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BVB 0:1 im „Clasico“ gegen FC Bayern: „Nearly Man“ Favre vor dem Abschied?

Ligalive am MORGEN – Steht BVB-Coach Lucien Favre (62) nach dem 0:1 gegen den FC Bayern und erneut verzockter Meisterschaft vor dem ,,Aus”? Fußball-Wunder in Wiesbaden? Es gibt sie doch!

Borussia Dortmund FC Bayern München

BVB 0:1 im „Clasico“ gegen FC Bayern: „Nearly Man“ Favre vor dem Abschied?

0:1 (0:1) am Dienstagabend gegen den FC Bayern München, Meisterschaft mit 7 Punkten Rückstand bei noch 6 ausstehenden Spielen passé – Borussia Dortmund ist der große Verlierer des 28. Spieltages.

Der Treffer von Joshua Kimmich aus der 43. Minute – er überwand BVB-Keeper Roman Bürki mit einem Lupfer – bescherte Tabellenführer Bayern München den Sieg im leeren Signal Iduna Park. Die Münchner waren im entscheidenden Moment cleverer und hatten mit Nationalspieler Kimmich den Akteur, der den Unterschied ausmachte.

Beim BVB offenbarten sich – wie in den vorangegangenen 2 Spielen in der Bundesliga gegen den FC Bayer – die alten Probleme. Mangelnde Chancenauswertung, zu wenig Mut zum Risiko, kein Aufrütteln nach einem Rückstand. Dazu kam, dass Hoffnungsträger Erling Braut Haaland nach 72 Minuten mit einer Knieverletzung ausgewechselt. Für ihn kam Giovanni Reyna, der jedoch wirkungslos blieb.

Für noch mehr Verwirrung bei den geknickten Dortmundern sorgte Coach Lucien Favre (62). Der Schweizer, der nach diesem Spiel wohl weiter der der große Nearly Man der Liga bleibt – auch im 3. Versuch kann er einen Bundesligisten nicht zum Titelgewinn führen – ließ mit einem kryptischen Interview nach dem Spiel Raum für Spekulationen.„Das sagt man hier seit Monaten. Ich lese nicht die Zeitung, aber ich weiß, wie es geht. Ich werde darüber sprechen in ein paar Wochen. Ich bleibe ruhig, vertraue mir“, so beantwortete der Schweizer bei Sky die Frage, ob man mit ihm als Trainer keinen Titel gewinnen könne. Wohl eher nicht: Im letzten Jahr verzockte die Borussia unter der Regie des Monsieurs 9 Punkte Vorsprung auf die Bayern und liegt nun aussichtslose 7 Zähler zurück. Ein solcher Rückstand wurde zu diesem Zeitpunkt einer Bundesliga-Saison noch nie aufgeholt. Ein hartnäckiges Gerücht in Dortmund: Ex-Bayern- und Frankfurt-Coach Niko Kovac (48) soll ein Kandidat sein…Bayer Leverkusen hat den Patzer von Borussia Dortmund im frühen Dienstagabendspiel im „Clasico“ gegen den FC Bayern München (0:1) nicht ausnutzen können. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz ging am Dienstag im Abendspiel mit 1:4 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg unter und kann damit auch – trotz der Heimpartie gegen die Münchner in der Hinterhand – alle vagen Meisterschafts-Ambitionen abhaken.

Die Leverkusener waren nach den guten Vorstellungen nach der Corona-Zwangspause mit dem 4:1 in Bremen und dem 3:1 im kleinen rheinischen Duell bei Borussia Mönchengladbach nicht wiederzuerkennen und rutschten auf Rang 5 und damit aus den Champions-League-Rängen. Marin Pongracic (43.  / Kopfball), Maximilian Arnold (64., abgefälschter Freistoß), Renato Steffen (68.) und erneut der kroatische Junioren-Nationalspieler Pongracic (75.) trafen für die Wolfsburger, die am Samstag noch mit 0:2 gegen Dortmund unterlegen waren und damit das bislang überraschendste Ergebnis der „Corona-Spiele“ lieferten. Julian Baumgartlinger (85.) verkürzte noch für die Bayer-Elf. Fazit: Wenn ein Spieltag für die Bayern läuft, dann will man in Leverkusen offenbar auch nicht geizig sein – und schließt sich als Verlierer aus Sympathie an.

Ebenfalls nicht Schritt halten konnte Borussia Mönchengladbach. Die „Fohlen“ mühten sich zu einem mageren 0:0 bei Abstiegskandidat Werder Bremen und konnten damit 2 von 3 Spielen nach der Corona-Pause nicht gewinnen. Dank der um 2 Treffer besseren Tor-Differenz zog Gladbach allerdings wieder an Leverkusen vorbei.

Unbedingt punkten musste im Tabellenkeller Eintracht Frankfurt. Die Hessen, die die letzten 5 Spiele vor und nach dem Corona-Lockdown allesamt verloren hatten, waren vor dem Spiel gegen den SC Freiburg gehörig unter Zugzwang geraten und vergaben beim 3:3 (1:1) eine bessere Ausgangsposition für den Saison-Endspurt. Mit 5 Punkten bleibt die Hütter-Elf vor dem Abstiegs-Relegationsplatz und hat noch die Partie bei Werder Bremen in der Hinterhand, die am 3. Juni nachgeholt wird. Die „Adler“ zeigten in der leeren Commerzbank-Arena Moral. Nach Treffern von Vicenzo Grifo (28.) und André Silva (35.) deutete nach dem Wechsel und nach Toren von Bundesliga-Rekordjoker Nils Petersen (67.) und Lucas Höler (69.) alles auf die nächste Frankfurt-Pleite hin. Diese wendeten Daichi Kamada (79.) und Timothy Chandler (82.) binnen von 3 Minuten ab – 3:3 nach 1:3.Er ist der „Vater“ aller Torlos-Profis. Dennis Diekmeier (30), gestählt aus 3 erfolgreichen Relegations-Duellen mit dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV, schrieb am Dienstagabend seine eigene Geschichte um.

In seinem 353. Spiel als Fußball-Profi gelang Diekmeier, inzwischen in Diensten des SV Sandhausen, erstmals ein Tor.

Und was für ein wichtiges! Der U19-Europameister schoss die Kurpfälzer im Abstiegsduell beim SV Wehen Wiesbaden mit dem 1:0 (1:0) zum Sieg. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Diekmeier – und ließ damit sämtliche Foren für HSV-Hater überkochen. Beim HSV blieb man ob dieser Nachricht hingegen cool. „Das hat sich schon lange abgezeichnet“, hieß es im offiziellen Twitter-Kanal der Hamburger. Im Trikot des Hamburger SV hatte er am ersten Spieltag der Saison 2017/2018 gegen den FC Augsburg (1:0) in seinem 182. Bundesliga-Spiel den Torlos-Rekord von Markus Schuler egalisiert. Eine Woche später holte er sich beim 3:1 der Hanseaten in Köln den alleinigen „Torlos-Rekord.“„Endlich ist der Fluch vorbei“, jubelte Diekmeier nach seiner späten Tor-Premiere, „endlich hat ein Trainer gemerkt, dass ich bei Ecken nach vorne gehöre, sonst muss ich ja immer hinten absichern. Deshalb konnte ich auch nie ein Tor machen.“ Klingt doch logisch, oder?


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