Leises Servus! Mario Götzes stiller BVB-Abschied


Im Jahr 2016 wurde die Rückkehr von Mario Götze zu Borussia Dortmund bejubelt wie eine Meisterschafts-Schale, doch sein Abschied in dieser Woche gleicht nur noch einem Trauerspiel.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird Weltmeister Mario Götze auch beim Bundesliga-Finale gegen Hoffenheim nicht im Kader des BVB stehen.
Sein Fehlen hat familiäre Gründe, denn die Frühgeburt seines Sohnes Rome am 5. Juni bewegte Götze zu der Entscheidung vorerst nur noch für seine Frau Ann-Kathrin und das gemeinsame Kind da zu sein.

Aufgrund der zahlreichen Krankenhausbesuche konnte der ehemalige Nationalspieler die Hygienevorschriften der DFL zeitweise nicht erfüllen und daher nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Mittlerweile könnte er zwar wieder in den Team-Betrieb zurückkehren, entschied sich aus den genannten Gründen aber dagegen.

Seit fünf Spielen in Serie stand Götze nicht im Aufgebot, so dass sein zweites Dortmund-Kapitel alles andere als wünschenswert verlaufen ist. In 21 Pflichtspielen kam er auf gerade einmal 609 Einsatz-Minuten und drei Tore. Das letzte Mal spielte er im November gegen Freiburg volle 90 Minuten in Schwarzgelb.

Unter insgesamt vier Trainern schaffte es der einstige Stürmerstar, mit einem Marktwert von 10,5 Millionen Euro nicht, die Dortmunder von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen, so dass er ab 1. Juli ablösefrei zu haben wäre.

Zuletzt häuften sich die Gerüchte um einen Wechsel zu Atlético Madrid, doch die Spanier können aufgrund der Corona-Krise maximal 2 Millionen Euro Gehalt zahlen. Für Götze, der beim BVB aktuell 10 Millionen Euro jährlich einstreicht, ist dies sicher zu wenig.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, wäre der WM-Held von 2014 künftig vereinslos.

Ein trauriger und viel zu leiser Abschied!

Götze, BVB
Mario Götzes Karriere beim BVB ist zu Ende. Sein Abschied erfolgt in Stille. Copyright: imago images / MIS

Top News 2: Mailänder Wunschzettel bei Rangnick-Anstellung

Rangnick, AC Mailand
Copyright: imago images / Sven Simon

Der italienische Spitzenklub AC Mailand hat mit Werder Bremens Milot Rashica sowie Patrik Schick und Dayot Upamecano von RB Leipzig gleich drei Bundesliga-Profis auf seinem Wunschzettel stehen.

Laut eines Berichts des TV-Senders Sky Sport Italia, will der neunmalige Europapokalsieger das Trio verpflichten, sofern Ralf Rangnick in der nächsten Saison neuer Trainer und Sportdirektor in Mailand wird.

Offensivspieler Rashica kann die abstiegsgefährdeten Bremer in diesem Sommer durch eine Ausstiegsklausel verlassen. Die Ablöse für den Kosovaren, dessen heißestes Transferziel schon seit Monaten RB Leipzig sein soll, beträgt 16 Millionen Euro.

Leipzigs Verteidiger Upamecano wird ebenfalls von zahlreichen Vereinen wie dem FC Bayern München und dem FC Arsenal umworben. Der tschechische Angreifer Schick ist von AS Rom derzeit an RB ausgeliehen und wünscht sich einen Verbleib in Sachsen.
Die Mailänder wollen daher abwarten, ob sich die Vereine zunächst auf einen endgültigen Wechsel des 24-Jährigen einigen.

Wunsch und Wirklichkeit gehen bei der Personalplanung Mailands somit noch sehr weit auseinander. Ob Rangnicks Einfluss daran zukünftig etwas ändern können wird, ist offen.

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Top News 3: Matthäus prophezeit Kohfeldt-Aus!

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Foto: imago images / Neis / Eibner / Pool

Lothar Matthäus geht davon aus, dass Cheftrainer Florian Kohfeldt Werder Bremen im Sommer verlassen wird.
Unabhängig davon, ob die Norddeutschen den ersten Abstieg in 40 Jahren doch noch in letzter Minute verhindern können.

Laut seiner Sky-Kolumne erwarte Matthäus, ohne Unruhe verbreiten zu wollen, einen „Abschied von Florian Kohfeldt am Ende der Saison. Schafft er das Unmögliche und rettet die Grün-Weißen, dann dürfte er gehen, weil es schwer vorstellbar ist, dass er noch mal die Energie aufbringt, um eventuell noch so eine Saison zu erleben“, analysierte der deutsche Rekord-Nationalspieler.

Nach einer Niederlage gegen Mainz 05 steht Bremen auf dem vorletzten Tabellenplatz und dem zweiten Abstieg in ihrer Bundesliga-Geschichte.

„Sollte der Club absteigen, sehe ich die Trennung sogar noch deutlicher als ohnehin. Die Spieler und der Trainer haben dann in den allermeisten Fällen einen kompletten Neubeginn nötig“, erklärte Matthäus und glaubt stattdessen an Kohfeldts Zukunft bei einem anderen Bundesligaverein. Der Trainer habe Werder einen attraktiven und sehr ansehnlichen Fußball spielen lassen: „Er ist ein guter Typ, kann sich hervorragend verkaufen und hat eine sehr gute Ausstrahlung.“

Die Abstiegssituation sei durch die Fehleinschätzung Bremens, welche Spieler für die aktuelle Saison tatsächlich benötigt worden wären, entstanden. „Der Erfolg der Vorsaison hat dazu geführt, dass man keine Profis verpflichtet hat, die nun in der Lage sind zu kämpfen, den Abstiegskampf so anzunehmen, wie es nötig ist“, so Matthäus.

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