum “tunnel incident”, zum Tunnelstörfall. Vieira hatte zum Warmmachen den eherinferioren United-Verteidiger Gary Neville angebrüllt, und der war sofort petzen gegangen, natürlich bei Roy Keane.

Niemand darf Gary mobben, schrieb Keane später in seiner Biografie. Also sagte ich mir: Alright, let’s go. Vermutlich war es genau das, was Vieira wollte, er lauerte auf seinen Widersacher, das Adrenalin stieg in ihm auf, um ihn herum schrumpften Einlaufkinder und Linienrichter zu Zwergen. Die, die ihre Körpergröße noch wahren konnten, bildeten eine Wand zwischen Vieira und Keane. Dennis Bergkamp, der milde Holländer, versuchte als Diplomat das Schlimmste zu verhindern. Heute sagen sowohl Keane als auch Vieira, dass das Verhältnis zwischen ihnen von purem Hass geprägt war. Und wenn sie sich nicht auf den Fußball konzentriert hätten, wäre der Kampf vielleicht blutig ausgegangen. Martialisch! Und irgendwie ziemlich dämlich. Oder aber es war ein perfekt inszenierter Bluff für die Medien.Beleidigungen unter Fußballern sind ein großes Thema. Ein Beispiel der unangenehmen Art lieferten die Spieler Zokora und Belozoglu.

Denn der Zoff vollzog sich auf einer Ebene, die man eigentlich im internationalen Fußball nicht sehen will. Und schon gar nicht zwischen Superstars oder doch zumindest Nationalspielern.

Belozoglu beschimpfte während eines Spieles Zokora wegen dessen dunkler Hautfarbe als „pis zenci“, ein – zurückhaltend ausgedrückt – sehr abwertender und beleidigender Ausdruck der Kategorie “Swear Words”. Allerdings: Belozoglu gab später zu, so etwas gesagt zu haben und im Nachhinein entschuldigte er sich sogar öffentlich. Dennoch: Das Thema war in den Medien und damit in der Öffentlichkeit. Und da blieb es auch für eine geraume Zeit.

Irgendwann war es dann aber vorbei. Es gibt ja auch wirklich wichtigeres. Und irgendwann verabschiedeten sich die Spieler per Handschlag voneinander. In den Medien wurde das Thema aber trotzdem bei jeder unpassender Gelegenheit immer wieder aufgewärmt.Zwei Spieler, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Sowohl sportlich als auch politisch: Oleguer Presas, linker Verteidiger und Salva Ballesta, rechter Stürmer. Die Profis stehen repräsentativ für die eine Spaltung Spaniens. 

Wegen ihrer politischen Ansichten standen beide häufig in der Kritik und sie haben auch zueinander kein gutes Verhältnis. Gerade auch wegen ihres politischen Streites gehörten beide Profis nie zum Stamm der spanischen Nationalmannschaft. Oleguer, der aus der autonomen Szene kommt und schon einmal bei der Räumung eines besetzten Hauses festgenommen wurde, hat sich im Februar 2017 in einem Zeitungsartikel “aus humanitären Gründen” für die Freilassung des wegen 25-fachen Mordes inhaftierten baskischen Terroristen Iñaki de Juana Chaos stark gemacht. Der Terrorist, der seine Taten nie bereut hat, wurde 1987 festgenommen und sollte nach Verbüßung der Haftstrafe freigelassen werden. Im Herbst 2006 wurde er nochmals verurteilt, da er in baskischen Zeitungen erneut zum Terror aufgerufen hatte. De Juana Chaos ging in den Hungerstreik und erreichte eine Minderung der Haft. Nun verbüßt er den Rest seiner Strafe als Hausarrest, für die Konservativen ein Affront und ein Beweis, dass die Politik des sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero im Baskenland gescheitert ist. Zumal die Eta trotz ihres im März 2006 proklamierten Waffenstillstands wieder mit dem Bomben begonnen hat.

Oleguers politische Wortmeldung blieb nicht ohne Folgen. Zum einen verlor er rasch einen Sponsorenvertrag mit einem spanischen Sportartikelhersteller, zum anderen rief sie Salva Ballesta auf den Plan. Einem Hundehaufen bringe er mehr Respekt entgegen als dem katalanischen Linksnationalisten, sagte Salva. Der FC Barcelona wollte den Stürmer deswegen eigentlich vor das Sportgericht bringen, der spanische Fußballverband winkte ab. Es ist nicht das erste Mal, dass Salva, der in der Saison 1999/2000 mit 27 Treffern für Racing Santander Torschützenkönig der Primera División wurde, für Aufregung sorgt. Eigentlich tut er das an jedem Spieltag, vorausgesetzt, er trifft. Denn seine Tore feiert der Sohn eines Piloten seit jeher mit einem militärischen Gruß. In rechtsradikalen spanischen Internetforen kursiert ein Interview mit Salva, in dem er den deutschen Luftwaffenoberst Hans-Ulrich Rudel, einen unverbesserlichen Nazi auch nach dem Zusammenbruch 1945, zu seinem Idol erklärt.

Und in einem Radio-Interview bekannte Salva unlängst, dass er gerne Antonio Tejero, der am 23. Februar 1981 mit anderen Gesinnungsgenossen der paramilitärischen Guardia Civil die damals junge spanische Demokratie in die Franco-Zeit zurückbomben wollte, kennenlernen würde. In Málaga hat er die Gelegenheit dazu verpasst, denn Tejero lebt nach Verbüßung seiner langjährigen Haftstrafe an der Costa del Sol und züchtet, wie es sich für einen alten Mann gehört, ganz friedlich Avocados.“Arriba España”, so etwas hört man von Salva oft. Mit “Viva España, ihr Hurensöhne!” bedachte er einmal die baskisch-nationalistischen Fans von CA Osasuna, die ihn 2004 nach einer Gelb-Roten Karte verhöhnten. Spanien über alles. In den Irakkrieg wäre er damals selbstverständlich mit Stolz und als Erster gezogen. Das Land und die Fahne bis zum Tod verteidigen; eine Selbstverständlichkeit für Salva, dessen Handy-Klingelton die spanische Nationalhymne ist.

Zur Erinnerung: Der Schulterschluss mit George Bush und Tony Blair in Sachen Irak sollte dem damaligen spanischen konservativen Regierungschef José María Aznar teuer zu stehen kommen. Drei Tage vor der Wahl, am 11. März 2004, zündeten islamistische Terroristen die Bomben in den Madrider Vorortzügen. Spanien beklagte 191 Tote und 1800 Verletzte, das Land stand unter Schock.

Die Partido Popular sollten die Anschläge den sicher geglaubten Wahlsieg kosten, denn die Spanier schwenkten an den Urnen in letzter Minute um, der Wahlsieger Zapatero zog darauf die Truppen aus dem Irak ab. Eine überraschende und schmerzhafte Niederlage für die Rechten. Die konservativen Hardliner haben die Wahlschlappe bis jetzt nicht verkraftet und schieben das Attentat nach wie vor der Eta in die Schuhe. Vieles von der gegenwärtigen Polemik und der Polarisierung in der spanischen Innenpolitik geht auf diese bewegten Tage im März 2004 zurück.

Salvas Karriere neigt sich mittlerweile dem Ende zu. Der große Traum, einmal mit der Nationalmannschaft zu triumphieren, blieb ihm versagt. Ganze drei Mal durfte er für die “Selección” auflaufen. Anders Oleguer. Der schlug 2006 eine Einladung zum Nationalteam aus, weil er, wenn überhaupt, lieber für die katalanische Nationalmannschaft spielen würde. Die darf zwar ab und an symbolträchtige Spiele gegen andere Regionen wie etwa das Baskenland machen, wird aber nicht von Fifa und Uefa anerkannt. Katalonien über alles. Das brachte dem studierten Betriebswirt gehörig Ärger ein. Mittlerweile will man ihn nicht mehr in der “Selección”. Oleguer dürfte erleichtert sein.Eine ausgeprägte Rassismus-Debatte gab es im englischen Fußball auch wegen des Konflikts von Luis Suarez und Patrice Evra. Doch die hatte eine längere Vorgeschichte. EIne Typische Mischung aus Fouls, Emotionen, unüberlegten Handlungen und Dämlichkeit. 

Vor dem englischen Top-Spiel zwischen Manchester United und dem FC Liverpool im Jahr 2012 (2:1) kam es zu einem Riesen-Eklat.  Gäste-Stürmer Luis Suarez (damals 25) verweigerte den obligatorischen Handschlag mit dem dunkelhäutigen ManU-Kapitän Patrice Evra (damals 30). Wie in der Bundesliga laufen auch in der Premier League die Spieler beider Mannschaften aneinander vorbei und geben sich die Hand. Aber Suarez hatte mit Evra noch eine Rechnung offen – und ignorierte den Franzosen, der noch versuchte, den Uruguayer am Arm zurückzuhalten. Hintergrund der öffentlichen Beleidigung: Nach dem Hinspiel im Oktober 2011 hatte Evra seinen Gegenspieler öffentlich angeklagt, ihn mehrfach als „Neger“ beschimpft zu haben. Für seine rassistische Entgleisung wurde Suarez vom englischen Verband (FA) für acht Spiele gesperrt und umgerechnet 48 000 Euro Strafe aufgebrummt.

Aber von Einsicht keine Spur! Der Schamlos-Star brüskierte Evra ein zweites Mal, bekam unmittelbar danach die Quittung von ManU-Verteidiger Rio Ferdinand. Der englische Nationalspieler ließ seinerseits Suarez abblitzen. Der Uruguayer entschuldigte sich später zwar für sein Verhalten. Doch da war es zu spät. Doch Feindschaften können auch enden. Im Sommer 2016 richtete der Franzose eine Nachricht an den Barca-Star. Und lobte ihn in den höchsten Tönen. Damit begrub er wohl das das Kriegsbeil.

Im Sommer 2016 wurde Suarez – mittlerweile in Diensten des FC Barcelona – der Goldene Schuh für den besten Torjäger Europas verliehen. Und Evra gratulierte seinem bisherigen Feind bei Instagram. Evra postete zusätzlich bei Instagram ein Bild von Suarez mit der Trophäe. Dazu schrieb er: “Auf meinem Instagram-Account gibt es nur Liebe und niemals Hass! Luis, du bist ein großartiger Spieler und die beste Nummer 9. Gratulation, Luis Suarez, ich liebe dieses Spiel.”Ein Drama, wie es Shakespeare nicht besser hätte erfinden können. Intrige, Liebe, Frauentausch – und das alles ohne RTL. Einfach so – in der Serie A, zwischen den ehemaligen Kumpels Mauro Icardi und Maxi Lopez.

Der neun Jahre jüngere Icardi spannte nämlich seinem Freund Lopez die Frau aus. Hier haben wir den ersten WAG-Fall. Mit der italienischen Erotikdarstellerin war Lopez 5 Jahre verheiratet und hatte sogar zwei Kinder.

Das in der Folge öffentlich ausgetragene Beziehungsdrama war dem Hintergangenen irgendwann zu viel und er verweigerte Icardi fortan in den Liga-Spielen nicht nur den Handschlag sondern würdigte ihn keines Blickes mehr. Icardi war das aber “Latte”.

Die Reaktion von Maxi Lopez ist irgendwie verständlich. Doch gebracht hat es ihm nicht viel. Außer emotionale Befriedigung und vom “Feeling her ein gutes Gefühl”.Richtige Kerle tragen heutzutage ihren Zwist nicht mehr auf dem Pitch aus sondern via Twitter. So geschehen im Duell zwischen “Jailbird” Joey Barton, einem in England Liga-bekannten Fußball-Rüpel und Ex-Zocker Didi Hamann, seinem ehemaligen Mannschaftskollegen von Manchester City.

Warum genau sich die beiden in 2013 so übel beschimpften, versteht bis heute keiner und ist auch nicht so wichtig, Hauptsache es wird drüber gezwitschert. Und hier das Protokoll. Echt weird:

Barton: »Mir wurde gerade geflüstert, dass Loic Rémy bei den Queens Park Rangers unterschrieben hat. Keine Ahnung, was in Newcastle los ist. Wahrscheinlich mal wieder Derek Llambias«

Hamann: »Tu dir selber einen Gefallen und halte dich aus Transferfragen raus. QPR und NUFC haben mich fürs Fußball spielen bezahlt, nicht um die Transferpolitik zu kommentieren.«

Barton: »Versuch nicht, mir hier Prügel zu versetzten, du unverschämter Kerl. Bring zuerst dein eigenes Leben in Ordnung. #leuteimglashaus«

Hamann: »Ich habe nie ein böses Wort über meine Ex-Klubs verloren, das nennt man Respekt und Würde. Du hast noch viel zu lernen.«Barton: »Und die Art und Weise, wie du dich auf ein Spiel vorbereitet hast, ist das auch würdevoll? Der schlimmste Profi, den ich je gesehen habe. Du riskierst eine ganz schön dicke Lippe.«

Barton: »Nur weil du dir gerade die Eier abarbeitest, um einen neuen Job zu bekommen, jetzt wo du pleite bist. Sei nicht so selbstgerecht, du Trottel. Ich kenne dich.«

Hamann: »Mein Leben war in Ordnung, lange bevor deines es war. Du solltest Fernandes und Llambias jeden Tag eine Kerze anzünden, für das Geld, das sie dir zahlen.«

Barton: »Wenn du es öffentlich austragen willst, bitte. Ich bin den ganzen Tag hier. Ich lasse Idioten wie dich nicht reden, als hätten sie Ahnung.«

Barton: »Du warst ein guter Spieler. Du hast mehr gewonnen als ich, ok. Das war auf dem Fußballplatz, Junge. Dein Leben ist ein Autounfall. #schnauzehalten«

Barton: »Du hast selber gut verdient. Und hast dich dazu entschieden, es zu verprassen. Hasse mich nicht, nur weil du so abgefuckt bist.«

Hamann: »Das Problem ist, dass du denkst, nur weil du in Frankreich spielst, seist du ein Spieler auf internationalem Niveau #weitdavonentfernt«

Barton: »Ich kremple die Ärmel hoch und schufte, Junge. Und zocke nicht Online-Poker und rauche Tüten in der Nacht vor dem Spiel. Ich würde dich nicht mal eine Tierhandlung managen lassen.«Barton: »Du WARST ein guter Spieler. Es gehört mehr zum Leben als Fußball, du Depp«

Hamann: »Vergiss nicht, wer dein Gehalt zahlt. Wie kannst du es wagen, auf Llambias und Fernandes loszugehen, du »englischer Nationalspieler«

Barton: »Als ob du ein Familienmensch wärest. Als ob du ehrlich und loyal wärest. Ein Mann wärest. Als ob du in der Lage wärest, noch in den Spiegel zu schauen. Kannst du das?«

Hamann: »Joseph, ich will nicht persönlich werden, weil Twitter nicht der richtige Ort ist, um das zu tun. Aber halt dich nicht für größer als du bist.«

Barton: »Wer ist denn auf Fernandes losgegangen? Du Idiot. Sei nicht so verbittert. Du hattest deine Kohle aber hast sie verprasst. Fordere mich nicht heraus, du Made.«

Hamann: »Ja, ich kann in den Spiegel schauen. Ich habe Fehler gemacht, aber vergiss nicht wo du herkommst. Beiße nicht die Hand, die dich füttert.«

Barton: »Du bist schon ein paar mal persönlich geworden.

Jetzt gefällt es dir nicht, wenn ich persönlich werde.

Wie ich gesagt habe: Wer im Glashaus sitzt…. Jetzt halt mal lieber die Luft an…«

Barton »…bevor du hier öffentlich ausradiert wirst, du Pleitegeier. Du hast meine Nummer.

Du weißt wo du mich finden kannst. Rund um die Uhr.«

Hamann: »Kein Problem, Joseph. Lass uns in fünf Jahren treffen. Ich hoffe, ich muss dafür nicht ins Walton-Gefängnis fahren.«

Barton: »Du wirst dir wahrscheinlich das Geld für den Bus leihen müssen.«

Barton: »Sei nicht so selbstgerecht. Wenn ich du wäre, würde ich mir zweimal überlegen, anderen Leuten das Leben schwer machen zu wollen.«

Hamann: »Letzte Woche hast noch du gesagt, du wollest Kriminelle bei lebendigem Leib kochen. Komm mal klar und konzentrier dich auf den Fußball…..englischer Nationalspieler«

Barton: »Eine Champions-League-Medaille reicht nicht, damit dich deine Frau und Kinder respektieren. Dein Leben ist ein Autounfall, Junge. Kehre vor deiner eigenen Tür.«

Barton: »Ich habe es satt, dass sich abgehalfterte Ex-Profis, die ihr ganzes Geld verprasst haben, groß aufspielen. Mit Medaillen kannst du nicht die Schulgebühren deiner Kinder zahlen… «

Barton: »Ratschläge nehme ich nur von Leuten an, die ich respektiere. Aber ich werde mir nicht sagen lassen, wie ich mein Leben zu leben habe, von jemandem, den ich als MANN für absolut minderwertig halte. #keinrespekt«

Barton: »Es gibt mehr im Leben, als Fußball. Ja, es ist toll und ich habe Glück. Für meine Familie würde ich es aber alles morgen aufgeben.«

Hamann: »Die Medaillen sichern mir nicht den Respekt meiner Kinder, aber ich bin auch nicht bereit, einem Kind bei McDonald’s ins Gesicht zu schlagen, damit es mir Respekt entgegen bringt.«Barton: »Du bist ja immer noch hier. Und immer noch verlobt mit dieser Falschen Fuffzigerin…#dummerjunge«

Hamann: »Ich liebe ein gutes Pint aber ich habe in meinem Leben nie Drogen genommen. Sei vorsichtig, was du sagst, englischer Nationalspieler. #nichtwütendwerdenjoseph«

Barton: »Hast deine Kohle verkokst und verzockt. Was für eine Verschwendung. Hast dir ne Jüngere an Land gezogen und Frau und Kinder verlassen. Tragisch. Jetzt mach ein Tourette-Gesicht.«

Barton: »Ich weiß alles über dich und deine Kumpels. Könnte euch alle aufkaufen, wenn ich wollte. Ich lass dich jetzt in Ruhe, ist eh alles Quatsch…«

Hamann: »Ich lass die Leute urteilen, Joseph. Es scheint mir, du trägst viel Wut in dir. #englischernationalspieler«

Barton:»…höchstens auf Hunde«

Hamann: »Ich freue mich jedes Mal, dich zu sehen, Joseph. Und ich werde dir die geichen Dinge sagen wie das letzt mal, mein Freund. Ich habe dich noch nicht aufgegeben.«

Barton: »Für mich bist nie ein Freund gewesen. Mach nicht den Fehler, dich für mehr als einen Bekannten zu halten. Wie gesagt: Rund um die Uhr.«

Barton: »Ich bin enttäuscht von mir, dass ich mich hierin habe verwickeln lassen. Aber lass dir nie von einem Hund erzählen, du seist der Hund. Ein Hund bleibt ein verdammter Hund.«

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Im Dezember 2015 ging es Armin Veh so richtig schlecht. Als Wundermann zum zweiten Mal in Frankfurt angetreten dümpelte die Eintracht in den Niederungen der Bundesligatabelle herum. Veh wurde dünnhäutig und aggressiv.

Nach zunehmenden Poltereien auf Pressekonferenzen geigte er seiner Mannschaft in einem Monolog dermaßen die Meinung, dass es verwunderte, dass seine Elf in der Bundesliga noch geradeaus auflaufen konnte. Beim Fanvolk kamen die Tiraden des Bayern gut an. Und der legte flugs noch einen drauf und erinnerte sich an eine alte Feindschaft. Das Resultat:  Zoff vor laufenden Kameras unter zwei Trainern. Wobei der eine eher ziemlich bedröppelt schwieg.

Winnie Schäfer, den Oldies noch als Trainer des KSC bekannt, heute im Rentenalter und lange Zeit verschollen in Jamaika, musste sich im Sky-Studio vom zugeschalteten Veh beschimpfen lassen. Schäfers Vorwurf, Veh habe die Spieler gegen sich aufgebracht, bügelte der Angegriffene ab, und es gipfelte in dem Vorwurf, Schäfer habe sich mal wieder um einen, diesmal seinen, Job beworben. Aus der Antipathie für Schäfer machte er später keinen Hehl:

„Ihn kann ich nicht leiden, über ihn ist jedes Wort zu viel.“ Eine Wut, von der 36 Jahre keiner wusste. Was immer dem zunehmend erfolgloseren Meistertrainer von 2007 vorgehalten werden kann, Heuchelei und Diplomatie gewiss nie. Als Erfinder des weichgespülten Interviews kommt er nicht infrage. Der Zoff, enthüllen jetzt Zeitzeugen, habe seine Ursache in der gemeinsamen Gladbacher Spielerzeit. Der elf Jahre ältere Schäfer habe den Jungspund Veh wohl ein bisschen zu oft in den Senkel gestellt. Auch Schäfer hatte wohl erkannt, dass Veh zu wenig aus seinem Talent gemacht hat. Sagt Veh ja heute selbst. Vielleicht hat ihm auch der Ton nicht so gefallen. 36 Jahre später entlud sich nun die Wut, von der bis dato keiner wusste. Außer Insider am Bökelberg.Weit oben auf der Zoffskala sind die Anwürfe des jungen Christoph Daum gegen den schon damals für so ein Gekeile viel zu anständigen Bayern-Trainer Jupp Heynckes.

Dem attestierte Daum (Köln) im Titelkampf 1989: „Die Wetterkarte ist interessanter als ein Gespräch mit ihm.” Und noch viel mehr. Auch als Gast im ZDF-Sportstudio am 20. Mai 1989 pöbelte der Trainer-Novize, was das Zeug hielt. Die Sendung hat mittlerweile längst Kultstatus. Und das Pöbeln rächte sich doppelt. Die Bayern-Mannschaft spielte für ihren Trainer, gewann kurz nach dem Zusammentreffen im TV-Studio in Köln und wurde Meister.

Und Daum erhielt in Heynckes-Freund Uli Hoeneß einen Feind, der ihn im Jahr 2000 um den Bundestrainerjob brachte. Aber das ist eine andere Geschichte. Und da spielten die Kokserei des Christoph D. und einige haarsträubende Aussagen und Haartests natürlich auch eine Rolle. So durfte erst mal Rudi Völler ran, um den damaligen deutschen Rumpel-Fußball zu verbessern. Das gelang mäßig. Jupp Heynckes hatte derweil eine weniger erfolgreiche Phase als Trainer. Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 – das alles haute im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts nicht so richtig hin.

Und Heynckes galt schon als nicht mehr vermiittelbares Auslaufmodell, da holte ihn zuerst Uli Hoeneß interimistisch und dann Rudi Völler längerfristig zurück. Und bei Bayer machte es der mittlerweile altersweise Jupp so gut, dass ihn Uli ein drittes Mal in München ran ließ. Das Ergebnis: Der Tripple-Jupp und der größte Erfolg sowohl in der Karriere von Jupp Heynckes als auch in der Geschichte des FC Bayern München. Champions-League Sieger, DFB-Pokalsieger und Deutscher Meister im Jahr 2013 – Chapeau. 68 ist das neue 40. Denn 68 Jahre alt war Jupp Heynckes im Jahr 2013.Abstiegskampf ist stressig. Das erfuhren im Jahr 2014 auch die beiden Herren Christian Streich, seines Zeichens Trainer in Freiburg und Geert Jan Verbeek, damals Trainer beim 1. FC Nürnberg.

Verbeek nannte seinen Kollegen nach einem verlorenen Spiel „einen Verrückten“, wollte nicht mehr dessen Kollege sein und schwänzte demonstrativ die Pressekonferenz. Das hatte lange keiner mehr gemacht, ist laut Medienrichtlinien der Deutschen Fußball Liga aber nicht strafwürdig ist. Bloß ungehörig.

Nürnbergs Gertjan Verbeek erntete für sein Verhalten sogar noch ziemlich viel Verständnis. Denn die Bilder, die sein “Feind” Christian Streich während der 90 Minuten, in denen seine Schutzbefohlenen dem Ball nachlaufen, ablieferte, waren mehr als grenzwertig. Die Ermittlungen der Deutschen Fußball LIga liefen in der Folge auch nicht wegen Kollegenbeleidigung, sondern wegen Kritik am Schiedsrichter, den der wütende Niederländer gleich mit abwatschte.

Kollegenbeleidigung fällt immer noch unter Kavaliersdelikte. So wie Verbeek gestrickt ist, hätte er das wohl auch unter Männern geregelt, aber das Spektakel blieb uns erspart.Udo Lattek bekam sein Fett besonders von zwei Altmeistern der Bundesliga weg. Max Merkel lästerte in den Siebzigern, selbst „ein Spazierstock kann diese Bayern trainieren“.

Und Weisweiler, Latteks Vorgänger in Mönchengladbach, sagte zum Abschied: „Mit dieser Mannschaft wird sogar der Lattek Meister!“ Als er das dann in Gladbach wurde, grollte Hennes, der Lattek an der Sporthochschule zum Trainer ausgebildet hatte und doch kein bisschen stolz auf ihn war. „Der Udo hat sich doch nur ins gemachte Bett gelegt!“

Doch über die Verstorbenen gibt es auch Gutes zu sagen. Denn im Lästern waren sie vereint. Und im Trinken. Dort stellten sie bei diversen Kölsch dann einmütig fest, „welches Arschloch doch dieser Erich Ribbeck ist“. Auch ein Trainerkollege. Nachzulesen in Max Merkels Werk „Das Runde ist der Ball“. Und das bezog sich durchaus auch auf die fachlichen Qualitäten von Sir Erich. Und damit lagen sie so falsch nicht.

Denn Ribbeck ist bis heute der erfolgloseste Bundestrainer nach dem 2. Weltkrieg und Sinnbild der “Rumpelfüßler-Ära” des deutschen Fußballs. Des dunklen Zeitalters der deutschen Nationalmannschaft.Was ein schlechter Verlierer ist, ist bekannt. Was ein schlechter Gewinner ist auch. Roger Schmidt zum Beispiel, der Ex-Trainer von Bayer 04 Leverkusen. Denn der hatte im Dezember 2014 nach dem 5:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln die Qual der Wahl zwischen zwei Möglichkeiten.

Er hätte sich im Rahmen der Wortmeldung an den vorbildlichen Rat des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu halten können: „Siegen ist schön, doch der wahre Genuss liegt im Trösten der Verlierer.“ Schmidt wählte die andere Möglichkeit. Genüsslich schickte er nach dem Abpfiff durchs erstbeste Mikrofon an seinen Kölner Kollegen Peter Stöger den Gruß: „Jeder hat seine eigene Philosophie. So könnte ich nicht Fußball spielen, wie Köln heute gespielt hat. Das macht doch keinen Spaß. Dann wäre ich kein Trainer. Ich freue mich, wenn sich die Mannschaft durchsetzt, die Fußball spielen will. Und es war wichtig, dass sich das auch in der Höhe ausdrückt.“

Fünf Tore, fünf Peitschenhiebe – in Schmidts Augen war es das angemessene Strafmaß für die Tätlichkeit der Kölner in Form ihres vorsätzlichen Zweckfußballs. Und nun hatten ihn auch noch die Kölner gereizt, bis hin zu ihrem Manager Jörg Schmadtke, der sich hinterher den Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wegen eines verweigerten zweiten Elfmeters vorknöpfte: „Wenn wir das 2:0 machen und der Torwart Leno vom Platz gestellt wird, haben wir am Ende ein anderes Ergebnis.“

Auch Stöger ärgerte sich über diesen fehlenden Pfiff, bis Schmidt der Kragen platzte und sein Gesicht in Richtung des Kollegen Bände sprach: Jetzt ist aber Schluss, du Pfeife. Und er hat ihm geschwind gesagt, was guter Fußball ist. Stöger stieß schon Schmidts Red-Bull-Engagement bitter auf. War es arrogant? Stöger empfand es so. Er erinneret sich, dass er auf Roger Schmidt schon in Österreich traf, als der Red Bull Salzburg trainierte. „Dort hatte er ein gutes Budget zur Verfügung“, sagt er als Wiener mit dem dazugehörigen Schmäh, „aber Respekt kann man sich am Transfermarkt nicht kaufen.“ Und wer zuletzt lacht….Schmidt ging nach China, Stöger war in Dortmund.
Der internationale Oberrüpel unter den Trainern ist Jose Mourinho. 2007 bezeichnete er einen Linienrichter als „Hurensohn“, was allerdings „nicht beleidigend“ gemeint gewesen sein soll.

Seine Rankünen mit Pep Guardiola im Rahmen der Rivalität zwischen Real Madrid und Barca sind legendär. 2011 bohrte er nach dem Supercup-Rückspiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona seinen Finger ins Auge von Tito Vilanova, damals Co-Trainer von Pep Guardiola, der der Lieblingsfeind des Portugiesen ist.

Gegen ihn führte „Mou“ einen Psychokrieg, seit der heutige ManCity Trainer ihm den Posten als Barcelona-Chef vor der Nase wegschnappte.

Doch weil Guardiola zwischenzeitlich aus der Schlagdistanz von Mourinho entschwunden war, suchte sich Big Mou flugs ein neues „Opfer“. Doch die Trennung von Mou und Pep war nicht von langer Dauer. In Manchester liefen sie sich häufiger über den Weg. Auch wenn es nicht mehr so hitzig zuging wie zu den alten Primera Division Zeiten. Relax – don’t do it when you wanna come…Den neuen liebsten Feind fand Big Mou in London in Form von Arsene Wenger. Der Coach des FC Arsenal gilt als Gentleman, lässt sich aber von niemandem auf der Nase herumtanzen.

Als es im Herbst 2014 in der Spitzenpartie der Premier League zum Aufeinandertreffen von Chelsea und Arsenal kam und die Blues mit 2:0 gewannen, gab es nach einem groben Foul eine wilde Schubserei an der Seitenlinie.

Beide Trainer, insbesondere aber der sonst eher besonnenere Arsene Wenger verloren komplett die Contenance. Gewinner – keiner. Unentschieden. Obwohl Wenger mit seinem Seniorenbonus eigentlich der moralische Sieger war. Der Schiedsrichter musste Mourinho und Wenger trennen. Wer angefangen hatte, lässt sich nicht genau sagen.

Aber Mourinho hätte wohl auch Mutter Teresa zur Raserei treiben können. Gegen Wenger gewannen seine Teams im Gegensatz zu den Teams von Guardiola allerdings meistens. Arsenal wird halt gerne mal Vierter in der Liga.Schon 1967 war vom „Trainerkrieg in Köln“ die Rede, wo Hausherr Willi Multhaup und Nürnbergs Max Merkel sich an der Laufbahn kräftig beschimpften. Multhaup gab zu Protokoll:„Jeder hat gesehen, dass wir zwei uns da unten etwas Böses zu sagen hatten. Ich will in der Öffentlichkeit nicht sagen, was der Max Merkel zu mir gesagt hat, aber ich erwarte eine Entschuldigung.“

Die blieb aus. Zunächst schrieben sich die Vereinspräsidenten Briefe, dann ermittelte das Sportgericht – auch wegen des Merkel-Spruchs: „In Nürnberg brechen wir euch die Knochen“.

Das wurde teuer für den Max, den seine lose Zunge allein an diesem Tag 11.500 D-Mark kostete. Max Merkel war eh bekannt und berüchtigt für seine Sprüche und sein loses Mundwerk. Einige der besten Merkel-Bonmots haben wir nachfolgend mal aufgelistet.

“Der kann aus 50 Metern Entfernung mit dem Ball eine Telefonnummer wählen.” (über Diego Maradona)

“Die wissen nicht einmal, dass im Ball Luft ist. Die glauben doch, der springt, weil ein Frosch drin ist.” (über deutsche Fußballfunktionäre)

“Ich will nimmer länger daneben sitzen und warten, ob so ein Trottel den Ball trifft oder nicht.” (Antwort auf die Frage, warum er nicht mehr als Trainer arbeitet)

“In Spanien gibt’s für eine Niederlage drei Gründe: Entweder war der Wind zu stark oder die Sonne zu heiß – oder die gestifteten Kerzen in der Kirche waren zu kurz…”

“Ich glaube, es ist leichter, einen Rollmops durch Mund-zu-Mund-Beatmung wieder ins Leben zurückzu­holen.” (über Dortmunds Uefa-Cup-Ambitionen)

“Christoph Daum ernährt sich fast ausschließlich von Makkaroni – weil er so beim Essen ungestört durch die Löcher weiterreden kann.”

“Das Intelligenteste am Bruno ist sein Weisheits-Zahn.” (über Bruno Labbadia)

“Der Bengel ist so empfindlich – holt sich sogar einen Schnupfen, wenn er zu nah an der Drehtür steht.” (über Andy Möller)

“Basler ist die teuerste Parkuhr der Welt. Er steht rum – und die Bayern stopfen das Geld rein.“ (über Mario Basler)

“Wenn er über den Rasen läuft, kitzelt ihn das Gras am Hintern.” (über Dariusz Wosz)

“Der sollte von der Innsbrucker Universität ausgestellt werden. Einen Menschen mit so wenig Hirn gibt‘s ja net.” (über Österreichs Nationaltorwart Friedel Koncilia)

“Der könnte in der Straßenbahnschiene schlafen, wenn er keine abstehenden Ohren hätte.” (über Bayerns schmächtigen Neuzugang Bernardo aus Brasilien)

“Ich fürchte, der Vogel denkt nur von der Tapete bis zur Wand.” (über Herthas Marcelinho)

“Jede Straßenbahn hat mehr Anhänger als Uerdingen.” (über Bayer Uerdingen)“Udo Lattek haben sie das Blut abgenommen. Ergebnis: Reiner Alkohol, verschmutzt durch rote Blutkörperchen.”

“Von Rapid ist überhaupt nur die grün-weiße Farb’ übrig geblieben. Holzbach, Grassi und die ganzen Akrobaten kann man doch vergessen. Die haben nie Fußball gespielt” (1988 über die Situation bei Rapid).

“Im ÖFB klappt nix, außer der Mittagspause.” (einst über die Zustände im Österreichischen Fußball-Bund)

“Wenn der eine Ansichtskarte in den Briefkasten werfen will, braucht er ein Trampolin.” (über Stuttgart-Manager Horst Heldt)

“Der lange Koller neben dem schmächtigen Rosicky – ich dachte, da führt einer seinen Yorkshire Gassi.” (über die ehemaligen Dortmund-Spieler Jan Koller und Tomas Rosicky)

“Lieber 10 Minuten Maradona beim Autowaschen zuschauen, als 90 Minuten Pflügler auf dem Fußballplatz.” (über den ehemaligen Bayern-Verteidiger Hansi Pflügler).

“Die hätten statt mir auch einen Medizinmann aus Afrika engagieren können.” (1983 über den desolaten Zustand des FC Zürich. Die Entlassung bei seinem letzten Arbeitgeber folgte prompt)In derselben Saison 1967 gerieten in Duisburg MSV-Trainer Günter Brocker und Schalkes Gyula Lorant auf der Pressekonferenz aneinander. Der Ungar hatte die harte Spielweise der Duisburger scharf kritisiert, da wurde Brocker persönlich:

„Ihr habt ja schon damals in Bern über jeden harten Zweikampf der Deutschen gejammert.“ Lorant hatte in der Elf gestanden, die im Finale der Weltmeisterschaft 1954 unterlegen gewesen war, und nun bekam er noch mal einen mit. Wie nett. „Bei dieser Pressekonferenz konnte jedenfalls von Trainerkollegialität keine Rede sein“, stand im „Sport Magazin“. 

Beide sind mittlerweile verstorben: Brocker am 24. Mai 2015 und Lorant deutlich früher nämlich schon 1981, auch im Mai aber am 31. Gyula Lorant galt eine Zeit lang als der härteste Trainer der Bundesliga. Seine Sprüche sind legendär.

Charly Körbel sollte Zahnpasta auf seinen Bänderriss schmieren. Dr. Müller-Wohlfahrt trieb er in den Wahnsinn. Und Deutsche mochte der Ungar nicht!Das Folgende sind Ausschnitte aus:

Ben Redelings: “Die Bundesliga, wie sie lebt und lacht: Zum Schießen komische Momente von Ahlenfelder bis Zebec” 

Als Verletzungen gingen bei ihm einzig und allein glatte Brüche durch. Und dann auch nur die, die man sofort als solche erkennen konnte. Der Verteidiger Amand Theis hatte sich einmal bei einem Pressschlag ein dickes Knie zugezogen. Humpelnd kam er zum Training, zeigte Lorant sein geschwollenes Körperteil und meinte, er könne leider nicht mittrainieren. Lorant ignorierte die Worte seines Spielers: “Amand, zieh dich um!”

Verdutzt ging der Verteidiger los und kam wenige Minuten später auf den Sportplatz zurück. Dort erwartete ihn der Trainer bereits: “Amand, zieh die Hose runter!” Erstaunt und überrascht befolgte er Lorants Anweisungen. Der Trainer zeigte auf das Knie: “Amand, was hast du da?” Ehe Theis antworten konnte, schlug der Coach mit voller Wucht gegen das dick angeschwollene Knie. Theis schrie vor Schmerzen. Am folgenden Samstag spielte er.

Bei einem anderen Profi spuckte Lorant während einer laufenden Bundesliga-Partie auf das verletzte Knie, rieb die Spucke mit den eigenen Händen ein, hob den Spieler hoch und schob ihn zurück aufs Feld: “Jetzt ist wieder alles in Ordnung. Spiel – sonst bist du tatsächlich Invalide!”

Während Lorants Münchner Zeit herrschte Stunk abseits des Platzes. Vereinsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt plauderte damals aus dem Nähkästchen: “In der Bundesliga gibt es Vereine, bei denen der Trainer und nicht der Arzt entscheidet, wann ein verletzter Spieler den Gips abgenommen bekommt.” Der Bayern-Doktor kehrte in diesem Moment vor der eigenen Haustüre – ohne den Namen Lorant direkt auszusprechen. Jahre später wurde Dr. Müller-Wohlfarth konkret: “Wegen Gyula Lorant hätte ich beinahe aufgehört. Er hat mir mal erklärt, dass man einen herausgesprungenen Meniskus am besten mit der Eckfahne wieder reinhaut.”

Es war eine wilde und harte Zeit damals beim FC Bayern. Dies musste auch das junge Talent Karl-Heinz Rummenigge am eigenen Leib erfahren. Bei einem Trainingszwischenfall zog sich “Rotbäckchen” ein paar Monate vor der WM 1978 einen Daumenbruch zu. Ein Reporter erinnert sich: “Als Kalle am Freitag beim FC Bayern vorbeischaute, lachte ihn Trainer Lorant aus. Er hatte ja vorher sogar beim schwerer verletzten Branko Oblak (Zehenbruch) angeordnet, dass der Gips sofort entfernt wird. Er selbst hatte sich zeitlebens nie operieren lassen. Obwohl in beiden Beinen der Meniskus total kaputt war. Also, sagte er verächtlich, was willst du mit dem gebrochenen Daumen viel Theater machen. Du spielst morgen gegen Saarbrücken. Rummenigge war so verwundert, dass es ihm die Sprache verschlug. Er packte seine Tasche und stieg ein in den Bus, der ins Trainingslager fuhr, und Kalle spielte tatsächlich gegen Saarbrücken.”Gyula Lorant war trotz seiner irritierenden Methoden und Aussetzer in Deutschland ein anerkannter und geschätzter Fachmann.

Doch eine Sache konnte er dem Land, in dem er als Fußballlehrer Erfolge feierte, nie verzeihen: Die WM-Pleite 1954, als Lorant Stopper der ungarischen Nationalmannschaft war, hatte er einfach nie verwunden. Und so trabte er eines Tages als Bayern-Trainer mit Pal Csernai auf den Platz und flüsterte seinem Landsmann zu: “Pal, lass uns rausgehen, die Deutschen quälen!”

Was er von seinen deutschen Profis hielt, veranschaulicht gut eine Anekdote, die sein Spieler Erwin Kostedde zum Besten gab: “Gyula Lorant kam eines Tages zu mir und sagte: Erwin, du bist doch kein Deutscher? Na, klar, hab ich gesagt, ich bin Deutscher.

Lorant: Aber dein Vater war doch keiner. Soll ich dir zeigen, was ein richtiger Deutscher ist? Lorant sagte zu Herbert Meier, der damals auch in Offenbach spielte: Meier, laufen Sie. Und Meier lief. Siehst du, feixte Lorant, ein Deutscher macht genau das, was man ihm sagt.”Unversöhnlich bis zum letzten Tag waren auch Udo Lattek und Otto Rehhagel. Dieser war in seinen jungen Jahren mal als sehr junger Wilder bekannt und fiel bei diversen Trainerkollegen durch seine Jubelattacken vor den gegnerischen Trainerbänken auf.

So reizte Rehhagel den damaligen Bayern-Coach Udo Lattek einst mit einem Veitstanz auf der Tartanbahn des Olympiastadions nach einem Tor gegen Bayern bis zur Weißglut. „Das kriegst Du Dein Leben lang zurück“, schwor sich Lattek. Auf einer Pressekonferenz in Bremen sagte er über den zwei Stühle neben ihm sitzenden König Otto: „Wir haben überhaupt kein Verhältnis!“

Das waren Zeiten. Wobei Rehhagel in seiner Anfangszeit diverse Feindschaften regelrecht kultivierte. So sagte Nürnbergs Werner Kern über den damaligen Bielefeld Trainer im Jahr 1978: „Ich schäme mich für ihn, Menschlichkeit und Anstand gehören zu unserem Beruf.“

1985 hatte auch Frankfurts Dietrich Weise genug und verkündete auf der Pressekonferenz die Freundschaft mit Otto sei „endgültig aus“. Die Leute müssten ja mit Flaschen werfen, „so wie du da auf der Laufbahn rumkasperst“.
Hier kommen die WAGS (Wifes and Grirfriends of…): Der Gottvater aller Fußball-Seitenspringer ist John Terry, ehemals Starverteidiger des FC Chelsea London.

Beim Disput zwischen den ehemaligen englischen Nationalmannschaftskollegen John Terry und Wayne Bridge drehte sich alles um die Damen. Denn der verheiratete Terry soll mit der Freundin von Bridge eine Affäre gehabt haben. Angeblich habe er sie sogar geschwängert und zu einer Abtreibung gezwungen. Der Skandal schlug Anfang 2010 hohe Wellen und Terry – zum damaligen Zeitpunkt Kapitän der Three Lions – musste prompt seine Binde abgeben.

Die beiden ehemaligen englischen Nationalspieler und Spieler des FC Chelsea gehen auch heute noch getrennte Wege. „When I was little, I didn’t like being left on my own in the dark“. John Terry

Diese Familienepisode der besonderen Art wurde kurz vor der WM 2010 zum nationalen Drama.

Diese Geschichte ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs, insgesamt soll Terry seine Ehefrau Toni innerhalb von 11 Jahren mit mindestens zwölf Frauen betrogen haben. Darunter mit einem Teenager auf dem Rücksitz seines Bentleys und mit einer Dame auf Krücken in einer Nachtclub-Toilette. Ziemlich viel…Zlatan Ibrahimovitsch und Rafael van der Vaart waren einst schiedlich und friedlich Teamkollegen bei Ajax Amsterdam. Heute haben sich nichts mehr zu sagen. Der Grund: Bei einem Länderspiel Schwedens gegen Hollands foulte Ibrahimovic den Niederländer van der Vaart extrem hart.

Rafael van der Vaart zog sich zwar keine ernsthafte Verletzung zu, unterstellte Ibra aber doch Absicht. Zlatan versuchte sich anschließend noch zu entschuldigen, doch das brachte nichts. RvdV war beleidigt und nahm die Entschuldigung nicht an.

Zumindest ist nicht bekannt, dass sich die beiden nach dem Vorfall jemals wieder auf ein gemeinsames Bier getroffen hätten.

Rafael van der Vaart soll Ibrahimovic noch heute aus dem Weg gehen.Zwei ehemalig richtig gute Kumpels aus dem belgischen Nationalkader gehen mittlerweile auch getrennte Wege. Und das wegen einer Frau. Genauer gesagt wegen der ehemaligen Freundin des “Alpha-Kevins” von Manchester City.

Denn der Mittelfeldstar Kevin De Bruyne betrog im Jahr 2012 seine damalige Partnerin Caroline Lijnen mit deren bester Freundin. Die Betrogene übte Rache. Während De Bruyne mit seinem damaligen Club Werder Bremen im Wintertrainingslager in der Türkei verweilte, gönnte sich Lijnen ein Schäferstündchen mit Belgiens Nationaltorwart Thibaut Courtois.

Und nicht nur das. Sie plauderte hinterher auch zweideutig über das Techtelmechtel und vergab ihre eigenen Noten.. Und die fielen gar nicht so gut aus für Kevin. Das Wertungszitat lautete so: „Thibaut hat mir etwas geboten, was ich in meiner dreijährigen Beziehung mit Kevin nie bekommen habe.“ Caroline Lijnen – Ex-Freundin von Kevin de Bruyne über Thibault Courtois.

Seither ist das Verhältnis zwischen den beiden angespannt. Allerdings – wohl doch nicht ganz so. Denn als der Nationaltrainer Belgiens de Bruyne fragte, ob er mit Courtois noch zusammenspielen könne, bestätigte er dieses nonchalant. Geht also doch.Und hier ist Zlatan mit der zweiten besonderen Beziehung. Und bei der geht es deutlich rabiater zu als bei den meisten Scharmützeln, die wir bisher gezeigt haben. Zlatan Ibrahimovic ist ja sowieso nicht bekannt für eine zurückhaltende Art. Doch einer seiner heftigsten Fights war der mit Oguchi Onyewu im Jahr 2010.

Die beiden ehemaligen Mannschaftskollegen vom AC Mailand lieferten sich in einer Trainingseinheit eine derbe Schlägerei. Winner on Points – fighting out of the blue corner – Onyewu. Denn der Schwede erlitt beim Encounter einen Rippenbruch. Glück gehabt, sagen viele. Und die Mitspieler verhinderten Schlimmeres, vielleicht sogar einen Knock Out von Big Ibra.

In seiner Autobiografie beschreibt Zlatan er seine Meinungsverschiedenheiten mit seinem Mitspieler Oguchi Onyewu wie folgt.

Im Jahr 2010 endete eine Trainingssession etwas früher, nachdem die beiden sich eine kleine Boxeinlage geleistet hatten. Laut Zlatan, gab er seinem Mitspieler eine Kopfstoß, worauf der Kampf begann, den Ibra als Kampf auf Leben und Tod beschreibt – Na ja. Ibra hatte hinterher die gebrochene Rippe, sein Mitspieler eher nichts.Bei Ajax lief auch noch Louis van Gaal rum. Der war Technischer Direktor und erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: Hör mal, Meister, du hast mir gar nichts zu sagen – geh’ in dein Büro und schreib’ Briefe! (Zlatan Ibrahimovic)

Eines ist sicher: Eine Weltmeisterschaft ohne mich ist nicht sehenswert. Es lohnt sich also nicht, auf die WM zu warten. (Zlatan Ibrahimovic)

Für viele mögen meine Tricks kompliziert aussehen. Für mich sind sie simpel. (Zlatan Ibrahimovic)

Ich bin der Größte – wie Ali. Geht das überhaupt, zwei Größte? Na gut: Ich bin der Größte – hinter Ali. (Zlatan Ibrahimovic)

Ich bin ein Ferrari und du fährst mich wie einen Fiat. (Zlatan Ibrahimovic)

Ich brauche keine Trophäe, um zu wissen, dass ich der Beste bin. (Zlatan Ibrahimovic)

Ich ging nach links, er ging mit. Ich ging nach rechts, er ging mit. Dann ging ich noch mal nach rechts und er ging zum Würstchenstand. (Zlatan Ibrahimovic)

Ich habe in der Serie A alles gewonnen. Soll ich mir als Hobby italienische Meisterpokale aufstellen? (Zlatan Ibrahimovic)

Ihr redet, ich spiele. (Zlatan Ibrahimovic)

Manchmal wünschte ich, Boxen wäre Teil des Fußballs. So aber muss ich mich zusammenreißen. (Zlatan Ibrahimovic)

Ohne Adrenalin und Wut bin ich wertlos. (Zlatan Ibrahimovic)

Qualität hat nun mal ihren Preis. Ich verstehe die Kritik nicht. Je mehr Geld ich verdiene, desto mehr Steuern bekommt Frankreich (Zlatan Ibrahimovic)

Viele aus meiner Jugendzeit schwafeln: ‘Ah, ich sah gleich: bla bla bla.’ Niemand erkannte einen Scheißdreck. Jetzt seht her, wer ich bin. (Zlatan Ibrahimovic)

Wer mich stoppen will, muss mich umbringen. (Zlatan Ibrahimovic)

Wir suchen gerade nach einem Haus. Aber wenn wir nichts finden, mein Gott, dann kaufe ich halt einfach das Hotel. (Zlatan Ibrahimovic)[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-KLUBS” pbgcolor=”#efefef” car_navigation_color=”#3cc11f”]
Noch vor nicht allzu langer Zeit spielten Karim Benzema und Mathieu Valbuena beide für die französische Nationalmannschaft. Doch das ist genauso Geschichte, wie die ehemals gute Beziehung der beiden.

Der Grund: die Sexvideo-Affäre, die 2016 immer wieder für Schlagzeilen sorgte. Valbuena wurde mit einem Sextape erpresst, wobei Benzema eine Beteiligung bei der Erpressung vorgeworfen wurde. Der Stürmer gab an: „Ich hätte ihm sagen sollen, dass ich es nicht gesehen habe. Aber ich habe mich aufgespielt, habe geschauspielert. Ich habe es nie gesehen, dieses Video”.

Benzema wurde deswegen sogar strafrechtlich verfolgt. Valbuena sagte gegen ihn aus und gab später an: „Das würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind antun.”

Karim Benzema hofft derweil weiter auf seine Rückkehr in die französische Nationalmannschaft. “Ich würde mich freuen, im blauen Trikot zurückzukehren”, sagte der Real-Madrid-Stürmer der französischen Sportzeitung “L’Équipe” im Mai 2017.Wer kennt sie nicht? Die berühmteste Kopfnuss im Fußball. Beim Finale der Weltmeisterschaft 2006 zwischen Italien und Frankreich gerieten Zinedine Zidane und Marco Materazzi heftig aneinander.

Die Folge: Ein Kopfstoß von Zidane, wofür er die Rote Karte bekam. Frankreich verlor nicht nur das Finale, sondern es war auch das letzte Spiel in der Karriere des Weltstars.

Erst im Nachhinein wurde bekannt, dass Materazzi die Schwester von Zidane schlimm beleidigt hatte. Zidane gab damals an:

“Den Fußball, die Fans und seine Mannschaft bitte ich jedoch um Verzeihung”. Und weiter: “Aber ihm (Materazzi) kann ich niemals, niemals verzeihen. Das wäre unehrenhaft”.Sie sorgten als Sturmduo für viel Furore in der englischen Premier League.

Die beiden ehemaligen Stars von Manchester United Teddy Sheringham und Andy Cole spielten zwischen 1997 und 2001 gemeinsam in einem Verein, leiden konnten sie sich jedoch während ihrer Zeit dort nie. Bei seinem Debüt für die englische Nationalmannschaft ersetzte Cole Sheringham und zollte diesem nicht den üblichen Respekt. Sheringham rüffelte seinen jüngeren Mitspieler dafür, der sich trotzdem für sein Verhalten nicht entschuldigen wollte. Sendepause.

In den vier gemeinsamen Jahren bei den Red Devils sollen sie außerhalb des Platzes nie miteinander gesprochen haben. Und das soll sich auch bis heute nicht wesentlich geändert haben.

Nachprüfen kann das natürlich keiner. Die britische Presse ist ja durchaus erfinderisch, wenn es um Gossip und besondere Stories geht. Insbesondere wenn es sich um Personality Stories mit dem gewissen Promi-Klatschfaktor handelt.Noch eine Feindschaft zwischen englischen Nationalspielern und John Terry ist dabei. Der Abwehrspieler zog 2011 den Zorn der beiden Ferdinand-Brüder auf sich. Und dieses Mal geht es nicht um Frauen und Seitensprünge.

Bei der Premier League Partie zwischen Chelsea und den Queen Park Rangers ließ sich Terry  zu einer rassistischen Äußerung gegenüber Anton Ferdinand hinreißen und wurde dafür nachträglich vom englischen Verband FA gesperrt.

Terry entschuldigte sich, musste aber aus der Nationalmannschaft zurücktreten. Rio Ferdiand, der ehemalige Abwehr-Kollege bei den Three Lions und ältere Bruder von Anton, zeigte sich tief enttäuscht und ohne Verständnis und sprach “weise” Worte: „Terry ist einer der größten Idioten überhaupt.“

Seit dieser Aktion können sich die beiden nicht mehr riechen.  Zudem ging dabei auch die Freundschaft zwischen Rio Ferdinand und Ashley Cole in die Brüche, da Cole damals zu Terry hielt und von seinem Kumpel Rio Ferdinand öffentlich als Verräter tituliert wurde. Zu John Terry und seinen Skandalen gäbe es noch deutlich mehr zu schreiben. Doch das verdient einen separaten Beitrag.Jens “Mad Jens” Lehmann hatte nicht nur eine schwierige Beziehung zu Oliver Kahn sondern auch zu Didier Drogba, Arsene Wenger und vor allem seinem ehemaligen Arsenal London Torwartkollegen Manuel Almunia. Zwischen 2004 und 2008 spielten beide gemeinsam unter Arsene Wenger und lieferten sich ein hitziges Duell um die Nummer eins im Tor.

Ein Torwart-Streit vom Feinsten. Neben ständiger öffentlicher Kritik am anderen gab es dann auch das Duell über die Medien. Ich weiß, er hasst mich. Almunia äußerte sich in einem Interview mal wie folgt:

„Jemanden hier zu haben, der mich hasst, ist einfach unglaublich. Ich weiß, er hasst mich.“ Und weiter: „Ich wache jeden Morgen auf und weiß schon, wie es sein wird. Aber er ist mir egal. Er kann sagen, was er will. “Ich komme zum Training und arbeite mit Lukasz Fabianski und Vito Mannone (die Ersatztorhüter). Sie sind ohnehin bessere Torhüter als er.“

Lehmann konterte daraufhin: „Ich hasse prinzipiell keinen Menschen auf der Welt. Seine Aussage finde ich schon ziemlich lustig.“ Die Fehde der beiden ging soweit, dass sie selbst im Training nicht miteinander redeten. „Er ist nicht wichtig für mich. Also rede ich nicht mit ihm“, sagte Lehmann. Zum Schluss des Posts kommen die besten Sprüche von Mad Jens Lehmann.•„Ich bin kein Typ wie zum Beispiel Rudi Völler, den alle mögen. Ich bin Torwart.“
Aussage Lehmanns nach dem UEFA Cup-Triumph

•„Ich bewerte die Zukunft des deutschen Fußballs positiv. Weniger Einsatz, weniger Wille, weniger Bereitschaft geht nicht mehr.“
Lehmann nach der desaströsen 1:4 Pleite gegen Italien im Vorfeld der WM 2006

• „Eine Minute nach Spielende habe ich noch nicht die Intelligenz, um das Spiel zu beurteilen.“

• „Wenn ich die Berichterstattung der letzten 15 Jahre verfolge, dann komme ich mir vor, als hätte ich über weite Strecken meiner Laufbahn versagt. Diese Berichterstattung haben sonst nur Spieler, die einige Male abgestiegen sind.“
Lehmann über sein Image bei den Medien

• „Ich glaube, dass ich in Wahrheit sehr bescheiden bin. Die einzige Situation, in der ich das nicht sein kann, ist der Sport.“
Lehmann zu dem Vorwurf er sei arrogant

• „Das ist ein Niveau! Du bist ein Gossenjunge!“
Zu Carsten Jancker während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft

• „Ich war am Dienstag bei Jürgen Klinsmann und habe ihn gefragt: Jürgen hat gesagt, dass Oliver Kahn zu ihm gekommen wäre und gesagt hat, er hätte es nicht gesagt, dass er die Nummer eins ist. Deswegen ist es ein bisschen verwirrend.“
Wirrwar im Vorfeld der WM 2006 um die WM – Nominierung fürs Tor

 „Ich wüsste nicht, was wir reden sollten. Ich habe keine 24-jährige Freundin, ich habe ein anderes Leben.“
Lehmann mal über seinen Konkurrenten Oliver Kahn

• „Ein Torwart, der ständig rauskommt, abwinkt und herumgestikuliert, wird irgendwann als lächerlich empfunden. Solche Gesten signalisieren dem Gegner: Bei denen stimmt was nicht.“

• „Natürlich will ich als Torwart zu Null spielen, trotzdem glaube ich, dass die Mannschaft die Verpflichtung hat, die Leute zu unterhalten.“
Jens Lehmann philosophiert über das Fußball-Spiel

• Leute sagen mir immer: „Du verkaufst dich schlecht.“ Ich antworte dann: “ Ihr habt nicht ganz Recht, ich verkaufe mich gar nicht.“ Das habe ich nie gemacht, das werde ich nie machen.

• „Wenn du im Fünf-Meter-Raum oder im Sechzehner angegangen wirst, dann wird in Deutschland und auch in Europa gepfiffen. Hier hält mich einer auf der Linie fest, ich schubse ihn und der Schiedsrichter pfeift einen Elfmeter. Das war für mich überraschend.“
Lehmann über Unterschiede im englischen und deutschen Fußball

 „Wenn man das Tempo auf der Insel mit der Bundesliga vergleicht, ist das wie ein ICE und ein D-Zug.“

• „Es hat Spaß gemacht, aber es war auch ein bisschen emotional, weil ich gemerkt habe: Es ist jetzt game over.“
Lehmann nach seinem 394. und letzten Bundesliga-Spiel

• „Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.“


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