Bundesliga: Bayer siegt und bangt um Havertz – BVB entlässt Trainerlegende


Bundesliga: Bayer Leverkusen müht sich beim 1:0-Sieg in Freiburg

Für diesen Bosz-Dienst brauchst du starke Nerven! Bayer Leverkusen ist im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga zwar mit einem 1:0 (0:0) beim SC Freiburg wieder auf Rang 3 geklettert, doch die „Werks-Elf“ und der Sport-Club boten eine zähe Partie.

Wir können jetzt schon sagen: Wenn es um Wiederholungen von Spielen aus dieser Saison geht, ist diese Partie ganz klar auf der Streich-Liste!

Die erste Hälfte, so tor- und trostlos wie die Atmosphäre im Schwarzwald-Stadion, wo nur das Rauschen der Kühler für die elektronischen Werbebanden – das verriet der ausführende Streamingdienst Amazon Prime im Anschluss an die nicht gerade wach haltenden 90 Minuten – zu hören war. Nach 55 Minuten brach Nationalspieler Kai Havertz (19) den Bann. Aus spitzem Winkel und im Fallen traf der wertvollste deutsche Spieler der Bundesliga zum 1:0 für die Bayer-Elf.

Es war überhaupt Leverkusens erste, nennenswerte Tor-Annäherung im gesamten Spiel. Der Treffer reichte zum 10. Auswärtssieg für Bayer Leverkusen in dieser Saison, ein weiteres Tor von Julian Baumgartlinger (62.) wurde wegen Offensiv-Foul des Österreichers zurückgepfiffen. Der SC Freiburg, der unmittelbar vor der Halbzeit mit dem bis dahin einzigen Torschuss der Partie durch Lucas Höler, der frei vor Lukas Hradecky zum Abschluss kam, die Führung erzielen musste, ist seit dem Corona-Restart der Bundesliga Mitte Mai ohne Sieg.

Robin Dutt, der beide Teams in der Bundesliga trainierte, bei Amazon Prime: „Leverkusen wird sich in den nächsten Wochen wieder steigern müssen, aber dieses Ergebnis wird ihnen recht sein nach dem Rückschlag gegen Wolfsburg.“ Die Leverkusener treffen am 30. Spieltag auf den FC Bayern München. Freiburg muss wieder im Freitagsspiel ran und trifft auf Gladbach und hoffentlich wird es dann etwas kurzweiliger.

Kai Havertz SC Freiburg Bayer Leverkusen 0:1
Foto: Imago Images / Poolfoto

Top-News 2: BVB feuert Michael Skibbe zum zweiten Mal!

Michael Skibbe Borussia Dortmund
Michael Skibbe führte Borussia Dortmunds U19 zu einem 2:1-Erfolg in der UEFA Youth League gegen den FC Barcelona. Foto: Imago Images / Revierfoto
Borussia Dortmund und Michael Skibbe – Das wurde auch im 2. Versuch keine Musterehe. Der Fußball-Bundesligist trennte sich am Freitag von U19 und U23-Trainer Skibbe – etwas mehr als 20 Jahre nach seiner Demission als Cheftrainer.

Damit verlässt der 54-Jährige die Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund nach nicht einmal einem Jahr. Man habe sich verständigt, die Zusammenarbeit mit Michael Skibbe zu beenden, erklärte BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken gegenüber der Zeitung Ruhr-Nachrichten. Jetzt ginge es nur noch um die juristischen Details, so der ehemalige Jungstar des BVB weiter. Ausschlaggebend sei neben der laxen Arbeitseinstellung von Skibbe vor allem die schwer wiegende Verurteilung der Vergewaltigung gegen seinen Schwager gewiesen hieß es von BVB-Seite weiter. Diese habe „das Vertrauensverhältnis zerrüttet.“

Rückblick: Michael Skibbe war bei Borussia Dortmund zum 1. Juli 1998 Nachfolger des glücklosen Nevio Scala geworden. Eine schwere Hypothek für den Trainer-Rookie, der später zum Bundestrainer aufsteigen sollte. Skibbe führte den BVB am Ende einer wechselhaften Saison 1998/99 in die Champions League, konnte nach anfänglichen Erfolgen im Spieljahr 1999/2000 und trotz hochkarätiger Neuzugänge wie Fredi Bobic vom VfB Stuttgart oder Victor Ikpeba von AS Monaco die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Dortmund spielte nie wie ein Titelkandidat und im Februar 2000 wurde Skibbe im Anschluss an eine 0:1-Heimpleite gegen den 1. FC Kaiserslautern entlassen.

In 68 Pflichtspielen kam er mit der Borussia auf einen Punkteschnitt von 1,68 Zählern pro Partie, sein Nach-Nachfolger Udo Lattek holte in 77 Tagen als „BVB-Retter“ die gleiche Punktzahl… Mit der Dortmunder U19 sammelte der Vize-Weltmeister von 2002 in 21 Spielen 2,19 Punkte im Schnitt. Unter Skibbe wurde auch das erst 15-jährige Sturm-Juwel Youssoufa Moukoko entdeckt.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

1. FC Nürnberg FC Ingolstadt Relegation
Ex-Bayern-Star als Retter? - Ibrahimovic schlägt CR7
Pizarro, Werder Bremen
„Danke Werder Bremen!“ – Pizarro beendet Karriere nach Klassenerhalt
Norman Theuerkauf, Heidenheim
Relegations-Chaos! FCH zwischen DAZN-Problemen, Eigentor & illegalem Fanansturm
1. FC Heidenheim - Werder Bremen 2:2
Chaos-Klub trotzt Abstieg - Schelte für Ex-HSV-Star

Top-News 3: Leverkusen zittert um Hoffnungsträger Kai Havertz

Kai Havertz Bayer Leverkusen SC Freiburg
Der Schreck-Moment für Bayer Leverkusen: Kai Havertz verlässt verletzt das Schwarzwaldstadion. Foto: Imago Images / Poolfoto

Kai Havertz (19) musste am Freitagabend in der Partie SC Freiburg – Bayer Leverkusen (0:1) nach 66 Minuten verletzt ausgewechselt werden.

Vorangegangen war ein Foul von Freiburgs Roland Sallai. Havertz zog sich dabei eine Risswunde am Knie zu und verließ aus Sicherheitsgründen das Feld.

Sein Einsatz im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München könnte nach diesem Schlag aufs Knie gefährdet sein. Eine genaue Diagnose von Seiten der medizinischen Abteilung von Bayer 04 Leverkusen stand am Freitagabend noch aus.

Havertz erzielte in Freiburg sein 5. Tor seit der Corona-Pause und ist damit erfolgreichster Schütze seit dem Re-Start der Liga. Zudem stellte er in der chancenarmen Partie im Schwarzwaldstadion einen Rekord auf. Kai Havertz, der am 11. Juni 20 wird, ist damit der erste Spieler unter 21 Jahren, der mehr als 35 Bundesliga-Tore erzielt hat. Jüngster Profi, dem diese Toranzahl gelungen war, war bislang FC-Legende Dieter Müller mit damals knapp über 21 Jahren.

Ligalivenet Premium-Dienste

AKTE BUNDESLIGA

Dossiers für Lover und Hater. Triumphe, Tragödien, Erfolge und Peinlichkeiten der Bundesliga-Vereine

LIGALIVE DAILY

Der tägliche Newsletter von Ligalivenet. Kostenlos und bis 06.00 Uhr morgens im Postfach. Schlauer werden in 5 Minuten.

CLOSELOOKNET

The dossier site. Global content for global people. Top content for top subjects.