Bundesliga: Blitztor reicht VfB Stuttgart nicht gegen den FC – BVB-Star hat Corona


Top-News 1: 30-Sekunden-Tor reicht nicht – VfB Stuttgart nur mit müdem 1:1 gegen den FC

Es war kein Spiel für den Jahres-Rückblick. Der VfB Stuttgart kam am Freitagabend zum Start in den 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga nur zu einem 1:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln.  

In der Mercedes-Benz-Arena waren noch keine 30 Sekunden gespielt, als die Schwaben mit dem ersten Torschuss zur Führung kamen! Gonzalo Castro tankte sich übers halbe Feld, sah Daniel Didavi. Der bediente Sasa Kalajdzic. Der Österreicher ließ abtropfen und Orel Mangala jagte den Ball ins Netz – 1:0. Die Stuttgarter setzten FC-Keeper Timo Horn auch in den nächsten Minuten unter Dauerbeschuss. Unter anderem traf man durch Didavi (3.) nur die Querlatte. Ein 2. Treffer wollte aber nicht fallen. „Wenn wir nach 2 Minuten 2:0 führen, ist das Spiel vorbei“, ärgerte sich Didavi anschließend bei DAZN. „Man darf nicht vergessen, dass wir ein Aufsteiger sind“, so der Mittelfeldspieler weiter.

Schön, dass die Kölner auch an diesem Spiel teilnahmen… Ab der 22. Minute auch aktiv. Nach einem Foul von Atakan Karazor an ihm selbst schritt Sebastian Andersson zum Strafstoß. Der Schwede verwandelte eiskalt zum 1:1 (23.). Die Gastgeber in dieser Phase verunsichert, weil Marc-Oliver Kempf nach einer Platzwunde behandelt werden musste. Er konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam Marcin Kaminski (34.). Mit dem Ausgleich gab es einen Bruch im Spiel des VfB. Auch nach der Pause zeigten sich die Schwaben nicht mehr so aggressiv wie zu Beginn. Wirklich gute Chancen spielte sich die Elf von Pellegrino Matarazzo (42) nicht mehr heraus.

Insgesamt ein schwaches Spiel zum Auftakt in den 5. Spieltag. Viele individuelle Fehler auf beiden Seiten, wenig Kreativität. ,,Ein Punkt ist ein Punkt, der Elfmeter war klar“, sagte Kölns Andersson bei DAZN. „Der Elfmeter hat die Dynamik des Spiels verändert“, war der FC-Stürmer sicher. Alter Schwede!

VfB Stuttgart - 1. FC Köln 1:1
Tanguy Coulibaly kann es nicht fassen: FC-Keeper Timo Horn (vorn) verhinderte mit seinen Paraden einen Sieg des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln (1:1). Rechts: Marius Wolf. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Top-News 2: Schock für den BVB vor dem Derby: Emre Can positiv auf COVID-19 getestet

Emre Can Borussia Dortmund
Wann Emre Can (r.,) wieder für Borussia Dortmund spielt, ist ungewiss. Foto: Imago Images / Avanti

Can es schlimmer kommen? Nicht-Leistung bei Lazio Rom (1:3) am Dienstag, viel Kritik – und nun noch ein Corona-Fall im Team. Borussia Dortmund kommt vor dem Revierderby gegen den FC Schalke 04 am Samstag nicht zur Ruhe. Emre Can (26) dem BVB fehlt nach Corona-Infektion.

Nach dem FC Bayern, bei dem sich in dieser Woche Jérome Boateng und Serge Gnabry in die Quarantäne abmeldeten, hat es nun auch den Vizemeister erwischt.

Wie der Bundesligist am Freitagabend mitteilte, befindet sich der deutsche Nationalspieler in häuslicher Isolation. Alle weiteren Corona-Tests waren beim BVB am Freitag negativ. Can war nach einer Rotsperre im Achtelfinal-Rückspiel bei Paris St.-Germain im März 2020 (0:2) unter der Woche nicht mit nach Rom gereist. Wann Can dem BVB wieder zur Verfügung steht, ist offen.

Der Corona-Fall bei den Dortmundern brachte aber die Partie gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen nicht in Gefahr. Lediglich das Abschlusstraining am Freitag musste der BVB um 90 Minuten nach hinten verlegen. Erst um 18.30 Uhr war die Favre-Elf noch einmal auf dem Dortmunder Trainingsgelände zu sehen. Der Ausfall von Can trifft den BVB hart. Der Allrounder stand in dieser Saison stets in der Startelf.

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Top-News 3: Vor dem „Clasico“ gegen Real Madrid: Gérard Pique mit harter Kritik am FC Barcelona

FC Barcelona, Rakitic, Transfer, FC Sevilla
Auslaufmodell: Ivan Rakitic im Trikot des FC Barcelona. Jetzt perfekt: Transfer zum FC Sevilla! Foto: Imago Images / ZUMA Wire

Harte Worte eines Weltmeisters! Gérard Pique (33) hat im Vorfeld des traditionsreichen „Clasico“ zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid am Samstag heftige Kritik an „Barca“ und an der Vereinspolitik der „Blaugrana“ geäußert.

Der Abwehrchef, seit 2008 und damit noch in der glorreichen Guardiola-Ära im Verein, versteht die „Barca“-Welt nicht mehr. „Was geht hier ab?“, wunderte sich Piqué. In einem viel beachteten Interview mit der Zeitung La Vanguardia spielte er damit auf den Beinahe-Abschied von Superstar Lionel Messi an.

„Wie kann es sein, dass der beste Spieler, den dieser Sport je gesehen hat und der es hier genossen hat, eines Tages aufwachen und per Einschreiben kündigen?“, wunderte sich der 33-Jährige. „Und das, weil er das Gefühl hat, nicht mehr gehört zu werden?“, fragte Piqué weiter. Messi hatte nach einer desaströsen Saison mit dem 2:8 im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern in Lissabon den Entschluss gefasst, „Barca“ zu verlassen. Seine zu spät eingereichte Kündigung verhinderte den ablösefreien Wechsel zu Manchester City. „Wir sollten unsere verdienten Spieler halten und sie nicht unterschätzen“, mahnte Piqué mit Blick auf das Messi-Theater. Er hält nichts von der einst in Madrid erfundenen Methode, Stars durch die kalte Küche zu verabschieden.

Dass „Mes que un Club“ angeblich eine Social-Media-Agentur angeheuert hat, um die schwächelnden „Barca“-Profis systematisch zu kritisieren, stinkt Piqué vor dem „Clasico“ aber mal richtig. „Ich als Barca-Spieler frage mich, warum der Verein Geld ausgibt, um uns zu kritisieren und dieses Geld nun im Zuge der Corona-Gehaltskürzungen zurückfordert“, hat der Weltmeister von 2010 dafür keine Worte. Der Spanier weiter: „Ich habe Präsident Bartomeu dazu befragt und er sagte mir: Gerard, ich habe davon nichts gewusst.“ Bitter.

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