Transfers: Kai Havertz verlässt Nationalmannschaft zu Deal mit FC Chelsea – Real droht Mega-Nachzahlung


Top-News 1: „Formalitäten vor Ort klären“ – Kai Havertz auf dem Weg von der Nationalmannschaft zu Chelsea London

Kai Havertz (21) hat das Quartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Freitag Morgen verlassen. Der Mittelfeldspieler ist auf dem Weg nach London und könnte mit dem bevorstehenden Vertragsabschluss beim FC Chelsea zum teuersten deutschen Spieler aller Zeiten werden.

Im Nations-League-Spiel gegen Spanien (1:1 / Ligalive.net berichtete) blieb der zu diesem Zeitpunkt noch bei Bayer Leverkusen gelistete Havertz in Stuttgart 90 Minuten auf der Bank.

Dass Havertz von der Länderspiel-Reise mit den beiden Nations-League-Partien gegen den Doppel-Europameister aus Spanien und die Schweiz nicht mehr unters Bayer-Kreuz zurückkehren würde, war den Leverkusenern wohl schon vorher klar. „Ich erwarte, dass er nicht mehr zurückkommt“, gab Bayer-Coach Peter Bosz (56) den Hoffnungsträger auf, „ man verhandelt schon so lange, deshalb gehe ich als Trainer davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass er nicht mehr zurückkehrt.“

Genau so war es. Um „Angelegenheiten für einen möglichen Wechsel zum Premier-League-Klub FC Chelsea“ zu erledigen, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Havertz nun am Freitag freigestellt. Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, hat diese Freigabe inzwischen bestätigt. „Wir sind dem Bundestrainer dankbar, dass Kai die Dinge nun mit unserer Unterstützung vor Ort in London klären kann“, sagte der 60-Jährige. Kai Havertz ist mit einem Marktwert von 81 Millionen Euro der wertvollste deutsche Fußballprofi. Es wird erwartet, dass ihn sein Wechsel zu den „Blues“ auch zum teuersten Deutschen aller Zeiten macht. Diese Bestmarke hält (noch) sein Nationalmannschafts-Kollege und wohl auch zukünftiger Team-Kamerad, Timo Werner (24).

Top-News 2: Chaos bei Real Madrid – Dem „Fall Bale“ folgt eine Mega-Nachzahlung für Hazard-Transfer

Eden Hazard Belgien Nationalmannschaft
Eden Hazard bei einer Pressekonferenz mit der belgischen Nationalmannschaft am 3. September 2020. Foto: Imago Images / Belga

Real Madrid will Superstar Gareth Bale (31) durch die kalte Küche verabschieden. Dass man den Tribünen-Waliser, der seinen bis 2022 in der spanischen Hauptstadt noch laufenden Vertrag unbedingt los werden will, ist verständlich. Erst recht vor dem Hintergrund der neuesten Entwicklung. Dem spanischen Rekordmeister droht eine Mega-Nachzahlung.

Im königlichen Saustall von Real Madrid hört man das böse Wort „Betrugsversuch“. Es geht um den Transfer von Linksaußen Eden Hazard (29). Der Belgier war im vergangenen Jahr für die klub-interne Rekordsumme von 115 Millionen Euro vom FC Chelsea nach Madrid gewechselt. Nun kamen Hintergründe zu dem Deal ans Licht, die Real noch teurer kommen könnten, als 2 Jahre Work-Life-Balance mit Gareth Bale.

Was war passiert? Wie die belgische Zeitung Het Laatste Nieuws am Freitag berichtet, soll der Betrugsversuch eines südkoreanischen Unternehmens die Details zum Hazard-Deal öffentlich gemacht haben. Nicht 115, sondern 160 Millionen Euro sollen dem FC Chelsea für Hazard zukommen.

Wie die spanische Sportzeitung AS am Freitag berichtete, soll die Hazard-Ablöse inklusive möglicher Bonuszahlungen in 3 Tranchen überwiesen werden. 2019 waren das 40 Mio. Euro, in diesem Sommer 56 Mio. Im kommenden Jahr sollen weitere 64 Mio. Euro gezahlt werden. Durch die 2020 gewonnene spanische Meisterschaft ist die Basis-Ablöse bereits um 15 Mio. Euro gestiegen.

Das wäre alles zu verkraften, wäre da nicht Hazards Ausbildungsklub AFC Tubize in Belgien wäre. Die Wallonen hatten den WM-Dritten von 2018 im Alter von 12 und 13 Jahren unter ihren Fittichen. Eine erste Zahlung von 200.000 Euro hat man in Belgien erhalten. Dann wurde es prekär. Wie AS unter Berufung auf die FIFA meldet, hat sich eine koreanische Firma mit dem Namen „AFC Tubize SA“ bei einer deutschen Bank als Gläubiger des finanziell angeschlagenen Vereins ausgegeben. Da Tubize zu dieser Zeit im Besitz von Investoren aus dem asiatischen Land war, habe die Bank sich daraufhin bei Real gemeldet. Die Firma wurde aber offenbar von einem südkoreanischen Anteilseigner im Zuge eines Sponsorendeals gegründet. Sie hatte aber mit dem Klub nichts zu tun. Eine juristische Schlammschlacht konnte zwar von Madrider Seite aus verhindert werden, doch um die Zahlung von 600.000 Euro zusätzlich wird man bei den „Chaos-Königlichen“ kaum herum kommen. Hazards Jugendverein spielt inzwischen in der 4. belgischen Liga.

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Top-News 3: Premier League – Donny van de Beek bei Manchester United, das 1. Interview des neuen Holland-Stars

Donny van de Beek Ajax Amsterdam RB Salzburg
Donny van de Beek (m.), verließ Ajax Amsterdam. Foto: Imago Images / Eibner Europa

Entspannt saß Donny van de Beek im Trikot von Manchester United in seinem Hotelzimmer. Das neue Gesicht der „Red Devils“ weilt im Moment bei der Nationalmannschaft der Niederlande und trifft in Gruppe A der Nations League am Freitagabend in Amsterdam auf Polen.

Ganz gemäß der „neuen Normalität“ in der Corona-Pandemie gab der 23-Mittelfeldspieler, 39 Millionen Euro teurer Neuzugang von Ajax Amsterdam, sein erstes Interview für die vereinseigenen Medien von Manchester United.

Dieser Clip liegt auch Ligalive.net vor. „Ich denke, es war die richtige Zeit, um in meiner Karriere den nächsten Schritt zu machen, ich kann es nicht erklären, aber selbst meine alten Teamkollegen haben mir gratuliert, ich kann es kaum erwarten, zu spielen“, sagte van de Beek.

Vor seinem Wechsel zum englischen Fußball-Rekordmeister habe er sich intensiv mit den niederländischen Legenden von Manchester United unterhalten. „Sie alle haben mir erklärt, wie groß dieser Verein eigentlich ist“, so der Niederländer, „und welche großartigen Erfahrungen sie mit ihm hatten.“

Robin van Persie, Ruud van Nistelrooy, Jaap Stam, diese Niederländer trugen unter anderem das Trikot der „Red Devils“. „Wer mich als Fußballspieler kennt, wer meinen Stil kennt, so glaube ich, dass das alles gut zum Klub passt“, so van de Beek, „es sind viele Spieler in meinem Alter dabei.“ Er sei mit der Premier League aufgewachsen, sagte van de Beek weiter, auch, weil es „der größte Wettbewerb der Welt“ sei. „Für Holland war ich physisch gut, aber ich will mich hier verbessern und ich will Titel mit dem Klub gewinnen“, so sein Anspruch an sich selbst in Manchester. Seit dem Saison-Abbruch in den Niederlanden durch die Corona-Pandemie im Frühjahr hat van de Beek kein Pflichtspiel mehr bestritten.

An seine erste Begegnung mit Manchester United – im Europa-League-Finale 2017 mit Ajax Amsterdam – hat van de Beek jedoch keine guten Erinnerungen. Unter der Regie des jetzt bei Bayer Leverkusen arbeitenden Trainers Peter Bosz verlor Ajax in Stockholm mit 0:2 und verpasste es, erstmals seit 1995 wieder einen Europacuptitel zu holen. „Das war nicht unser bestes Spiel, wir hatten den Sieg nicht verdient, aber so ist Fußball“, sagte der Mittelfeldspieler.

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