Transfers: Kai Havertz teuerster deutscher Fußballer aller Zeiten!


Top-News 1: Rekord-Transfer perfekt: Kai Havertz wird beim FC Chelsea teuerster deutscher Profi aller Zeiten

London calling! Der 4. September 2020 wurde zum Meilenstein in der deutschen Fußball-Transfergeschichte. Erstmals erzielte ein in Deutschland geborener Profi eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich. Kai Havertz (21) wechselt für bis zu 100 Mio. Euro, 80 Mio. Ablöse inklusive 20 Mio. Euro Boni, von Bayer 04 Leverkusen zum FC Chelsea.

Der Mittelfeldspieler war am Freitag Morgen vorzeitig aus dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft abgereist, um in London die letzten Details zu seinem Wechsel zu klären.

Am Freitagabend, kurz nach 23 Uhr, war der Deal perfekt. Chelsea krönt seinen Rekord-Transfer-Sommer mit den Zugängen Timo Werner (RB Leipzig, 53 Mio. Euro) und Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam, 40 Mio. Euro) nun mit der Verpflichtung von Kai Havertz. Der gebürtige Aachener unterschrieb bis zum 30. Juni 2025 und soll dabei insgesamt kolportierte 100 Millionen Euro verdienen.

Bei Bayer Leverkusen hatte man schon vor Havertz‘ Abreise zur DFB-Auswahl gerechnet. Nun war man es stolz. „Kai ist schon jetzt Weltklasse, mit Sicherheit einer der Besten, die jemals für Bayer 04 gespielt haben“, adelte Sportdirektor Rudi Völler (60) den Rekordmann in einer Presse-Mitteilung des Bundesligisten.

Völler ist sicher: „In den kommenden Jahren wird Kai auch in der extrem fordernden englischen Liga beweisen, welch großartiger Fußballer er ist.“ Davon ist auch Bayer-Sportchef Simon Rolfes überzeugt: „Er wird sich in England auf allerhöchstem Niveau ganz sicher durchsetzen und ein beeindruckendes Beispiel dafür abgeben, wie sich bei Bayer 04 junge Spieler entwickeln können – gefördert und geformt in Mannschaften mit großen Möglichkeiten und Ambitionen.“

Havertz ist Chelsea und seinem englischen Trainer Frank Lampard wohl auch deshalb diese Summe von Minimum 80 Millionen Euro plus 20 Mio. Euro an Bonuszahlungen wert. „Mit Timo Werner und Hakim Ziyech wurde die Offensive verstärkt, mit Ben Chilwell und Thiago Silva soll die löchrige Abwehr verdichtet werden“, fasste das Kicker-Sportmagazin (Donnerstag) die Transfer-Aktivitäten der Londoner zusammen, „Havertz würde im Speziellen eine zentrale Rolle einnehmen. Ob als Zehner oder als Achter, wenn er von halbrechts nach innen ziehen könnte, ob als offensiver von 2 Sechsern oder als freischaffender Rechtsaußen.“

Leverkusen coach praises Havertz
Kai Havertz stand schon seit Wochen vor dem Absprung. Foto: Imago Images

Top-News 2: Nations League: Österreichs Bundesliga-Connection bezwingt BVB-Star Haaland

Erling Braut Haaland Norwegen Österreich 1:2
Verpatzter Start in die UEFA Nations League: Erling Braut Haaland im Spiel Norwegen gegen Österreich (1:2). Foto: Imago Images / Bildbryan

Die pure Tristesse auch in Gruppe B der UEFA Nations League! In Oslo mussten – wie in allen anderen Stadien in Europa – Norwegen und Österreich am Freitagabend vor leeren Rängen antreten. Die Österreicher steckten diese Ausnahmesituation besser weg als die Gastgeber um BVB-Sturmbulle Erling Braut Halland (20.) Mit 2:1 (1:0) gewann der WM-Halbfinalist von 1954 bei den Skandinaviern.

Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Bundesliga-Profi Michael Gregoritsch mit dem 1:0 für die Österreicher nach Vorarbeit von Andreas Ulmer (RB Salzburg) die Weichen stellte. Der Augsburger lenkte gegen Hertha-Keeper Rune Jarstein aus 4 Metern ein. ÖFB-Trainer Franco Foda hatte 9 Bundesliga-Legionäre in die Startelf beordert. Neben Gregoritsch waren dies u. a. der Leipziger Marcel Sabitzer, Stefan Lainer von Borussia Mönchengladbach und Frankfurts Martin Hinteregger.

Und Haaland? Der Wahl-Dortmunder war in der ersten Halbzeit kaum zu sehen und lieferte sich mit „Hinti’s One Man Army“, wie der Österreicher in Diensten von Eintracht Frankfurt genannt wird, bis zu dessen verletzungsbedingter Auswechslung (40.) ein beinhartes Duell.

Nach dem Wechsel die Vorentscheidung. Elfmeter für Österreich nach Handspiel von Sander Berge. Sabitzer trat an und verwandelte platziert zum 0:2. (53.) Haaland auch nach der Pause lange ohne eine einzige gute Szene. Dann nutzte er aber in der 66. Minute seine erste Torchance zum 1:2. Der eingewechselte Alexander Sörloth (Trabzonspor) hatte von links geflankt. Dragovic kam am Fünfer gegen den BVB-Stürmer zu spät. Nur noch 1:2, in dieser Szene zeigte Haaland seine ganze Klasse. In der 85. Minute holte sich der Norweger nach Foul gegen Stefan Posch eine Gelbe Karte ab. Drehen konnte er die Partie aber nicht mehr. 2:1 am Ende für Österreich, ein verdienter Sieg. „Ohne Zuschauer ist es einfach nicht das Gleiche, aber wir haben das Beste daraus gemacht und verdient gewonnen“, sagte ÖFB-Nationalspieler Stefan Posch (23) von 1899 Hoffenheim nach dem Spiel im ORF, „ich kenne Haaland aus der Bundesliga, das letzte Spiel haben wir 4:0 in Dortmund gewonnen, aber heute haben wir ihn gut im Griff gehabt.“ Österreich-Legende Herbert Prohaska (65): „Wenn er antritt, dann hat man gesehen, dann kommst du nicht mehr nach, das war großartig. Bis auf diese Szene hatte ihn unsere Verteidigung aber im Griff. Es haben ihm die Bälle in die Spitze gefehlt.“

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Top-News 3: Am Ende doch – Lionel Messi bleibt beim FC Barcelona

Lionel Messi Vater Jorge
Jorge Messi, Vater von Lionel Messi, wird am 2. September 2020 bei seiner Ankunft am Flughafen von Barcelona von Reportern und Fotografen umlagert. Foto: Imago Images / Agencia EFE

Drama, Messi, Drama! Am Freitagabend doch noch im ganz großen Kino-Stil die Versöhnung im katalanischen Volkstück „Mes que un Club“ gegen „Mes que un Messi“. Durchgesetzt hat sich „Mes que un Club“ – Der Argentinier bleibt noch ein Jahr bei „Barca“, das über 20 Jahre lang seine Bühne war.

Die Tendenz, dass Messi bis Vertragsende am 30. Juni 2021 in Barcelona bleibt, gab es schon nach dem „Gipfeltreffen“ zwischen der FCB-Vereinsspitze und Messis Vater Jorge am Mittwochabend (Ligalive.net berichtete).

Die 700 Millionen Euro teure Ausstiegsklausel, auf die „Barca“ trotz offenbar rechtzeitig eingereichter Kündigung nicht verzichten konnte und wollte, erwies sich als zu hohe Hürde. Spanische Beobachter hatten das schon prognostiziert.

Am Freitagabend kurz nach 18.30 Uhr dann die Vollzugsmeldung: Lionel Messi (33) äußerte sich in einem Interview mit Goal erstmals öffentlich über das Transfer-Drama, das sich nach dem „Aus“ des spanischen Vizemeisters im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern München (2:8) fast täglich zugespitzt hatte. Gleichzeitig übte der Argentinier, der mit Manchester City, Inter Mailand, aber auch mit Juventus Turin in Verbindung gebracht wurde, harsche Kritik an der Klubführung.

„Der Präsident hatte das ganze Jahr gesagt, ich könnte am Ende der Saison über meine Zukunft entscheiden. Doch plötzlich brachten sie den Fakt ins Spiel, dass ich die Klausel vor dem 10. Juni hätte ziehen müssen, aber zu diesem Zeitpunkt waren wir noch mitten in der Saison“, schoss Messi gegen FCB-Boss Josep Maria Bartomeu, „das ist der einzige Grund, warum ich im Verein bleiben werde: Weil mir der Präsident gesagt hat, dass der einzige Weg die Zahlung der 700-Millionen-Euro-Klausel ist. Und das ist unmöglich.“

Eine juristische Materialschlacht gegen den Klub, der ihn 2000 aus Argentinien nach Europa holte, war für Messi dabei keine Option. Der 4-fache Champions-League-Sieger verzichtete darauf, sich aus dem Vertrag mit den Katalanen heraus zu klagen. „Ich würde niemals gegen Barcelona vor Gericht gehen“, sagte „Leo“ bei Goal, „weil es der Klub ist, dem ich alles zu verdanken habe.“

Messi kritisierte aber auch die schwachen CL-Auftritte der letzten 3 Jahre. „Wir sind in Rom, Liverpool und Lissabon zerfallen. Alle diese Niederlagen haben mich dazu gebracht, Barcelona verlassen zu wollen.“

Ein Abschied aus Barcelona, so gestand er zudem, wäre für ihn und seine Familie „ein Drama“ geworden. „Meine Kinder wollten Barcelona nicht verlassen, die ganze Familie hat geweint“, so der 6-malige Weltfußballer des Jahres. Die „Barca“-Fans (Cules) liefen Sturm gegen die Entscheidung vom vorvergangenen Montag, als Messis Bitte um Vertragsauflösung bekannt wurde. Sie belagerten die FCB-Geschäftsstelle in Camp Nou. Andere witterten plötzlich die Jahrhundert-Chance, den größten argentinischen Fußballer seit Diego Armando Maradona in die südamerikanische Heimat zurück zu holen. Die Fans der Newell’s Old Boys, Messis Ausbildungsverein in seiner Heimatstadt Rosario, warben mit einem Autokorso um „El Pulgo“. Vergeblich. Aber vielleicht kann NOB, das 1993 schon Maradona und später Maxi Rodriguez holte, 2021 noch einen Anlauf starten. Bei „Messi que un Club“ sollte man niemals nie sagen…

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