Maurice Banach (1967 – 1991): Der Unfalltod der Sturmhoffnung



Maurice Banach (1967 - 1991): Der Unfalltod der Sturmhoffnung

Maurice Banach im Trikot des 1. FC Köln.
Maurice Banach im Trikot des 1. FC Köln. Foto: Imago Images
Nein, Maurice Banach hat es nie leicht gehabt. Als Sohn eines afro-amerikanischen GI und einer deutschen Mutter musste sich der talentierte Stürmer schon in der Jugend stärker behaupten als andere.

Ein Lautsprecher wie Jimmy Hartwig, ebenfalls Sohn eines farbigen amerikanischen Soldaten, war Banach nie. „Durch seine besonnene, zurückhaltende, aber zugleich fröhliche Art genoss er besondere Wertschätzung“, würdigte ihn der 1. FC Köln in einem Nachruf. Von der B-Jugend bei Borussia Dortmund stieß „Mucki“, wie der 1,85 m große Stürmer auch genannt wurde, mit 17 zum Profikader des BVB, machte in 14 Bundesliga-Einsätzen zwei Tore. Nach seinem Wechsel zur SG Wattenscheid 09 schoss er den Bochumer Stadtteilklub mit 21 Saisontoren 1989/90 fast im Alleingang in die Bundesliga. Sein Durchbruch, denn der 1. FC Köln verpflichtete den hoffnungsvollen Stürmer im Sommer 1990.

24 Banach-Tore in 49 BL-Spielen für den FC ließen aufhorchen. Bundestrainer Berti Vogts hatte den dreimaligen U21-Nationalspieler bereits auf dem Zettel, sah ihn als „ehrgeizigen, aber nie verkrampften Goalgetter“.

Dass die beiden Tore zum 4:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf am 9. November 1991 die letzten im Leben des Maurice Banach werden sollten, wusste zu diesem Zeitpunkt in Müngersdorf niemand. Eine Woche später blieb Banach im Anschluss an das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 in seiner Heimatstadt Münster. Ein Aufenthalt, der später Raum für Spekulationen lässt.

Banach will am 17. November 1991 zum FC-Mannschaftstraining hinzukommen. Sein Ziel wird er nie erreichen. Denn am Morgen des gleichen Tages prallt Maurice Banach bei überhöhter Geschwindigkeit auf der A 1 bei Remscheid an einen Brückenpfeiler. Sein Wagen geht in Höhe der Anschlussstelle Remscheid-Lüttringhausen in Flammen auf, Banach verbrennt in seinem Fahrzeug, den Rettungskräften bietet sich ein Bild des Grauens.

Die Schock-Meldung erreicht die Domstadt schnell. „Wenn man eine solche Nachricht erhält, erkennt man schnell die Dimension des Sports“, sagt ein trauernder Weltmeister Pierre Littbarski. Das BL-Spiel der Kölner gegen Dynamo Dresden wird abgesagt. Beim Länderspiel Belgien – Deutschland (0:1) wenige Tage später gibt es eine Schweigeminute für Banach.

„Nur wer vergessen ist, ist tot. Wir werden dich, Mucki, NIE vergessen“, geloben die FC-Fans später auf einem Spruchband. Die treuen Anhänger halten Wort. Auch zum 25. Todestag 2016 sieht man im RheinEnergie-Stadion ein Banner für Banach. „Mucki: Unvergessen“, lautet die simple Botschaft.

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