Transfers: Bayer Leverkusen droht Ausverkauf – BVB verpatzt Test


Bayer Leverkusens schwieriger Transfer-Sommer: Havertz wohl weg – jetzt auch Kevin Volland?

Der Alpha-Kevin von Bayer Leverkusen steht vor dem Absprung! Kevin Volland (28) könnte mit einem Transfer zur AS Monaco den letzten großen Deal seiner Profi-Karriere machen. Geht der Stürmer ins Fürstentum, droht Bayer 04 der Verlust eines weiteren Leistungsträgers.

Kai Havertz (21) und Lucas Alario (27) haben ihre Wechselabsichten bereits formuliert. Nun könnte Volland nachziehen. Wie BILD (Donnerstag) berichtet, steht der Stürmer vor einer Einigung mit AS Monaco. Bei den Monegassen hat seit Saisonbeginn Ex-Bayern- und Frankfurt-Trainer Niko Kovac (48) das Sagen.

Die Ablöse für Volland, der bei Bayer 04 noch einen Vertrag bis zum Saisonende 2020/2021 hat, soll zwischen 25 und 30 Mio. Euro liegen. Damit wäre Volland nach Heung-Min Son (Tottenham Hotspur, 2016) Julian Brandt (BVB, 2019) und Bernd Leno (Arsenal, 2018) der teuerste Abgang in der Klubgeschichte der Rheinländer. Für Brandt zahlte Borussia Dortmund 25 Mio. Euro. Arsenal ließ sich die Dienste von Torhüter Leno ebenfalls 25 Mio. Euro kosten. Die vereinsinterne Rekordsumme kam ebenfalls aus London – 30 Mio. Euro legte Tottenham für den Koreaner Son hin.

„Der Deal könnte in den nächsten Tagen über die Bühne gehen“, heißt es bei SPORT1 am Donnerstag zum möglichen Volland-Wechsel. Nur in diesem Sommer kann die Bayer-Elf für Volland noch eine angemessene Ablöse erzielen. Der Marktwert des ehemaligen 1860-Stürmers wird von Transfermarkt.de auf 28 Mio. Euro geschätzt. 10-mal spielte Kevin Volland auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

War das Europa-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand das letzte Spiel von Kevin Volland für Bayer Leverkusen? Foto: Imago Images / Poolfoto.

Top-News 2: BVB nur 1:1 im Test gegen Absteiger Paderborn

Borussia Dortmund SC Paderborn 1:1
Die 1:0-Pausenführung durch Immanuel Pherai (l.) reichte Borussia Dortmund im Test gegen den SC Paderborn (1:1) nicht zum Sieg. Foto: Imago Images / Kirchner-Media

Saisoneröffnung vor nur wenigen ausgewählten Zuschauern – das ist man bei Borussia Dortmund nicht gewohnt. Vor Corona war das ein Fest für die schwarz-gelbe Familie. Am Freitag hatte es gegen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn beim 1:1 (1:0) nur den Charakter eines Trainingsspiels.

Dementsprechend agierte der BVB. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre (62) leistete sich viele Abstimmungsfehler. „Wo seid Ihr?“, entfuhr es Antreiber Emre Can einmal beim Versuch, das Spiel über die rechte Seite schnell zu machen. Der deutsche Nationalspieler fand aber keine Anspielstation. Mit dem 4. Abschluss gelang Immanuel Pherai (19) nach Vorarbeit von Ansgar Knauff das 1:0 (30.). Eine verdiente Pausenführung für die Dortmunder, auch wenn Paderborn durch Sven Michel (44.) die große Chance zum Ausgleich hatte.

Ein anderer Paderborner machte es nach 67 Minuten besser: Kai Pröger traf mit einem scharfen Schuss zum 1:1 und düpierte damit die Dortmunder, die zuvor zu fahrlässig mit ihren Tor-Gelegenheiten umgegangen waren.

Das war es dann mit der Dortmunder Herrlichkeit, der SCP verdiente sich in der 2. Halbzeit das Remis, Favre wird beim BVB noch lange am Feintuning arbeiten müssen.

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Top-News 3: So zerbrach die Ära Lionel Messi beim FC Barcelona in nur einer Saison

FC Bayern München Lionel Messi
Beim FC Bayern München wird Lionel Messi auch in Zukunft nur auf der Videowand spielen... Foto: Imago Images / Ulmer

Eine titellose Saison sorgt für das Messi-Beben in Barcelona und das Ende einer Ära.

Luis Suárez (33) steht nach 6 Jahren FC Barcelona vor dem Abschied und mit Lionel Messi verliert „Barca“ nach 15 Profi-Jahren den torgefährlichsten Spieler seiner Geschichte. Wie konnte es dazu kommen?

Es schien, als würde der Argentinier dem zu Saisonbeginn in Barcelona angekommenen Weltmeister Antoine Griezmann die Show stehlen und ihm Räume und Selbstvertrauen nehmen. Wirkliche Harmonie war das nicht!

Barcelona kam international nicht gut rein, ein 0:0 bei Borussia Dortmund am 1. Spieltag der Champions-League-Gruppenrunde war glücklich. Es dauerte bis zum 3. Spieltag (2:1 bei Slavia Prag), ehe die Fans der „Blaugrana“ das 1. Messi-Tor in der „Königsklasse“ bejubeln durften. Groß zog Messi nur gegen Borussia Dortmund (3:1) auf – 1 Tor und 2 Vorlagen zum Weiterkommen. Im für Barcelona unbedeutenden 6. Gruppenspiel bei Inter Mailand (2:1) stand er nicht im Kader. Doch auch Messis Präsenz konnte im Viertelfinale die Jahrhundert-Blamage gegen den FC Bayern München (2:8) nicht verhindern. Danach ging alles sehr schnell: Coach Setien weg, Gérard Pique bot seinen Rücktritt an, der neue Coach Ronald Koeman rasierte Suárez und Messi bat „Barca“ um die Papiere.

Dass ein Champions-League-Erfolg die Risse in der Fassade gekittet hätte, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Fakt ist: Insgesamt kam Messi 2019/2020 nur auf 3 Champions-League-Treffer. Das ist sein schlechtester Wert in diesem Wettbewerb seit 2005 und 2006 (jeweils 1 Treffer). Damals war er jedoch noch das größte Fußball-Talent der Welt und nicht der Ausnahmestürmer, der in 143 Champions-League-Spielen 115 mal für „Barca“ traf. Messis Kritik an der laxen Spielweise und an Trainer Quique Setien („Wenn wir so weiter machen, wird es schwierig, die Champions League zu gewinnen. Wenn wir um den Titel mitspielen wollen, müssen wir vieles ändern – sonst scheiden wir schon gegen Napoli aus“) blieb im Juli 2020 ungehört.

In La Liga waren 25 Messi-Tore standesgemäß, aber längst nicht überragend. Seine Top-Werte in der spanischen Liga liegen bei 50 bzw. 46 Toren aus den Spielzeiten 2011/2012 und 2012/2013. Messi fehlte Barcelona nach einer Fußverletzung in der Saison-Anfangsphase. Der FCB konnte in dieser Zeit nur 2 von 4 Spielen gewinnen. Die Corona-Pause sorgte schließlich für den großen Bruch im „Barca“-Spiel. Viele Auftritte waren zum Gähnen und das 1:2 am 37. Spieltag gegen CA Osasuna kostete die Katalanen den Titel in der Primera Division. In der spanischen Copa del Rey hatte man sich im Viertelfinale ein 0:1 gegen Athletic Bilbao gegönnt – trotz Messi.

„Andererseits ist es immer wieder Messi und oft auch nur Messi, der Barca im Spiel hält“, bilanzierte das Kicker-Sportmagazin (Montag), „der Ausnahmekönner legt weit mehr Tore auf als früher. Zumindest der aktuelle Kader kann ohne den immer öfter auch als Regisseur agierenden Argentinier nicht. Mit ihm aber oft auch nicht.“ Diese hohe Abhängigkeit vom 4-maligen Champions-League-Sieger könnte für den FC Barcelona beim Versuch, ohne Messi, aber auch ohne seinen kongenialen Sturmpartner und Vorlagen-Verwerter Luis Suárez (21 Saisontore) die größte Schwierigkeit darstellen.

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