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Kein Platz für Rassismus! Mainz stellt Ex-Vereinsmitglied bloß

Ligalive am Abend – Der FSV Mainz 05 hat ein Ex-Mitglied, das seine Kündigung rassistisch begründete, öffentlich bloßgestellt und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

Bundesligist FSV Mainz 05 hat die Kündigung eines Mitglieds, laut dessen Meinung zu viele dunkelhäutige Profis in der Mannschaft spielen, öffentlich gemacht.

Das nicht namentlich genannte Mitglied beschwerte sich in dem Schreiben, dass es sich „mit diesem Verein (Profifußball) schon seit Monaten nicht mehr identifizieren“ können, denn es würde der „Eindruck vermittelt, dass ich beim Africa-Cup bin, anstatt in der deutschen Bundesliga.“ Er sei angeblich „auf keinen Fall“ rassistisch veranlagt. „Aber wenn seit Wochen in der Startformation neun (!!!) dunkelhäutige Spieler auflaufen und deutschen Talenten kaum noch eine Chance gegeben wird, dann ist das nicht mehr mein über die Jahre liebgewonnener Verein.“

Der Club verwies daraufhin auf die Vereinssatzung, laut der der FSV „Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen mit Behinderung unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität eine sportliche Heimat“ biete.
Für Rassismus kein Platz!
„Für uns zählt nur, dass jemand Mensch ist und unsere Werte teilt. Solche Menschen heißen wir in unserer Gemeinschaft gerne willkommen. Aus diesem Grunde freuen wir uns vielmehr über Ihre Kündigung, da Ihre Begründung offenbart, dass Sie nicht die Wertebasis besitzen, die unseren Verein auszeichnet“, machte der Verein in seiner Mitteilung deutlich.Der Mainzer Mittelfeldspieler Pierre Kunde Malong hatte erst am Samstag, nach seinem Tor zur 2:0-Führung im Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt, auf dem Platz ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Der 24-Jährige kniete nach dem Treffer nieder, um, ebenso wie zahlreiche andere Sportler weltweit, gegen Polizeigewalt und Rassismus zu protestieren.Der Mittelfeldspieler des französischen Erstligisten Olympique Lyon, Lucas Tousart, wird wie geplant ab Juli sein Engagement bei Hertha BSC beginnen.

Da Lyon, aufgrund der Corona-Verschiebungen, voraussichtlich noch bis August in der Champions League im Einsatz sein wird, war die Zukunft des 23-Jährigen zuletzt ungeklärt.

Tousart unterzeichnete im Januar einen langfristigen Vertrag bei der Hertha, blieb aber “bis Saisonende” auf Leihbasis in Lyon.

“Wir sind froh, dass nun Klarheit herrscht und wir Lucas ab Juli als neuen Herthaner bei uns begrüßen können. Wir hatten gute Gespräche mit den Verantwortlichen von Olympique, bei denen ich mich dafür bedanken möchte”, zeigte sich Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz erleichtert.

Lyon gewann das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Juventus Turin 1:0, der Torschütze war Tousart. Wann das Rückspiel ausgetragen werden wird, ist noch offen.Bayern-Coach Hansi Flick würde sich für die nächste Saison Verstärkung auf den Außenbahnen wünschen.

“Ein bisschen mehr Breite wäre schon gut, da täte uns Tempo sehr gut”, erklärte der 55-Jährige am Dienstag. Auch wenn es bei einem Blick auf die Tabelle nicht auffällt, ist der Rekordmeister auf den Außenverteidigung- und Außenstürmerpositionen derzeit ungewöhnlich dünn besetzt.

Flick ergänzte, dass ihm im Offensivbereich außerdem nur Kingsley Coman, Serge Gnabry und Ivan Perisic zur Verfügung stünden. “Wenn man ganz große Ziele hat, ist das vielleicht schon ein bisschen zu wenig”, analysierte er. Die etatmäßigen Außenverteidiger sind derzeit Benjamin Pavard und Alphonso Davies. Über Letzteren meinte Flick, er sei “sicher aktuell einer der Leistungsträger”.
Die Bayern in Personalnot? Ein äußerst ungewohntes Bild …


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