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„Fußballer Europas“: Viel Lob für Bayerns Robert Lewandowski – Tuchel bei PSG unter Beschuss

Ligalive am ABEND: Robert Lewandowski Superstar – Englands Legenden Lineker, Ferdinand und Reporter-Original Radnedge preisen den Bayern-Profi und ,,Fußballer Europas”. Indes spitzt sich bei PSG der Machtkampf zwischen Trainer Thomas Tuchel und Sportdirektor Leonardo zu. Liverpools erster Klopp-Transfer Marko Grujic steht vor einer erneuten Leihe zu einem Bundesliga-Klub.

Robert Lewandowski FC Bayern Hertha BSC 4:3

Top-News 1: „Fußballer Europas“ – So verneigen sich 2 England-Legenden vor Bayerns Robert Lewandowski

Die Lewandowski-Show geht weiter – und dieses Votum war eindeutig. Mit 477 Stimmen wurde Bayern Münchens Superstar Robert Lewandowski (32) in der vergangenen Woche zu „Europas Fußballer des Jahres“ 2020 gewählt.

Der polnische Nationalspieler lag damit deutlich vor dem früheren Bundesliga-Profi Kevin de Bruyne (29) von Manchester City. Der Belgier kam auf 90 Stimmen. Lewandowskis Münchner Mitspieler Manuel Neuer (34) sahen 66 Abstimmende vorn.

Das Kicker-Sportmagazin hat in seiner aktuellen Ausgabe am Montag auf seine Weise gratuliert. 5 Korrespondenten der 5 europäischen Top-Fußball-Ländern, England, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, verfassten ein Statement.

Aus England meldete sich der legendäre Kicker-Kolumnist Keir Radnedge – auch ein langjähriger Freund der Ligalive.net-Redaktion – zu Wort. Mehr kannst du als Kassenpatient eigentlich nicht erwarten. „Robert Lewandowski wird in Fußball-England von ganzem Herzen bewundert“, schrieb Radnedge, „für seinen Ehrgeiz, seine hinlänglich bekannten fußballerischen Fähigkeiten und seinen professionellen Fokus auf seinen Beruf.“

Die Sympathie der Briten für den Polen, so vermutet Radnedge, „mag darin begründet sein, dass Lewandowski als ein sehr englischer Spieler gilt, wegen seiner Rolle auf dem Platz und seines Spielstils. Möglicherweise wird er unterschätzt.“

Oder: Die Premier League hatte nicht genügend Strahlkraft für „Lewy“. Wie der Torjäger des FC Bayern in einem Interview mit der Zeitung Daily Mail berichtete, stand er 2012 vor einem Wechsel zu Manchester United. „Es ist schwer zu sagen, wie nahe ein Transfer tatsächlich war”, erzählt Robert Lewandowski, „denn bei Manchester United muss jedes Jahr etwas passieren.” Konkret erinnert sich Lewandowski im Februar 2020 in der Daily Mail an ein Telefonat mit ManUnited-Trainerlegende Sir Alex Ferguson: „Ich konnte sogar seinen starken schottischen Akzent verstehen, es war nicht so schlecht. 2 Jahre später habe ich noch einmal mit ihm in Dortmund gesprochen, ich war wirklich sehr daran interessiert, zu Manchester United zu wechseln.“ Wie wir heute wissen: Er war mehr an einem Transfer zu Bayern München interessiert…Auch England-Legende Rio Ferdinand ist voll des Lobes für den Bayern-Profi: „Er ist der Spieler, der Marco van Basten am nächsten kommt.“ Gary Lineker, England-Idol und WM-Torschützenkönig von 1986: „Lewandowski ist derzeit der beste Spieler auf dem Planeten.“ Planet Lewandowski, mehr Lob geht nicht.Der Machtkampf in Paris spitzt sich zu. Trainer Thomas Tuchel schießt gegen PSG-Sportdirektor Leonardo. Beim französischen Hauptstadtklub ist nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen die Bayern (0:1) und der Corona-Krise nichts mehr, wie es war.

Das glaubst du alles gar nicht! Ein 6:1 (2:0) am Freitagabend im Ligue-1-Spiel gegen Angers konnte bei PSG die Wogen nicht glätten. 4. Saisonsieg, Sprung auf Platz 4 – alles unwichtig. In Paris tobt ein Machtkampf zwischen Trainer Thomas Tuchel (47) und Sportdirektor Leonardo (51).

Tuchel hatte Ende der Woche und vor der souveränen Vorstellung gegen Angers – unter anderem mit Weltmeister Julian Draxler zum 4. Mal in Folge in der Startelf – die Transferpolitik bei PSG kritisiert. Mit Thomas Meunier (Borussia Dortmund), Edinson Cavani (steht unmittelbar vor dem Wechsel zu Manchester United), Thiago Silva (FC Chelsea) und Eric Maxim Choupo-Moting (FC Bayern) hatte der CL-Finalist viel Substanz verloren.

Die meisten dieser Spieler verlor Paris ablösefrei. Das ist auch für den aus Katar finanzierten Hauptstadtklub nicht alles so einfach. Auf der Haben-Seite standen nämlich nur 5 Mio. Euro. Neuverpflichtungen waren rar. Der nach Leih-Ende für 50 Mio. Euro fest von Inter Mailand verpflichtete Mauro Icardi gehört zu den wenigen prominenten Neuzugängen bei PSG. Moise Kean kommt zwar vom FC Everton, aber nur auf Leihbasis.

Den verbalen Angriff von Tuchel wollte Leonardo nun nicht auf sich sitzen lassen. „Das hat mir persönlich nicht gefallen – und dem Klub auch nicht“, giftete der Brasilianer, der 1994 mit der „Selecao“ Weltmeister war. Dass Tuchels 2021 auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, gilt in Paris als offenes Geheimnis. Mit Massimiliano Allegri (53) soll sogar schon ein Wunschkandidat als Nachfolger feststehen.

Leonardo rät dem deutschen Coach deshalb: „Wenn einer unzufrieden ist, sollte man darüber sprechen. Möchte er bleiben, dann muss er die Personalpolitik und die internen Klubregeln respektieren.“ Seit gut einer Woche sprechen die beiden Streithähne nicht mehr miteinander. Der PSG-Sportdirektor beharrt allerdings auf seinem Standpunkt. „Wir haben Thomas Tuchels Aussagen nicht goutiert“, so Leonardo.Marko Grujic war im Januar 2016 der erste Spieler, den Jürgen Klopp (53) als Trainer zum FC Liverpool geholt hat. Der Serbe spielte zuletzt auf Leihbasis bei Hertha BSC, ist jetzt wieder zurück in Anfield – und wohl doch bald wieder weg.

Der Serbe könnte seine 3. Leih-Saison in Folge antreten. War der 24-Jährige zuvor 2 Jahre in Berlin, so buhlt nun Werder Bremen um seine Dienste. Wie BILD (Montagsausgabe) berichtet, haben sich die Hanseaten über ein Leihgeschäft mit dem FC Liverpool geeinigt.

Marko Grujic soll demnach für eine weitere Saison in die Bundesliga gehen und dort bei Werder Bremen helfen, den abgewanderten Davy Klaassen (27) zu ersetzen. Der Niederländer kehrt für 11 Mio. Euro zu Ajax Amsterdam zurück.In dieser Saison hatte Jürgen Klopp, der Grujic am 6. Januar 2016 von Roter Stern Belgrad holte, lediglich 2-mal eingesetzt. Der Mittelfeldspieler kam in den beiden Ligapokal-Spielen bei Lincoln City (7:2) und gegen den FC Arsenal (4:5 n. E.) zum Zug. Gegen das Team aus der drittklassigen Football League One gelang ihm sein bisher einziger Pflichtspieltreffer für Liverpool.


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