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England: Tor-Premiere für Timo Werner bei Chelsea – Ex-Bayern-Star für CL qualifiziert

Ligalive am MORGEN: Tottenham Hotspur schlägt Chelsea und Timo Werner im Ligacup im Elfmeter-Krimi. Olympiakos Piräus und Ex-Bayernstar Rafinha (35) stehen wieder in der Champions League und Borussia Dortmund muss beim FC Bayern München im Supercup wieder mit einer Pleite rechnen.

Timo Werner Tottenham Hotspur FC Chelsea

Top-News 1: Englischer Ligacup – FC Chelsea und Timo Werner verlieren Elfer-Krimi

Der FC Chelsea hat nach dem turbulenten 3:3 bei West Bromwich Albion in der Premier League nicht wieder in die Spur gefunden. Die „Blues“unterlagen am Dienstagabend im englischen Ligapokal (Carabao Cup) mit 5:5 (1:1; 1:0) im Elfmeterschießen im London-Derby bei Tottenham Hotspur.

Im leeren Tottenham Hotspur Stadium starteten die Gastgeber zunächst ohne Stürmerstar Harry Kane (27). Das machte sich bemerkbar. Die „Spurs“ waren zu harmlos in der Offensive. Ganz anders Chelsea, bei dem Kai Havertz (21) auf der Bank blieb.

Die Mannschaft von Trainer Frank „Lamps“ Lampard ging nach 19 Minuten durch Timo Werner mit 1:0 in Führung. Der deutsche Nationalspieler nutzte eine Hereingabe von rechts durch Cesar Azpilicueta und traf mit einem präzisen Schuss. Insgesamt aber eine schleppende Partie, mit ganz wenigen Torszenen für Tottenham. José Mourinho brachte Kane nach 70 Minuten für Japhet Tanganga. Nach 77 Minuten hatte Callum Hudson-Odoi frei vor Mendy die Entscheidung auf dem Fuß. Der von Bayern München umworbene Außenstürmer verzog aber klar. Diese Lässigkeit sollte sich rächen. Erik Lamela (84.) traf aus 5 Metern zum 1:1 – und brachte die „Spurs“ damit wieder ins Spiel. 1:1 nach 90 Minuten, das bedeutete: Elfmeterschießen. Im Elfer-Shootout trafen Eric Dier, den Mourinho während der Partie von der Toilette holte, Lamela, Ex-Bundesligaprofi Pierre-Emile Höjbjerg, Lucas Moura und Kane für Tottenham. Informationen für Hugo Lloris gab es zuvor am Spielfeldrand vom eigentlich gesperrten Torwart-Trainer Nuno Santos. Auf Chelsea-Seite verwandelten Abraham, Azpilicueta, Jorginho und Emerson. Mason Mount schoss den 5. und letzten Ball neben das Tor. Tottenham im Viertelfinale.„Mental gibt uns dieser Sieg einen Schub“, war Mourinho nach dem Spiel sicher, „ich bin sehr stolz auf meine Spieler, auch auf die, die nicht gespielt haben.“ Frank Lampard bei BBC Radio 5 Live: „Ich kann mit dem größten Teil der Performance nicht unzufrieden sein.“Letztes Jahr chancenlos, jetzt wieder mit dabei. Der griechische Rekordmeister Olympiakos Piräus hat die Champions-League-Gruppenphase erreicht.

Die Griechen, bei denen der frühere Bundesliga-Profi Rafinha (35) in der Startelf stand, kamen nach 2:0 im Hinspiel am Dienstag im leeren Stadion von Nikosia mit 0:0 gegen den zyprischen Klub Omonia weiter.

Das war auch ratsam. Evangelos Marinakis (53), der schwergewichtige Präsident von Olympiakos, hatte sein Team „eindringlich“ gewarnt. Der Schiffs-Tycoon, der nach dem Prinzip Hire and Fire agiert und u. a. Marko Marin entsorgte, hatte zu Saisonbeginn eine bessere Performance in Europa eingefordert. In der Champions League waren die stolzen Griechen mit 4 Punkten mehr Opfer denn Gegner von Bayern München und Tottenham Hotspur gewesen. Wolverhampton Wanderers war dann nach dem Abstieg in die Europa League direkt die Endstation.

Dem Boss soll man nie widersprechen. Vor allem dann nicht, wenn er ein derartiges Schwergewicht ist. So rissen sich die Piräus-Stars am Riemen. Routiniert spielten sie das 2:0-Hinspielergebnis über die Zeit. Die auf der Titelseite einer griechischen Boulevardzeitung abgebildeten Olympiakos-Spieler um Rafinha hatten schon vor dem Spiel Optimismus pur demonstriert. Sie zeigten gen Himmel. Die dazugehörige Schlagzeile: „Abheben, zu den Sternen.“ Hat wohl geklappt.

Rafinha war im Sommer von Flamengo Rio de Janeiro nach Europa zurückgekehrt. Der Champions-League-Sieger von 2013 spielte in Nikosia sein erst 3. Pflichtspiel für Piräus.Borussia Dortmund müsste per se die Einreise in den Freistaat Bayern verboten werden. Zumindest, seit Lucien Favre (62) BVB-Trainer ist. Jüngstes Beispiel: Das indisponierte 0:2 beim FC Augsburg am 2. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. 2018/2019 hatten die Schwarz-Gelben die mögliche Deutsche Meisterschaft in Bayern regelrecht weg geworfen. Auch, weil vor allem München für Dortmund keine Reise mehr wert ist.

1:2 beim FC Augsburg, 0:0 beim „Club“ aus Nürnberg und – die Krönung – 0:5 beim FC Bayern München. Mit diesen Horror-Ergebnissen brachte sich der BVB 2019 um den Titelgewinn. Nie bekam die Favre-Elf den tatsächlichen Rückstand auf Branchenriese FC Bayern München deutlicher vor Augen geführt, als beim 0:5 in der Allianz Arena. Nach diesem heillosen Debakel wäre die deutsche Meisterschaft zwar noch möglich gewesen. Sie war aber danach nicht mehr verdient.

Warum gerät der BVB in München seit 2017, seit dem legendären 3:2-Erfolg im Pokal-Halbfinale, immer unter die Räder? Wo ist das Selbstvertrauen hin, mit dem Dortmunder Teams unter Jürgen Klopp und unter Thomas Tuchel nach München gereist sind? Dass Dortmund in der Bayern-Metropole unter Peter Stöger und erst recht unter Favre spielt wie der HSV in Gelb, dafür gibt es Gründe. Am 11. Spieltag der letzten Saison setzte es ein 0:4 in München. Es war die 6. BVB-Auswärtspleite bei den Bayern in Folge, bei 3:26 Toren. Miserabel. Den letzten Liga-Sieg in München gab es im April 2014, damals noch unter Klopp.

Das Magazin Dortmund (bpa Media) ging der ganzen Sache schon in seiner Frühjahrs-Ausgabe auf den Grund. Aktueller denn je. Am Mittwoch tritt Borussia Dortmund wieder beim FC Bayern an. Im Supercup droht erneut ein Debakel. Auch, weil die Dortmunder Delegation ohne Stammtorhüter Roman Bürki und ohne Jadon Sancho angereist ist.„Das ist eine Horror-Bilanz, da brauchen wir nicht über Taktik zu sprechen“, sagte Sportdirektor Michael Zorc vor dem letzten Debakel in München am 9. November 2019. Seine Forderung, „Männerfußball zu spielen“, verhallte ungehört. Nach 17 Minuten lag man erneut 0:1 hinten, am hieß es 0:4. Meisterschaft frühzeitig futsch. Vor allem, so das Dortmund-Magazin im Januar, habe der von den Bayern zurückgeholte Mats Hummels seine Teamkollegen nicht mitreißen können. Hummels selbstkritisch: „Es ist ein Zeichen für uns, dass wir selber keine Top-Truppe sind.“ BVB-Torhüterlegende Roman Weidenfeller („We have a grandios Saison gespielt“) sieht es ähnlich: „Ich glaube, dass sich zu viele Spieler auf dem Platz verstecken.“ Man müsse, so der Weltmeister von 2014, als Kollektiv agieren und sich dem Ganzen nicht ergeben. Hier seien vor allem die Führungsspieler Roman Bürki, Mats Hummels, aber auch Axel Witsel und Marco Reus gefordert. Allesamt konnten sie diese Rolle nicht erfüllen. Und am Mittwoch?


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