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FC Liverpool gegen Manchester City: Das Spiel, das die Premier League veränderte?

,,Werbung für die Premier League”, ,,unglaubliche Leistung”, ,,Liverpool unbesiegbar” – Die Euphorie nach dem Insel-Hit ist überbordend… einfach einfangen lassen!

Klopp Liverpool

Es ist nur vor dem Spiel ruhig in Anfield. Bei der Gedenkminute für die Veteranen beider Weltkriege kann man im Stadion des FC Liverpool eine Stecknadel fallen hören.

Dann beginnt eines der wildesten Premier-League-Spitzenspiele aller Zeiten. Ein Spiel, das die Geschichte dieser Liga verändern könnte, hat es doch mit dem Sieger FC Liverpool mutmaßlich den neuen Meister gesehen. ,,Dieser Sieg war ein Statement”, sieht es BBC-Chefkommentator Phil McNulty, ,,Liverpool scheint nicht zu stoppen und sie haben laut und deutlich gezeigt, dass die Wartezeit auf einen Titel 2 zu Ende ist.”

9 Punkte haben Jürgen Klopp (52) und sein Team zwischen sich und Titelverteidiger Manchester City gebracht, 8 Zähler Vorsprung sind es auf Leicester City, den Überraschungsmeister von 2016.

Man mag es für Taktik halten, dass City-Coach Pep Guardiola (48) anschließend schon beinahe resigniert. Immerhin wissen die Fans des FC Liverpool, wie lange eine Saison in der Premier League ist und dass ein ähnlich hoher Vorsprung auch im letzten Jahr nicht zum Titel gereicht hat.,,Es war ein großes Spiel für beide Teams, für die Premier League, für die vielen Millionen Zuschauer an den Bildschirmen”, resümiert Pep Guardiola (48) am Sonntagabend nach der Partie, ,,es war Werbung für die Liga.” 

,,Wenn es so bleibt, werden wir Liverpool, Leicester oder Chelsea gratulieren und uns auf die nächste Saison konzentrieren”, sagt der frühere Trainer des FC Bayern München, ,,vielleicht gibt es dann für Jürgen Klopp eine Flasche Rotwein.”

Die Trainer-Freunde boten mit ihrem Teams auf dem Platz und später in der Pressekonferenz als Charaktere eine Kostprobe von dem, was sie auszeichnet. Sie haben das Spiel verstanden. ,,Wenn du gegen Manchester City gewinnen willst”, erklärt Jürgen Klopp, ,,was definitiv sehr schwer ist, dann darfst du nicht in ihrer Spielweise agieren, weil sie darin definitiv die Besten sind.”

Mit markantem Pass-Spiel und im 4-2-3-1-System können die ,,Citizens” eigentlich jeden Gegner mürbe spielen. Dass ihnen das in Liverpool misslingt, liegt an Liverpools Pressing-Maschine mit den überragenden defensiven Mittelfeldspielern Fabinho – Mann des Spiels – und Georginio Wijnaldum.Fabinho profitiert vor seinem Traumtor zum 1:0, das das Stadion nach 6 Minuten beben lässt, von einer fragwürdigen Entscheidung von Schiedsrichter Michael Oliver.

,,Drehten diese 11 Sekunden das Titelrennen?”, stellt BBC Sport am Sonntagabend die entscheidende Frage, denn in der vorangegangen Spielsituation hätte es Handelfmeter für Manchester City geben müssen. Eine Szene, die Guardiola in Rage bringt und die ihm am Ende ein hämisches ,,Thank you so much” in Richtung Oliver abringt. Schönen Dank auch…

Liverpool zeigt sich vor dem Tor klinisch effizient. Trotz geringerer Ballbesitz- und Zweikampfquote machen die ,,Reds” aus 12 Torschüssen 3 Treffer durch Fabinho, Mo Salah (13.) und Sadio Mané (51.). City kommt durch Bernardo Silva (78.) und trotz seiner 18 Torschüsse nur noch zum 3:1-Anschlusstreffer. Jürgen Klopp tritt trotz des überzeugenden Auftritts seiner Mannschaft die Euphorie-Bremse: ,,Ich liebe diese Atmosphäre, die Leute waren unglaublich in diesem Spiel gegen einen außergewöhnlichen Gegner. Die Leute werden sagen, dass Liverpool nur noch verlieren kann, das interessiert uns nicht, wer aber will Anfang November vorn sein? Wir wollen im Mai und am Ende Erster sein. Dafür werden wir alles tun.”

Der Traum vom ersten Meistertitel seit 1990 und von der Titel-Premiere in der 1992 eingeführten Premier League lebt. Doch es gibt außer Klopp noch mehr Mahner in Liverpool. ,,Kein Liverpool-Fan wird dir jetzt sagen: Wir werden Meister”, sagt LFC-Stürmerlegende Peter Crouch (38) bei BBC, ,,ich kann das absolut verstehen. Ich war 2014 in Anfield dabei, als sie Manchester City mit 3:2 geschlagen haben. 4 Spiele vor Schluss hatten sie es in der eigenen Hand. Dann kam Steven Gerrards Ausrutscher gegen Chelsea und am Ende haben sie den Titel weg geworfen. Viele Leute haben das in ihre Erinnerung eingebrannt und sie sagen sich: Wir werden diesen Fehler nicht noch einmal machen.”


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