Solskjaer bei Manchester United: Nicht schlecht für einen „Caretaker“…


Fünftes Pflichtspiel, fünfter Sieg – Manchester United hat mit Interimstrainer Ole Gunnar Solskjaer (45) eine makellose Serie hingelegt. Der Norweger, Tor-Held im Champions-League-Finale 1999 gegen den FC Bayern München und erfolgreichster Joker der Klubgeschichte, wandelt schon jetzt auf den Spuren von Trainerlegende Sir Matt Busby.

Etwas Besseres hätte Ole Gunnar Solskjaer (45) gar nicht passieren können. In der 3. Runde des englischen FA Cup hat der norwegische Interimstrainer bei Manchester United gegen den zweitklassigen FC Reading (2:0) am Samstag Heimrecht.

Und im Old Trafford kann für Solskjaer fast gar nichts schief gehen. Hier ist der ehemalige norwegische Nationalstürmer eine Legende, die oft besungen wird und der mit dem schlichten Plakat „20Legend“ gehuldigt wird. Die 20 war Solskjaers legendäre Trikotnummer in seiner Zeit bei den „Red Devils“. Hier verzeiht man dem neuen Trainer, zuvor in Cardiff nicht erfolgreich, auch mal den einen oder anderen Fehler. Immerhin hat sich Solskjaer 2007 als erfolgreichster Joker der Vereinsgeschichte und als Siegtorschütze im unvergessenen Champions-League-Finale 1999 verabschiedet. So was verbindet.

Nun ist er zurück. Als „Caretaker Manager“, als Interimstrainer bis zum Saisonende. Hält seine Erfolgsserie an, müssen die Verantwortlichen bei United ihre Entscheidung, Solskjaer nur bis 31. Mai 2019 verpflichtet zu haben, möglicherweise noch einmal überdenken.

Ole Gunnar Solskjaer, hier am 2. Januar 2019 beim 2:0 in Newcastle, feierte bei Manchester United einen Traum-Einstand als Interimscoach. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

Ole Gunnar Solskjaer hat Manchester United wiederbelebt

Ole Gunnar Solskjaer, hier mit Diogo Dalot, gibt bei Manchester United die Richtung vor: Nach vorn, offensiv spielen! (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Ole Gunnar Solskjaer, im denkwürdigen Spiel gegen die Bayern erst in der 81. Minute für Andy Cole eingewechselt, hat eine Mannschaft, die unter seinem Vorgänger José Mourinho zerstritten war, wieder zusammengebracht.

Er hat ein Team, das beim „Special One“ nie sein komplettes Potenzial abgerufen hat, in dem es Cliquenbildung und eine Eiszeit zwischen den Superstars wie Paul Pogba und dem exzentrischen Mourinho gibt, fast in Rekordzeit wieder in die Erfolgsspur gebracht.

Auf Rang 6 ist man mit nur 3 Zählern Rückstand auf Arsenal wieder auf Schlagdistanz zu den Europacuprängen. 4 Siege in 4 Premier-League-Spielen, das ist Solskjaers Bilanz in der englischen Fußball-Eliteliga.

Damit jagt er den Rekord von Manchester Uniteds Trainer-Übervater Sir Matt Busby († 1994). Dessen Uralt-Marke mit 5 Siegen aus den ersten 5 Liga-Spielen stammt noch aus dem Jahr 1946/47.

Ligalive Infografik - Manchester United, PL-Saison 2018/19

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Solskjaer stählt Man.Uniteds Stars in Dubai

Das legendäre Tor gegen die Bayern als fürstliches Geschenk: Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson (l.) ehrte 2010 seinen früheren Stürmer Ole Gunnar Solskjaer. (Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Kaum ein anderer skandinavischer Spieler kann in der Premier League auf eine derartige Erfolgsstory zurückblicken wie der stille Norweger aus Molde.

Entdeckt hat ihn ManU-Traineridol Alex Ferguson, damals noch ohne „Sir“, 1996. Nun darf „Fergie“, der in Ehren ergraute Rekord-Coach, an Silvester 77 geworden, miterleben, wie sein ehemalgiger Schützling dem im Mittelmaß dümpelnden Klub neues Leben einhaucht.

Die Frischzellen-Kur beginnt mit einem 5:1-Hammerschlag bei Cardiff City am 22. Dezember 2018. Es folgen 3 weitere Siege mit nur 2 Gegentoren und der souveräne 2:0-Erfolg gegen den FC Reading im FA Cup.

Nach dem Spiel geht es für Manchester zu einem 4-tägigen Kurzzeit-Trainingslager nach Dubai. „Ich hatte sehr viel Zeit, um mit den Spielern zu sprechen, aber wenig Zeit, um mit ihnen zu trainieren“, sagt Solskjaer vor der Abreise am Samstagabend, „wir werden hart arbeiten und jeder Spieler, der denkt, er wäre im Urlaub, liegt falsch. Wir müssen bis zum Spiel gegen Tottenham vor allem physisch sehr viel tun.“ Der englische Fußball-Rekordmeister trifft am 13. Januar in Wembley auf die „Spurs“.

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