Neustart in Italien: Juve erreicht Pokalfinale!


Top-Duell war gespickt mit fünf ehemaligen Bundesliga-Profis

Juventus Turin und Cristiano Ronaldo stehen in Italiens Pokalfinale. 0:0 endete das Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia gegen den AC Mailand. Das Hinspiel (damals noch mit Zuschauern) ging 1:1 aus.

Das Top-Duell am Freitagabend war mit fünf ehemaligen Bundesliga Profis gespickt. Juve startete mit dem Ex-Bayern Stürmer Douglas Costa. Weltmeister Sami Khedira kam ab der 64. Minute ins Spiel. Es war sein erstes Pflichtspiel seit Ende November.

Auf Seiten der Mailänder begannen der ehemalige Wolfsburger Simon Kjaer, der ehemalige Frankfurter Ante Rebic und Hakan Calhanoglu. Der Mittelfeld-Stratege spielte zuvor in Leverkusen und beim HSV.

Schwedens Altstar Zlatan Ibrahimovic fehlte Milan wegen einer Gelbsperre. Nach einer Viertelstunde schoss Weltstar Cristiano Ronaldo einen Strafstoß nur an den Pfosten. Knackpunkt der Begegnung: eine Minute später sah Ante Rebic (AC Mailand) die Rote Karte, nach einem brutalen Kung-Fu-Tritt.

Die Überzahl spielte Juventus fortan in die Karten. Die ‘Alte Dame’ tat nicht mehr als unbedingt nötig. Wenig Spielfluss, verständlich nach der dreimonatigen Corona-Pause. Die besten Torchancen erspielte sich Juve, vergab sie jedoch allesamt.

Das Endspiel wird bereits am kommenden Mittwoch in Rom ausgetragen. Juves Gegner wird zuvor am Samstag (20.45 Uhr, live bei DAZN) ermittelt. Der favorisierte SSC Neapel trifft auf Inter Mailand, gewann das Hinspiel in der Lombardei bereits mit 1:0.

Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) steht in Italiens Fußball im nationalen Pokalfinale. 0:0 im Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia im eigenen Stadion gegen den AC Mailand
Cristiano Ronaldo (Juventus Turin). Foto: imago images / Federico Tardito / Insidefoto

Ende einer Ära: Dr. Müller-Wohlfahrt hört beim FC Bayern auf

Ende einer Ära: Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hört nun auch als Vereinsarzt beim FC Bayern München auf.
Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Foto: imago images / Chai v.d. Laage

Der Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hört nun auch als Vereinsarzt beim FC Bayern München auf und beendet seine Karriere. Am 30. Juni 2020 ist der bei allen Spieler-Generationen äußerst beliebte Doc Geschichte.

Der 77-Jährige prägte eine lange Ära: Mehr als 20 Jahre hatte er bei der Nationalmannschaft gearbeitet. Beim DFB-Team war er bis 2018 tätig, danach weiterhin beim deutschen Rekordmeister. Der Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin war somit über 40 Jahre lang der Mannschaftsarzt des FC Bayern.

Zwei kurze Unterbrechungen gab es nur in den jeweiligen Zeiträumen der Cheftrainer Jürgen Klinsmann und Pep Guardiola, die “Mull” wegen Dissonanzen absetzten.

„Die Erlebnisse, die wir hier gemeinsam hatten, die Erfolge, die wir zusammen gefeiert haben und vor allem die Menschen, die ich in diesem Verein kennengelernt habe, haben mein Leben nachhaltig geprägt“, zitiert eine Vereinsmitteilung den weltbekannten Sportmediziner Dr. Müller-Wohlfahrt.

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2. Liga: HSV ist spielerisch klar überlegen, aber Siege fallen schwer

Der Hamburger SV ist in der 2. Bundesliga fast allen anderen Teams spielerisch und technisch klar überlegen. Dennoch fallen dem Traditionsverein und langjährigem Bundesliga-Dino Siege schwer.

Vor allem seit dem Neustart: Dreimal kassierte man entscheidende Gegentreffer in der Nachspielzeit. Vor allem im wichtigsten Spiel beim VfB Stuttgart versagten den Hanseaten die Nerven: 2:3 nach 2:0-Führung. Das niederländische Innenverteidiger-Duo Timo Letschert und Rick van Drongelen war zuletzt an vielen Gegentoren mitschuldig.

Zittersiege gab es gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden und am Freitag Abend beim Tabellenletzten Dynamo Dresden. 1:0 (0:0) siegte der HSV dank eines späten Treffers von Joel Pohjanpalo, herausragend vorbereitet wieder einmal von Tim Leibold. Seine 19. Torvorlage in dieser Saison – Rekord!

Pohjanpalo erzielte sein achtes Saisontor im elften Spiel und brachte die Erlösung. Der aus Leverkusen ausgeliehene Finne hat sogar eine ähnlich gute Torquote wie Bayern-Mittelstürmer Robert Lewandowski, der 30 Mal in 30 Spielen knipste.

HSV-Sturmkollege Martin Harnik vergab in Dresden fünf Top-Chancen, davon vier in der ersten Halbzeit. Dort war der HSV besonders dominant, wies 70 % Ballbesitz, 89% Passquote und 11:4 Torschüsse auf.

Harnik (früherer Spitzname: „Chancentod“), sagte nach der Partie erleichtert bei sky: „Wir haben uns lange Zeit schwergetan. Aber angesichts der Spielverläufe, die wir zuletzt hatten, war es beeindruckend, dass wir die Nerven nicht verloren und noch gewonnen haben.“

Zuvor gab es in den letzten 13 Auswärtsspielen nur einen Sieg. Und zum ersten Mal seit 14 Auswärtspartien ließen die Hanseaten nun keinen Gegentreffer zu. Die Bundesliga-Rückkehr der Elf von Trainer Dieter Hecking ist nach zwei Jahren in der 2. Liga nun wieder deutlicher in Reichweite.

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