FC Bayern: Das umstrittene Finale – Kai Havertz on Fire bei Chelsea


Top-News 1: FC Corona Bayern – Das Finale von Budapest wird zum Politikum

Das UEFA Supercup Finale zwischen dem Champions-League-Gewinner FC Bayern München und Europa-League Sieger FC Sevilla in Budapest steht weiter in der Kritik. Mit dem Einklinken von Bundestrainer Joachim Löw (60) und der Budapester Stadtväter ist die Partie am Donnerstag endgültig zum Politikum geworden.

Das Puskas Stadion in Budapest (Fassungsvermögen: 67.000) wird für dieses Spiel 20.000 Zuschauer zulassen, davon 3.000 aus München. Diese müssen sich jedoch vor der Einreise nach Ungarn und nach der Rückreise einem Corona-Test unterziehen. Ungarn gilt als Hochrisiko-Gebiet der Corona-Pandemie.

Für den europäischen Fußball-Verband (UEFA) ist das Spiel in Budapest ein Pilotprojekt zur schrittweisen Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. Geht es nach der bayerischen Landesregierung, so würde der FC Bayern, der ohnehin auf Sponsoren-Vertreter und VIP-Fans verzichtet, komplett ohne die zugelassene Anhängerschaft anreisen. „Jeder soll sich das noch mal ganz genau überlegen, ob das sinnvoll ist, denn Budapest ist ein Hochrisikogebiet“, appellierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts am Dienstag.

Der FC Bayern ist am Mittwoch nach Budapest gereist. 800 Fans haben ihre Tickets bereits vor Bekanntwerden der neuen Bestimmungen storniert. Nicht in die ungarische Hauptstadt gekommen sind auch die Journalisten der beiden ausführenden deutschen TV-Sender, Sky und DAZN. Damit, so hieß es am Mittwoch aus München, würde man „der veränderten Situation in Budapest Rechnung tragen.“ Na, dann…

In die Debatte hat sich auch der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony oder, wie man in Ungarn sagt, Karácsony-Gergely, eingeschaltet. „Hätte ich die rechtlichen Möglichkeiten, das zu entscheiden, würde ich das Match hinter geschlossenen Toren stattfinden lassen“, so der grün-liberale Politiker in der oppositionellen Tageszeitung Népszava.

Ein „mulmiges Gefühl“ hat Bundestrainer Joachim Löw hinsichtlich der Ansetzung. Es sei „grundsätzlich das falsche Signal“, so Löw bei RTL/n-tv, dass man in einem Risikogebiet so viele Zuschauer zulassen würde. Manuel Neuer indes äußerte Verständnis für die Fans, die nicht nach Budapest anreisen. „Wir sind keinem Fan böse, nehmen darauf Rücksicht“, sagte Neuer am Mittwoch in der Pressekonferenz zum Spiel. Der Weltmeister von 2014 betonte aber auch die „Wertigkeit“ der Partie. „Es gibt sicher ganz viele Mannschaften, die gern mit uns tauschen würden“, sagte der Torhüter, der schon 2013 in Prag gegen Chelsea mit den Bayern den UEFA Supercup gewann.

FC Bayern München Supercup Budapest
Der FC Bayern München spielt in Budapest unter ungünstigen Vorzeichen gegen den FC Sevilla um den UEFA Supercup. Foto: Imago Images / Sven Simon

Top News 2: Tor-Premiere im Ligacup – Kai Havertz mit Gala beim FC Chelsea

Kai Havertz FC Chelsea FC Barnsley
Kai Havertz traf im EFL-Cup gegen den FC Barnsley 3-mal für den FC Chelsea und ist endgültig in London angekommen. Foto: Imago Images / PRiME Media Images

Kai Havertz on Fire! Der Rekord-Neuzugang des FC Chelsea hat sein erstes Tor erzielt! Kai Havertz (21), mit einer Basis-Ablöse von 80 Mio. Euro teuerster Transfer in der Geschichte der „Blues“, hat im Carabao-Cup am Mittwochabend groß aufgespielt. Der ehemalige Leverkusener lieferte beim 6:0 (2:0) gegen den FC Barnsley 4 Tor-Beteiligungen.

Die Londoner setzten sich bei strömendem Regen im leeren Stadion an der Stamford Bridge gegen den Zweitligisten aus Barnsley souverän durch. Tammy Abraham (19.) nutzte eine Art Flipper-Spiel in Barnsleys Abwehr aus und traf zum 1:0.

10 Minuten später der Moment, auf den in London alle gewartet haben. Das erste Tor für den Rekordmann. Nach einem mustergültigen Angriff über die linke Seite mit Mason Mount und Abraham war Kai Havertz zur Stelle – und traf zum 2:0-Halbzeitstand. Timo Werner, 53 Mio. Euro teurer Neuzugang von RB Leipzig, blieb auf der Bank.

Havertz war in den ersten beiden Premier-League-Spielen bei Brighton & Hove Albion (3:1) und gegen den FC Liverpool (0:2) ohne Tor-Beteiligung geblieben. Nach der Pause ging die Havertz-Show an der Bridge weiter. Havertz eroberte den Ball bei Barnsleys Versuch, das Spiel schnell durchs Zentrum aufzubauen, sah Ross Barkley und der englische Nationalspieler schloss zum 3:0 (50.) ab. Abraham legte Havertz in der 55. Minute den 2. Treffer auf – 4:0.

Die Mannschaft aus Barnsley, die vom österreichischen Coach Gerhard Struber (43) betreut wird, war für Chelsea spätestens nach dem 2:0 nur noch ein Sparringspartner. Nach 65 Minuten lieferte der deutsche Nationalspieler einen Hattrick: 5:0! 3 Tore in einer Partie gelten in England als Hattrick. Er umspielte Barnsleys Keeper Brad Collins, schob überlegt ein. Es war die letzte Aktion von Kai Havertz in diesem Spiel. Er ging für Ben Chilwell, Neuzugang von Leicester City, vom Platz. Das gefiel auch Chelseas Sport-Direktor Petr Cech auf der Tribüne an der Stamford Bridge. Der legendäre Keeper hatte den Havertz-Deal Anfang September mit eingefädelt.

Weltmeister Olivier Giroud (83.) erzielte das 6:0. Mutmaßlich sein letzter Treffer für Chelsea. Wie französische Quellen berichten, soll der Stürmer die Londoner verlassen.

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Top-News 3: Fußballstar Luis Suárez: Abgang zu Atlético Madrid erpresst?

Ivan Rakitić ist einer der heutigen „Barca“-Stars. Ein Führungsspieler, der im Bild das so wichtige 1:0 im Champions-League-Finale 2015 gegen Juventus Turin erzielt.
Ivan Rakitić ist einer der heutigen „Barca“-Stars. Ein Führungsspieler, der im Bild das so wichtige 1:0 im Champions-League-Finale 2015 gegen Juventus Turin erzielt. Foto: Imago Images / Ulmer

Der beim FC Barcelona aussortierte Stürmerstar Luis Suárez (33) hat einen neuen Verein gefunden. Er wechselt von den Katalanen zu Atlético Madrid. Es ist das Ende eines Sommer-Theaters. Mit einer kleinen Erpressung…

Der Wechsel des Uruguayers zu Juventus Turin war in der vergangenen Woche gescheitert. Aufgrund eines zu spät angesetzten Italienisch-Sprachtests hätte Suárez nicht mehr für die Champions League gemeldet werden können. Im Zuge dieses Tests ermittelt nun die italienische Staatsanwaltschaft gegen den Skandalprofi. Man vermutete eine Absprache bei den Prüfungsfragen.

Wir wissen natürlich nicht, wie die „Barca“-Fans, die Cules, das finden. Aber: Luis Suárez zieht es im Herbst der Karriere nach Madrid. Leicht ist ihm der Abschied aus Barcelona trotz dieses kniffligen Wechsels nicht gefallen. Augenzeugen berichten, dass der Fußballstar sich am Mittwoch unter Tränen vom Trainingsgelände Ciutat Esportiva Joan Gamper verabschiedet hätte.

Seine Bilanz in Barcelona in 6 Jahren: „Triple“-Sieger 2015 und insgesamt 4 spanische Meisterschaften sowie 4-mal die spanische Copa del Rey. Atlético Madrid wird Luis Suárez unter Vertrag nehmen und den WM-Vierten von 2010 für gerade mal 4 Mio. Euro verpflichten. Beim Barcelona ging dem Transfer ein klubinterner Machtkampf voraus. Das berichtet die spanische Sportzeitung Marca am Mittwoch. Es war ähnlich wie beim Gerangel um Superstar Lionel Messi (33). „Barca“-Präsident Josep Maria Bartomeu wollte Suárez nicht ablösefrei ziehen lassen. Intern soll es eine „Black List“ mit Vereinen gegeben haben, zu denen Suárez auf keinen Fall gehen sollte. Es waren dies angeblich neben Real und Atlético Madrid auch Manchester City und PSG.

Das nahm Suárez nicht hin. Am Dienstag noch drohte er nach Informationen der Marca damit, eine Pressekonferenz zu geben, und Bartomeu öffentlich abzukanzeln. Danach folgte die Einigung. Wechsel erpresst, könnte man auch sagen…

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