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Österreich: Zoff um Bayern-Star David Alaba und die ,,Abreise”

David Alaba verletzungsbedingt zurück nach München gereist? Keine Spur! Der Bayern-Star der österreichischen Nationalmannschaft hat andere Pläne…

Eran Zahavi (r.) im EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Israel (3:1) gegen Bundesliga-Profi Julian Baumgartlinger.

Etwas traurig blickt David Alaba (27) in seiner schicken schwarz-weißen Jacke am Donnerstagabend auf der Ehrentribüne des Ernst-Happel-Stadions in Wien drein.

Der Außenverteidiger vom FC Bayern München kann das richtungweisende Spiel Österreichs gegen Israel (3:1) in Gruppe G nur als Zuschauer verfolgen.

Die Rippenverletzung, die sich Alaba bei Bayerns Gala bei Tottenham Hotspur (7:2) in der vergangenen Woche zugezogen hat, lässt einen Einsatz nicht zu – und sorgt für reichlich Verwirrung.

BILD, dem FC Bayern traditionell verbunden, berichtet am Donnerstag, dass ein ,,Länderspiel-Einsatz unmöglich” sei und dass ,,Alaba zurück nach München gereist” sei.Letzteres stimmt ganz einfach nicht. Alaba ist in Wien geblieben, um das ÖFB-Team zu unterstützen.

Und das nach einem Hickhack. Wie hat Uli Hoeneß (67) vor ein paar Wochen gesagt? ,,Wenn ter Stegen statt Neuer spielt, werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen.” Nun hat ter Stegen am Mittwoch gegen Argentinien (2:2) gespielt, aber Zoff um die Münchner Nationalspieler hat es schon vorher gegeben.

Weltmeister Lucas Hernández (23) ist angeschlagen und gegen den Rat von Bayern-Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (,,Mull”) zur französischen ,,Equipe Tricolore” gereist – und riskiert deshalb einen Wort-Krieg zwischen den Bayern und dem französischen Weltmeister-Coach Didier Deschamps (50).

Die Aussagen des französischen Verbandes, so erklärt Karl-Heinz Rummenigge, Abteilung ,,Offenes Wort” beim FC Bayern München, hätten ,,irritiert.” Wobei wir uns fragen: Warum eigentlich? Deschamps hat mehrfach auf die Bedeutung der beiden Länderspiele gegen die Türkei und Island hingewiesen.

,,Die Interessen des Klubs unterscheiden sich von denen der Nationalmannschaft“, fasst Deschamps am Montag zusammen. Deschamps stellt klar: „Wir haben 2 wichtige Spiele, sogar entscheidende. Es ist nicht so, als hätten wir zwei Freundschaftsspiele.“

Die Tabellenkonstellation in der Quali-Gruppe H lässt für den Weltmeister und EM-Gastgeber von 2016 keine Musestunden zu. Mit 15 Punkten liegt Frankreich gleichauf mit Verfolger Türkei, Island, EM-Sensation von 2016, liegt mit 12 Zählern auf Rang 3.

Ähnliches hört man nun rund um Alabas Länderspiel-Anreise nach Österreich. ,,Die Münchner wollten den Wiener vorerst nicht für das Nationalteam abstellen”, schreibt die Wiener Kronen-Zeitung am Donnerstag, ,,nach Gesprächen mit ÖFB-Teamchef Franco Foda und Alaba kam der Deutsche Meister aber dem Wunsch des Verbandes und des Spielers nach.”

Der Mainzer Foda (53), Ex-Profi von Lautern und Bayer Leverkusen, weiß um die Verantwortung, den Alaba-Einsatz letztlich nicht zu riskieren: ,,Fakt ist, dass ein Spieler, auch David, nur dann aufläuft, wenn er schmerzfrei ist.“ Das war er nicht – Alaba bleibt am Donnerstag beim 3:1 gegen Israel nur die Zuschauerrolle. Ob er deshalb auch das 2. Spiel in Slowenien am Sonntag verpasst, darüber will man in Wien – gegenläufig zu den Meldungen von BILD – am Donnerstag noch keine Angaben machen. Sollte Alaba nicht spielen können, wird er mit dem Team dennoch die Reise nach Slowenien antreten. Immerhin: Alaba sieht auf der Tribüne, wie es andere Bundesliga-Profis für den EM-Gastgeber von 2008 richten. Neben dem Ex-Berliner Valentino Lazaro, jetzt bei Dortmunds CL-Gegner Inter Mailand treffen die BL-Spieler Martin Hinteregger (,,Mein Feind, der Baum”) von Eintracht Frankfurt und Marcel Sabitzer von RB Leizpig nach 1:1-Pausenstand zum keineswegs überzeugenden 3:1-Sieg für Österreich gegen die von ÖFB-Rekord-Nationalspieler und Bundesliga-Legende Andreas Herzog trainierten Israelis.


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