DFB-Pokal: Der Bosz-Dienst im Finale – Leipzig kämpft um Schick-Transfer


 DFB-Pokal: Bayer kann es auch ohne Havertz – Nach 3:0 in Saarbrücken im Finale

Die größte Sensation im deutschen Fußball blieb aus – Regionalligist 1. FC Saarbrücken bekam am Dienstag im DFB-Pokal-Halbfinale von Bayer 04 Leverkusen beim 0:3 (0:2) klar die Grenzen aufgezeigt. Der Klub, der einst den Klimawandel in die Bundesliga brachte, konnte den 4. Finaleinzug der „Werks-Elf“ nach 1993, 2002 und 2009 nicht verhindern.

Im leeren Hermann-Neuberger-Stadion von Völklingen stellte Bayer Leverkusen schon nach nicht einmal 20 Minuten die Weichen auf Sieg. Zwar musste die Mannschaft von Trainer Peter Bosz (56) auf Superstar Kai Havertz (20) verzichten – doch dieser Ausfall fiel gegen nervöse Saarbrücker nicht ins Gewicht.

Moussa Diaby (11.) und Lucas Alário (19.) trafen früh gegen den Drittliga-Aufsteiger aus dem Saarland, dem man die Abstinenz des Publikums deutlich anmerkte. Nur so waren im engen Völklinger Stadion – in Saarbrücken bastelt man seit 2016 an einer neuen Arena – die Pokal-Sensationen gegen den 1. FC Köln, den KSC und Fortuna Düsseldorf möglich.

„Saarbrücken hat die 1. Halbzeit gefühlt ein bisschen weg geschenkt“, analysierte Ex-Bundesligaprofi Thomas Broich anschließend in der ARD, „es gibt nichts Schlimmeres als Spieler als das Gefühl, da wäre mehr drin gewesen.“

Die gute Anfangsphase des FCS nach dem Seitenwechsel beendete Bayer 04 jäh mit dem 0:3 durch Karim Bellarabi (58.). „Nach dem 3. Tor war Game over“, sagte FCS-Coach Lukas Kwasniok im ARD-Interview.

Damit wird der DFB-Pokal in jedem Fall eine neue Final-Paarung erleben: Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München oder Eintracht Frankfurt, die am Mittwoch aufeinandertreffen, das gab es noch nie.

FC Saarbrücken Bayer Leverkusen DFB-Pokal-Halbfinale
Foto: Imago Images / Poolfoto

Top-News 2: Jetzt wird es Schick – RB Leipzig pokert mit Roma um Stürmer

Schick, Leipzig
RB Leipzig - Benfica Lissabon: Ausgleich in der Nachspielzeit und Emil Forsberg, Patrik Schick (m.) und Konrad Laimer (r.) drehen jubelnd ab... Schick möchte auch nach der Saison gerne in Leipzig bleiben. Foto: Imago Images

Nationalspieler Timo Werner (24) ist auf dem Sprung zum FC Chelsea, nun will RB Leipzig unbedingt die Dienste von Patrik Schick über das Saisonende hinaus sichern.

Der Tscheche ist bis Saisonende von der AS Rom ausgeliehen und soll nach dem Wunsch der Leipziger Verantwortlichen bleiben.

Die „Roten Bullen“ haben im Leih-Kontrakt mit Schick eine Kaufoption, zudem war von einer Einigung bei 23 Mio. Euro Ablöse zu hören. Damit scheint man sich auf Seiten der Römer nicht zufrieden zu geben. Gianluca Petrachi, Sportdirektor der AS Rom, spekuliert auf eine höhere Ablösesumme, falls Schick zu einem anderen Klub wechseln würde.

Es wäre möglich, dass man womöglich von einem anderen Klub mehr Geld bekommen könnte, räumte Petrachi im Gespräch mit dem italienischen Transfermarkt-Experten Gianluca di Marzo, aufgezeichnet von Transfermarkt.de, ein.

Leipzig möchte neben Schick auch Manchester-City-Leihspieler Angelino halten. Dies ist nach Meinung von Coach Julian Nagelsmann allerdings „keine Selbstverständlichkeit.“ Ohne Spielerverkäufe, räumte Nagelsmann ein, könne man wenig bis gar keine Neuen verpflichten.

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Top-News 3: Große Worte von Klopp – Adam Lallana verlässt FC Liverpool

Jürgen Klopp, FC Liverpool. Foto: imago images / Alterphotos

Sein Abgang galt beim FC Liverpool schon länger als sicher. Am Dienstag hat Adam Lallana (30) Vollzug gemeldet. Der Mittelfeldspieler wird die „Reds“ zum 31. Juli 2020 verlassen – und damit 4 Wochen länger als ursprünglich geplant bleiben.

Das hat der designierte englische Fußballmeister am Dienstag mitgeteilt. Die Corona-Unterbrechung der Premier-League-Saison hat die Merseysiders zu diesem Schritt veranlasst.

Adam Lallana hat insgesamt 178 Pflichtspiele für den FC Liverpool absolviert und dabei 22 Tore erzielt und 22 Assists beigesteuert. In der derzeit nach der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison verhinderte Lallana am 20. Oktober 2019 mit seinem einzigen Tor in dieser Spielzeit die Derby-Pleite des LFC bei Manchester United (1:1).

Liverpool holte Lallana zum 1. Juli 2014 und nach der Vizemeisterschaft in der Premier League vom FC Southampton für 31 Mio. Euro. Der englische Nationalspieler stand bei Jürgen Klopp immer hoch im Kurs. Es sei ihm nicht möglich, die richtigen Worte zu finden, um die Bedeutung dieses Spielers zu erklären, sagte Klopp am Dienstag, Lallana stelle „den Klub an erste Stelle – immer“.

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