Bundesliga: So gratuliert Klopp Bayern-Star Robert Lewandowski – Stürmer als Problembär


„Fußballer des Jahres“: So gratulierte Erfolgscoach Jürgen Klopp Bayern-Star Robert Lewandowski

Robert Lewandowski ist mit 32 Jahren auf dem Gipfel angekommen. „Triple!“-Sieger mit dem FC Bayern München, Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga mit gigantischen 34 Treffern. Seit Sonntag ist der polnische Stürmerstar auch „Fußballer des Jahres“ in Deutschland. Eine verdiente Auszeichnung – inklusive Gratulation vom „Lewy“-Erfinder.

Es war Jürgen Klopp (53), der Robert Lewandowski 2010 für Borussia Dortmund und die Bundesliga entdeckte. Als Torschützenkönig der polnischen Ekstraklasa hatte der Mittelstürmer von Lech Posen mit 18 Treffern auf sich aufmerksam gemacht.

Mit Jakub „Kuba“ Blaszczykowski, Lewandowskis Rivale in der polnischen Nationalmannschaft, und Lukasz „Piszczo“ Piszczek hatte die Borussia bereits 2 Spieler aus Polen unter Vertrag. Klopp setzte Lewandowski, der in Dortmund einen 4-Jahres-Vertrag unterschrieb, direkt am ersten Spieltag 2010/2011 ein – noch ohne Erfolg. Am 1. Spieltag gab’s ein 0:2 gegen Bayer Leverkusen. Dass der BVB am Ende dieser Saison als Deutscher Meister grüßen würde, ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal die größten Optimisten in Schwarz-Gelb. Aber: Lewandowski war unter Klopp auf Anhieb erfolgreich und wurde in der Folge-Saison zum Stoßstürmer Nr. 1 beim BVB. Der brave, zuverlässige Pole mutierte zum Platzhirsch und zwang „La Pantera“, Lucas Barrios, den eigentlichen Neuner im Sturm der Borussia, zur Flucht nach China. 22 Lewandowski-Tore in der Bundesliga und 3 im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München (5:2) waren ein Faktor bei Dortmunds historischem „Double“-Erfolg 2012. Dass Dortmund 2013 bis ins Champions-League-Finale marschierte, war auch das Verdienst von Lewandowski. Allein im Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid (4:1) erzielte er alle 4 Dortmunder Tore.

2014 wechselte Lewandowski ablösefrei vom BVB zum FC Bayern. Ein Transfer, der die Bundesliga polarisierte, wie kaum ein anderer seit 1990, aber „Lewangoalski“ veredelte dort seine Karriere. wurde 6-mal in Folge Meister mit den Bayern.

Am vergangenen Sonntag wählten die deutschen Sportjournalisten Lewandowski mit 276 Stimmen und damit mit mehr als 220 Abstimmungen Vorsprung vor seinem Münchner Teamkollegen Thomas Müller (54) zum „Fußballer des Jahres“ 2020 in Deutschland. Zum 23. Mal erhielt ein Spieler des FC Bayern die seit 1960 vergebene Auszeichnung. 6-mal waren Profis von Borussia Mönchengladbach die besten in Deutschland. 5-mal durfte sich ein Akteur von Borussia Dortmund und vom 1. FC Köln „Fußballer des Jahres“ nennen. Robert Lewandowski ist der Pole respektive der erste Osteuropäer, dem diese Auszeichnung zukommt. Erster ausländischer Spieler, der sich „Fußballer des Jahres“ nennen durfte, war der Brasilianer Ailton von „Double“-Sieger Werder Bremen (2004).

„Ich bin sehr stolz darauf, umso mehr, als die Erwartungen an mich immer höher werden und ich in jedem Jahr versuche, sie noch zu übertreffen“, sagte Robert Lewandowski in einem Kicker-Interview (Montagausgabe) über diese Ehrung. Der Titelträger weiter: „Das Niveau ist so hoch, dass 25 Tore pro Saison als normal gelten. Ich habe hart gearbeitet für meine Leistung und die der gesamten Mannschaft, die dann super gespielt hat, national wie international.“

Die Fußball-Prominenz würdigt diese tolle Leistung im Kicker mit einer Gratulationscour. Auch Jürgen Klopp. „Fußballer des Jahres wird man nicht einfach so“, schrieb Klopp seinem ehemaligen Schützling, „dafür muss man schon Fußballer sein… Und was für ein großartiger Fußballer du bist, Wahnsinn! Ich hatte das große Glück, dich als Trainer eine Weile auf deinem Weg begleiten zu dürfen. Es war mir eine Ehre. Herzlichst, Dein Jürgen Klopp.“ Nothing more to say!

Jürgen Klopp Robert Lewandowski FC Bayern München FC Liverpool 1:3
Jürgen Klopp (r.) und Robert Lewandowski nach dem CL-Achtelfinale 2019. Foto: Imago Images / Sven Simon

Top-News 2: Robin Gosens – Der unbekannte deutsche Nationalspieler

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Robin Gosens von Atalanta Bergamo. Copyright: imago images / AFLOSPORT

Er ist Legionär, er mischte mit Atalanta Bergamo die Champions League auf. Seit Montag gehört er zum Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Robin Gosens (26) könnte in den beiden Länderspielen gegen Spanien und in der Schweiz zu seinem Debüt kommen.

Der Mann aus Bergamo ist einer von nur 3 Neulingen, die Bundestrainer Joachim Löw (60) für die ersten Länderspiele im neuen Spieljahr nominiert hat. Dazu kommen auch der Hoffenheimer Torhüter Oliver Baumann (30) und Florian Neuhaus (23) von Borussia Mönchengladbach.

Gosens könnte auf der linken Defensivseite zum Zug kommen, wo mit Jonas Hector vom 1. FC Köln und Nico Schulz von Borussia Dortmund eigentlich kein Kandidat restlos zu überzeugen wusste. Marcel Halstenberg (RB Leipzig) ist nach dem CL-Halbfinale noch nicht wieder in die Vorbereitung eingestiegen. Vor 4 Wochen, berichtet Gosens dem Kicker-Sportmagazin (Montag), habe er eine SMS von Löw erhalten. „Darin schrieb er, dass er sich gern mit mir unterhalten würde“, verrät Gosens im Interview. Löw habe ihn zudem gefragt, ob er sich vorstellen könnte in der Nationalmannschaft zu spielen. Gosens: „Da habe ich natürlich nicht Nein gesagt!“

Warum auch? Für den in Deutschland bis zur Corona-Pause und den schlimmen Pandemie-Zahlen in Italien, insbesondere in Bergamo weitgehend unbekannten Legionär erfüllt sich damit ein Fußballertraum. „Ein Einsatz in der Nationalmannschaft wäre das Allergrößte“, sagt Gosens, der mit Bergamo hinter Manchester City Zweiter in der Gruppe C geworden und mit dem Team aus Italien bis ins CL-Viertelfinale vorgestoßen war.

Robin Gosens wäre nicht der erste Nationalspieler, der unter Löw quasi aus dem Nichts kommt. Auch Shkodran Mustafi (jetzt FC Arsenal) kam als Italien-Legionär 2014 unverhofft zu Länderspiel-Ehren – und wurde mit Deutschland Weltmeister, ohne ein einziges Bundesliga-Spiel bestritten zu haben. Vor seinem Wechsel nach Bergamo spielte Robin Gosens für Vitesse Arnheim und Heracles Almelo in den Niederlanden. Wenn er debütiert, dann tut er dies ohne einen Einsatz in der deutschen Fußball-Eliteliga. Er hätte auch die Chance gehabt, in der niederländischen „Elftal“ um einen der begehrten Plätze zu spielen. Gosens besitzt die niederländische Staatsbürgerschaft. „Ich habe mit dem Bondscoach, der jetzt kein Bondscoach mehr ist, gesprochen, das war kurz vor dem Gespräch mit Herrn Löw“, so Gosens.

„Ronald Koeman“, erklärt er, „hat versucht, mich von den Niederlanden zu überzeugen. Ich hatte also tatsächlich die Wahl zwischen Deutschland und Holland, was für mich eigentlich undenkbar war.“ Der Bergamo-Profi entschied sich für Deutschland – und zwar aus einem ganz simplen Grund. Gosens: „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und ich fühle mich einfach deutsch.“

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Top-News 3: 2. Liga – Karlsruher SC will den Problemstürmer los werden!

1. FC Kaiserslautern Trainerentlassung
Der 1. FC Kaiserslautern ist vom Meister zum Abstiegs-Kandidaten in der 3. Liga geworden. Foto: Imago Images

Vor nicht allzu langer Zeit galt Marvin Pourié (29) als Transfer-Hotspot in der 2. Liga. Der Stürmer, der den Karlsruher SC 2019 zurück ins „Unterhaus“ geballert hatte, war begehrt. Jetzt ist er ein Problembär.

Der nach der Corona-Pandemie klamme Ex-Bundesligist hat Pourié an den Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga ausgeliehen – und guckt im wahrsten Sinne mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Die finanziell gebeutelten Pfälzer zahlen für Pourié weder eine Leihgebühr, noch übernehmen sie sein fürstliches Gehalt von 400.00 Euro (ohne Prämien). Ob der Torjäger beim FCK zu alter Form zurückfindet, ist fraglich.

Karlsruhe hatte den Angreifer, auf den Eintracht Frankfurt schon 2013 ein Auge geworfen hatte, 2018 von Randers aus Dänemark geholt. Im Drittliga-Aufstiegsjahr 2018/2019 erzielte Pourié 22 Tore für den KSC. Obwohl ihm sein damaliger Berater Miki Miljak dringend von einem Wechsel abriet, wollte Pourié die Badener verlassen. „Er hat sich von Dritten beeinflussen lassen“, kritisiert Miljak in BILD, „einen besser zu ihm passenden Verein als den KSC mit einem besseren Trainer und Sportdirektor wird er nicht mehr finden.“

Pourié wollte weg, erzielte nur 2 Tore in 16 Zweitligaspielen, nahm im Januar 2020 einen Gang in die 3. Liga, zu Eintracht Braunschweig, in Kauf. In 16 Spielen steuerte er allerdings nur 2 Tore zur Zweitliga-Rückkehr der „Löwen“ bei. Nach Leih-Ende kehrte er nach Karlsruhe zurück, um das nächste Leihgeschäft einzugehen. Beim UEFA-Cup-Halbfinalisten von 1994 hat Pourié noch einen Vertrag bis 2022.

Pourié wollte weg, erzielte nur 2 Tore in 16 Zweitligaspielen, nahm im Januar 2020 einen Gang in die 3. Liga, zu Eintracht Braunschweig, in Kauf. In 16 Spielen steuerte er allerdings nur 2 Tore zur Zweitliga-Rückkehr der „Löwen“ bei. Nach Leih-Ende kehrte er nach Karlsruhe zurück, um das nächste Leihgeschäft einzugehen. Beim UEFA-Cup-Halbfinalisten von 1994 hat Pourié noch einen Vertrag bis 2022. Aussitzen wäre für den KSC fatal. Aber: Ein Wechsel bahnt sich nach 2021 eher nicht an. Dass man den in Ungnade gefallenen Torjäger gerne los wäre, wird aus einem Statement von KSC-Trainer Christian Eichner deutlich. „Sollte Marvin gehen, wäre das eine Lösung der aktuell nicht idealen Situation“, wird Eichner in regionalen Medien zitiert. Anders: Für uns ist es besser, wenn er eher heute als morgen geht…

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