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Jogi Löws Zukunft offen: Bundestrainer noch immer angezählt

Obwohl sich der DFB nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien hinter Jogi Löw stellten, scheint sein Posten als Bundestrainer nicht sicher zu sein.

Löw, DFB

Die vorzeitige Entlassung von Bundestrainer Joachim Löw ist offenbar doch noch nicht vom Tisch.

Trotz des öffentlichen Vertrauensbekenntnisses des DFB habe ich Präsident Fritz Keller, laut Bild-Zeitung, in seiner Pressemitteilung “ein Hintertürchen” offengelassen, um die Trennung notfalls doch noch durchführen zu können.
Keller nannte den Bundestrainer nicht beim Namen, sondern sprach lediglich von einem “Umbruch mit vielen neuen und jungen Spielern mit Perspektive.“

Stattdessen wolle der Verbandschef die Thematik im Rahmen einer am heutigen Freitag stattfindenden Telefonkonferenz noch einmal besprechen.

Keller hatte Löw aber bereits ermahnt, die herbe Niederlage von Sevilla “gründlich“ zu analysieren und „die nötigen Folgerungen daraus“ zu ziehen.
Somit arbeitet der angezählte Bundestrainer aktuell nur noch auf Bewährung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt. Der 60-Jährige habe noch lange keinen “Freifahrtschein” zur Europameisterschaft im kommenden Jahr.

Der Kicker berichtet derweil davon, dass der DFB Löw und seinem Trainerstab zunächst bis zur nächsten Präsidiumssitzung am 4. Dezember Zeit gegeben hat, um eine erste Schadensanalyse vorzulegen.
Was danach passiert ist unklar, wobei ein Rauswurf des Weltmeister-Trainers von 2014 nach wie vor sehr unwahrscheinlich ist.
Denn trotz der öffentlichen Kritik stand die DFB-Spitze nach dem Länderspiel-Desaster gegen Spanien geschlossen hinter dem Cheftrainer.

Zunächst wird Löw also am 7. Dezember wie geplant die deutschen Lose der WM-Qualifikation kommentieren, bevor er in eine längere Pause verschwindet.
Erst im März 2021 steht die Nominierung des neuen Länderspielkaders an, so dass der Druck bis zu Löws nächsten öffentlichen Auftritt etwas nachlassen wird.

Ein Erlöschen der Endlos-Debatte um die Rückkehr der Altstars Thomas Müller und Co. ist derweil nicht zu erwarten.

Der Bundestrainer muss seine Zeit im Homeoffice nun nutzen, um sich auf die Suche nach neuen Anführern zu begeben und ein tragfähiges Defensivkonzept ausarbeiten.
Zumindest, sofern der DFB seinem Cheftrainer nicht doch noch kurzfristig das Vertrauen entzieht.


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