FC Bayern: Warum es die Schale erst in Wolfsburg gibt – Muss die Fußball-Legende absteigen?


FC Bayern München: Wolfsburg zum 4. – Warum es die Meisterschale nicht „dahoam“ gab

Der FC Bayern München wird am 34. Spieltag zum Deutschen Meister 2019/2020 gekürt werden – und die Meisterschale im Anschluss an die Begegnung beim VfL Wolfsburg erhalten. Das ist eigenartig.

Ein Gefühl, dass die Münchner fast schon nicht mehr kannten. Das letzte Mal, dass sie die Meistertrophäe in einem fremden Stadion, also nicht „dahoam“ im Olympiastadion bzw. seit 2005 in der Allianz Arena ausgehändigt bekamen, liegt fast 20 Jahre zurück. Nach dem dramatischsten Bundesliga-Meisterfinale aller Zeiten am 19. Mai 2001 erhielt die Mannschaft von Trainerlegende Ottmar Hitzfeld die Meisterschale in Hamburg. Der FCB entriss dem FC Schalke 04 durch ein Tor von Patrik Andersson in der Nachspielzeit zum 1:1 beim HSV doch noch die Meisterschaft.

Da die Münchner seit 2013 immer weit vor dem letzten Spieltag als Meister feststanden und im für sie erfolgreichen Meisterfinale 2019 Heimrecht gegen Eintracht Frankfurt (5:1) hatten, vollzog die DFL die Übergabe jeweils in der Allianz Arena.

In der Corona-Krise erhält Bayern die Schale nun an einem Spielort, der untrennbar mit ihrer Erfolgsgeschichte seit 2000 verbunden ist: In der Volkswagen Arena in Wolfsburg. Hier haben die Münchner schon 2003, 2008 und 2017 die Meisterschaft mit einem Auswärtssieg jeweils unter Dach und Fach gebracht. Auswärts statt „dahoam“ machen sie auch 2005 und 2006 in Kaiserslautern, 2010 und 2014 in Berlin, 2013 in Frankfurt, 2015 auf der Couch, 2016 in Ingolstadt und 2018 in Augsburg ihr vorzeitiges Meisterstück.

Aber: Warum erhielten die Münchner die verteidigte Trophäe nicht schon am letzten Samstag gegen den SC Freiburg (3:1) in der heimischen Allianz Arena? Einem SPORT BILD-Bericht zufolge, war der Deutschen Fußball Liga (DFL) das Risiko zu hoch. Die Schale, so hieß es von Seiten der DFL, solle in der Corona-Krise erst nach dem 34. Spieltag übergeben werden, wenn die Saison trotz der Coronavirus-Pandemie auch tatsächlich beendet“ sei. Wenn DFL-Geschäftsführer Christian Seifert die Schale an Bayern-Kapitän Manuel Neuer übergeben wird, dürfen sich am Samstag nur 100 Personen im Innenraum der Wolfsburger Arena aufhalten.

FC Bayern München Meister in Wolfsburg
Der FC Bayern 2017 in Wolfsburg: Dieses Mal wird es in der Volkswagen Arena die echte Meisterschale geben. Foto: Imago Images / Camera 4

Top-News 2: Real Madrid – Wesley Sneijder und das Alkoholproblem…

Arjen Robben Wesley Sneijder Real Madrid
Augen zu und durch? Die Holländer Arjen Robben und Wesley Sneijder (r.) kamen bei Real Madrid nicht klar. Foto: Imago Images / PanoramiC

Wesley Sneijder (36) gehört zu den Spielern, die bei Real Madrid durch die kalte Küche verabschiedet wurden. Der Niederländer, 2007 für 27 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zu den Madrilenen gewechselt, kam in 2 Jahren in der spanischen Hauptstadt nur auf 52 Liga-Einsätze. Sein Abschied vollzog sich geräuschlos. „Ohne Dank“, wie man in Holland sagt.

Nun packt der Vize-Weltmeister von 2010 aus. Am Freitag ist seine Biographie (De Biographie, Verlag: Eye4Sports) in den Niederlanden erschienen – und Sneijder enthüllt einige hochprozentige Details aus der Zeit bei Real Madrid.

In Madrid seien „schlimme Dinge“ passiert, verrät er vorab dem Magazin Voetbal International. Das Problem sei der Alkohol gewesen, bekennt Sneijder. Der damals 23-jährige Mittelfeldspieler kommt – nach eigener Aussage – mit dem Star-Rummel und dem Druck bei Real nicht zu Recht. Er habe „zuerst nicht bemerkt“, dass „die Wodka-Flasche mein bester Freund geworden“ sei, schreibt Sneijder.

Sneijders Trainingsleistungen und Konzentration wurden immer schlechter. „Ich belog mich selbst und sagte mir, dass alles gut lief“, so der niederländische Rekord-Weltmeister über seinen Selbstbetrug. Der Ausweg: Wesley Sneijder suchte und fand bei Inter Mailand eine neue Herausforderung. 2009/2010 und direkt nach seinem Wechsel wurde er mit den Italienern auf Anhieb Champions-League-Sieger.

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Top-News 3: Bundesliga-Finale – Muss Fußball-Legende Claudia Pizarro mit Werder absteigen?

Pizarro, Werder Bremen
Hüpft noch wie ein junges Reh und denkt nicht ans Karriereende: Werders Altmeister Claudio Pizarro! Copyright: imago images / Nordphoto

Claudio Pizarro (41) hat in seiner 21-jährigen Dienstzeit in der Fußball-Bundesliga einiges erlebt. Pokalsieg mit Werder Bremen 2009, Triple-Triumph 2013 mit dem FC Bayern München. Aber für sein 490. und letztes Bundesliga-Spiel hat der erfolgreichste ausländische Profi der Liga-Historie sicher andere Pläne…

Es könnte am Samstag ein trauriger Abschied für Claudio Pizarro werden. Der Stürmer, der schon 2010 und mit seinem 134. Tor den Brasilianer Giovane Elber (VfB Stuttgart, Bayern München, Gladbach) als erfolgreichsten ausländischen Torschützen abgelöst hat, muss aller Voraussicht nach mit Werder Bremen absteigen. Die Hanseaten brauchen im Fernduell gegen Fortuna Düsseldorf, das bei Union Berlin antritt, ein Weser-Wunder. Die Düsseldorfer liegen eine Runde vor Schluss 2 Zähler und 4 Treffer vor Bremen.

Gegen den 1. FC Köln, mit dem Pizarro 2018 abstieg, muss die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt das schaffen, was ihr zuvor in 14 Heimspielen und seit dem 1. September 2019 (3:2 gegen den FC Augsburg) nicht mehr gelang: Sie muss im Wohninvest Weserstadion ein Spiel gewinnen und das möglichst hoch.

5-mal hat Claudio Pizarro in seiner einzigartigen Karriere für Werder Bremen gespielt. „Der Fußball verdient Menschen wie ihn“, sagt sein ehemaliger Trainer beim FC Bayern München, Pep Guardiola (49) über ihn, „hoffentlich kehrt er irgendwann als Trainer zurück“. Mit dem Peruaner wird sich am Samstag eine Ikone der Bundesliga verabschieden – als Absteiger?

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