Champions-League-Sieger! FC Bayern macht gegen PSG „Triple“ 2.0 perfekt – Ex-HSV-Star beendet Karriere


Champions-League-Finale: Die Corona-Champions – FC Bayern München holt sich den „Henkelpott“

Ein Finale auf technisch hohem Niveau – und der Sieger heißt FC Bayern München! Der deutsche Rekordmeister sicherte sich am späten Sonntagabend mit einem 1:0 (0:0) gegen Paris St.-Germain und den deutschen Trainer Thomas Tuchel zum 3. Mal die Champions League. Zuvor hatten die Münchner seit der Novellierung dieses Wettbewerbs 2001 gegen den FC Valencia und 2013 im deutschen Finale gegen Borussia Dortmund triumphiert.

Die Partie im leeren Estadio da Luz in Lissabon kam schnell in Fahrt. Nach 18 Minuten musste Manuel Neuer (34) gegen PSG-Superstar Neymar aus weniger als 5 Metern sein ganzes Können aufbieten. 4 Minuten später war es auf Bayern-Seite Robert Lewandowski, der mit einem sehenswerten Drehschuss nur den Pfosten traf und ebenfalls die Führung verpasste. Der FC Bayern mit mehr Ballbesitz, aber mit zu vielen umständlichen Aktionen. Paris, das war ein anderes Kaliber als ein vogelwild agierender FC Barcelona beim 8:2 im Viertelfinale und der tapfere Außenseiter Olympique Lyon (3:0) im Halbfinale. Paris blieb sich in der ersten Halbzeit treu und schloss zu unkonzentriert ab. Kylian Mbappé (45.) im Strafraum direkt in die Arme von Neuer, ein dankbarer Ball für den Champions-League-Sieger von 2013. Neuer hielt auch nach 70 Minuten überragend gegen Marquinhos.

Nach dem Wechsel blieb es beim gleichen Bild: Bayern mit höherer Ballbesitzquote und schließlich nach 60 Minuten mit dem erlösenden Tor. Ausgerechnet der gebürtige Pariser, ausgebildet bei PSG, traf mit einem Kopfball zum 1:0. Das 500. Tor für den FC Bayern in diesem Wettbewerb brachte die Wende. 2 Minuten später vergab Coman die Entscheidung. Thiago Silva klärte noch auf der Linie. Der Torschütze ging nach 69 Minuten für Philippe Coutinho aus dem Spiel. Die letzte Chance vergab der ehemalige Mainzer Tuchel-Schützling Eric Maxim Choupo-Moting, der nach Zuspiel von Neymar im Strafraum verzog (90. + 2). Das war’s – Die Bayern-Delegation, die bei ihrer Anfeuerung in der Schlussphase fast die Plexiglasscheiben rund um den Innenraum zerschlug, durfte befreit jubeln. Das 2. Triple für den FC Bayern München nach 2013 war perfekt und die Mannschaft von Trainer Hans-Dieter Flick hatte alle 11 Spiele gewonnen, einmalig. Glückwunsch an den FC Bayern!

„Es gibt nicht viele Geheimnisse, wir sind marschiert, wir sind füreinander marschiert und haben eine enorme Qualität“, sagte Thomas Müller nach der Partie im Sky-Interview, „in den großen Spielen war die Mentalität brutal – und dann haben wir noch Manu im Tor. Deswegen ist er die Nummer 1.“ Champions-League-Coach Hans-Dieter Flick beim Münchner Pay-TV-Sender: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, als wir im November angefangen haben, habe ich Schlagzeilen gelesen wie ,Wir haben keinen Respekt mehr vor Bayern‘, aber wir haben die letzten 10 Monate genutzt und die Mannschaft ist diesen Weg ganz konsequent gegangen, das war einfach Klasse.“ Mark van Bommel, 2010 mit Bayern im CL-Finale lobte ebenfalls: „Wenn man sieht, wie sie jubeln, wie der Staff dabei ist, dann muss man sagen: Da stimmt es!“

Es war der 6. Erfolg im insgesamt 11. Finale für den FC Bayern München im Meister-Wettbewerb respektive in der Champions League. Wie 2012 wurden die Bayern Nachfolger eines englischen Siegers (FC Chelsea, FC Liverpool), vielleicht auch das künftig ein gutes Omen… Die Final-Bilanz Deutschland gegen Frankreich lag vor dem Spiel bei 3:0 – Bayern 1996 im UEFA-Cup gegen Bordeaux und Zidane, Werder Bremen 1992 gegen die AS Monaco und erneut die Münchner 1976 gegen AS St Etienne waren die Finalpartien in allen 3 Wettbewerben. Besser wurde es für die „Grande Nation“ am Sonntag nicht…

FC Bayern München Champions League Sieger 2020
Triple 2.0 perfekt: Der FC Bayern München und Kapitän Manuel Neuer sind Champions-League-Sieger 2020. Foto: Imago Images / Poolfoto.

Top-News 2: Abseits vom Rummel – Ex-HSV-Star Dennis Aogo beendet Karriere

Dennis Aogo VfB Stuttgart Abstieg
Dennis Aogo stieg 2019 mit dem VfB Stuttgart aus der Bundesliga ab. Foto: Imago Images / Eibner

Dennis Aogo hatte mit 22 alles. Er spielte mit dem Hamburger SV 2009 um 3 Titel – DFB-Pokal, Europa League und Meisterschaft und wurde ein Jahr später von Joachim Löw in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft berufen. Nun ist der Mittelfeld-Allrounder 33 – und macht Schluss.

Am Sonntag hat der 12-malige deutsche Nationalspieler (WM-Dritter 2010) sein Karriere-Ende bekanntgegeben. Aogo spielte zuletzt bei Hannover 96. Besser gesagt: Er stand beim „HSV für Arme“ unter Vertrag. In der wechselhaften Zweitliga-Saison 2019/2020 machte er für „Die Roten“ nur noch 4 Spiele und war häufiger mit seiner glamourösen Ehefrau Ina als Gala-Gast zu sehen.

Vor seinem Wechsel nach Hannover war Aogo 2-mal vereinslos. Nach dem Bundesliga-Abstieg mit dem VfB Stuttgart (2019) stand er ebenso ohne Klub da wie nach dem Saisonende. Nun hat der U21-Europameister von 2009 seinen Rücktritt erklärt.

„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, erklärte Aogo am Sonntag, „aber die Zeit für einen Schnitt und dann auch für den nächsten Schritt ist gekommen.“ 257 Spiele absolvierte Aogo insgesamt in der Bundesliga. Als Karriere-Knick erwies sich 2013 sein Wechsel vom HSV zum FC Schalke 04. Bei den „Knappen“ halbierte sich die Zahl seiner Bundesliga-Einsätze von zuvor 131 in Hamburg auf 65 für S04. Für Stuttgart lief der gebürtige Karlsruher noch 44-mal auf.

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Top-News 3: Vor 15 Jahren – Länderspiel-Debüt von Lionel Messi für Argentinien endet im Frust

Lionel Messi 2005
Lionel Messi auf der argentinischen Bank. Foto: Imago Images / Ulmer

Lionel Messi (33) und die Deutschen! Der Superstar aus Argentinien hat im Laufe seiner Länderspielkarriere an den Anfangs- und Wendepunkten immer wieder mit Deutschland zu tun. 2006 bleibt er im WM-Viertelfinale gegen „Die Mannschaft“ nur auf der Bank. 2014 verhindert die DFB-Elf im WM-Finale seinen größten Erfolg im Nationaltrikot, 2005 bremst ihn ein anderer deutscher Protagonist aus.

Lothar Matthäus erinnert sich noch heute gern an den 17. August 2005. „Das war der kurze Auftritt in seinem 1. Länderspiel“, erzählt der Weltmeister von 1990 und damalige Nationaltrainer Ungarns dem Kicker-Sportmagazin (12. August 2020), „und ich war dabei.“

Ein Auftritt im Freundschafts-Länderspiel Ungarn – Argentinien (1:2) in Budapest, den die Statistiker mal mit 42, mal mit 44 Sekunden bemessen. Länger hat das Debüt des größten argentinischen Fußballers nach Diego Armando Maradona und Mario Alberto Kempes nämlich nicht gedauert.

Im Ferenc-Puskas-Stadion in der ungarischen Hauptstadt läuft die 63. Minute, als sich Argentiniens Nationalcoach José Pekerman entschließt, endlich den großen Hoffnungsträger des fußallverrückten südamerikanischen Landes auch in der „Albiceleste“ auflaufen zu lassen. Er wechselt den 18-jährigen Lionel Messi für Lisandro Lopez ein. Ein Moment, auf den die Fußballwelt gewartet hat!

Nach nicht einmal einer Minute ist das Messi-Debüt schon wieder zu Ende. Im Laufduell mit Ungarns Linksverteidiger Vilmos Vanczak ist Messi zu schnell für den Mann von Ujpest Budapest. Vanczak zieht am Messi-Trikot und der nur 1,70 m große Stürmer keilt zurück, trifft ihn beim Befreiungsversuch mit dem rechten Arm im Gesicht. Schiedsrichter Dr. Markus Merk (Kaiserslautern), der 2. Deutsche, der an diesem Spiel mitwirkt, zieht direkt die Rote Karte. Er hat die Aktion als Tätlichkeit gewertet und schickt Messi vom Platz. Das muss man erst einmal bringen. „Mit dem wenigen Deutsch, das ich kann, habe ich versucht, dem Schiedsrichter zu erklären, dass es Lionels Debüt war und dass ein Platzverweis auf keinen Fall gerechtfertigt war, schließlich war er ja gefoult worden“, sagt der argentinische Nationalspieler und Ex-Wolfsburg-Profi Andrés D‘ Alessandro Jahre später. Messi selbst ist fassungslos: „Was für eine Schande! Ich werde nie wieder nominiert.“

„Der Schiedsrichter hätte ihn doch verwarnen können und alles wäre in Ordnung“, ärgerte sich der spätere HSV-Spieler Juan Pablo Sorin, „wir haben in der Kabine viel mit Messi gesprochen und ihn gebeten, sich zu beruhigen. Schließlich würde er noch viele Jahre für die Nationalelf spielen können.“ Das tat er. 183-mal bislang. Aber die Deutschen blieben sein Schicksal…

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