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Torhüter-Streit: Darum ist Manuel Neuer besser als Marc-André ter Stegen

Dieses Duell ging an Marc-André ter Stegen und den FC Barcelona: Im Mai 1015 zieht ,,Barca" gegen den FC Bayern München und Manuel Neuer (m.) ins Champions-League-Finale von Berlin ein.

13 Jahre nach der Heim-WM und Oliver Kahn gegen Jens Lehmann hat Fußball-Deutschland wieder ein Torwart-Duell in der Nationalmannschaft.

2 (27), am Dienstag mit dem FC Barcelona Champions-League-Gruppengegner von Borussia Dortmund, hat sich als Herausforderer von Manuel Neuer (33) vom FC Bayern München klar positioniert.

Der ehemalige Gladbacher ist nach der Länderspiel-Woche gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0), in der er nicht zum Einsatz gekommen ist, in die Offensive gegangen.

Am Freitag, dem 13. September, hat ter-Stegen seinem Unmut über das Reservisten-Dasein in der Nationalmannschaft Luft gemacht. ,,Die letzte Länderspiel-Reise war ein schwerer Schlag für mich”, sagt ter-Stegen am Rande eines Werbe-Events, ,,es ist nicht einfach, einen Grund dafür zu finden. Ich mache in jedem Spiel gute Eigenwerbung, sodass die Entscheidung gegen mich immer schwerer wird.“,,Ich versuche jedenfalls mein Bestes, um die Nummer Eins zu werden”, so ter Stegens Kampfansage via Marca.

Weltmeister Manuel Neuer bleibt die Antwort sportlich wie verbal nicht schuldig. Er rettet dem FC Bayern mit tollen Reflexen beim 1:1 (1:1) bei RB Leipzig im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga das Remis – und geht in die Offensive. ,,Als wir bei der Nationalmannschaft zusammen waren, hat er nichts gesagt. Wir sind eine Mannschaft und sollten alles dafür tun, dass wir als Mannschaft auftreten. Ich weiß nicht, ob uns das hilft“, sagt Neuer am Samstagabend bei Sky.

Am Montagabend dann der nächste Konter von ter-Stegen, bei der Pressekonferenz des FC Barcelona in Dortmund. ,,Natürlich habe ich etwas dazu zu sagen. Du kannst keinen Konkurrenzkampf ausrufen und erwarten, dass Spieler, die nicht spielen, glücklich darüber sind“, betonte der 27-jährige Keeper, ,,Manu muss nichts zu meinen Gefühlen sagen.”

Ups, da ist ja richtig Gift drin! Blicken wir auf die Fakten, so finden wir schnell heraus, wer die ,,wahre Nummer 1″ im deutschen Tor ist.

Bei Bundestrainer Joachim Löw (59) ist Manuel Neuer gesetzt – das hat die WM 2018 gezeigt. Der Weltmeister-Trainer hätte den Wahl-Münchner auch liegend mit nach Russland genommen.

Neuer hat zuvor zwischen September 2017 und April 2018 mehr als 200 Tage aufgrund einer Mittelfuß-Fraktur gefehlt. Eine WM-Chance für ter Stegen oder auch für den jetzt für den FC Arsenal spielenden Bernd Leno bietet Löw den Konkurrenten dennoch nicht an. Neuer spielt die WM, dass Deutschland in der Vorrunde rausfliegt, liegt nicht an ihm, Impulse für eine Wende kann er dennoch nicht geben. Das Standing, die internationale Erfahrung und die Führungsrolle in der Mannschaft sprechen für Manuel Neuer.

Die Fakten: Neuer spielt in 38 von 90 Länderspielen zu null, kassierte im Schnitt nicht einmal ein Gegentor pro Partie (82 in 90 Einsätzen). Und Neuer wehrt 74 Prozent aller Bälle ab, das schaffen viele Torhüter nicht einmal in einer einzigen Saison ihrer Karriere. Also auch von den Leistungsdaten her ein klares Plus für Manuel Neuer, der in diesen Tagen von den Bayern nahen Medien und Experten genügend Unterstützung erhält. ,,Manuel Neuer ist aktuell wieder in Weltmeister-Form”, sagt Weltmeister Lothar Matthäus (58) am Montag der Münchner Tageszeitung tz, ich verstehe Jogi Löw: Er vertraut einem Torhüter, der sich ja nichts zuschulden kommen lässt und im Moment überragend hält.”

In der Bundesliga kommt Neuer in dieser Saison aber nur auf ein ,,Clean Sheet” und legt pro Spiel 2,75 Paraden hin (siehe Ligalive-Infografik). Ter Stegen bleibt in 22 Länderspielen für Deutschland 9-mal ohne Gegentor. Beim FC Barcelona hat der gebürtige Mönchengladbacher in dieser Saison in La Liga in jedem seiner 4 Spiele hinter sich greifen müssen – und 7 Gegentore kassiert. 2,25-mal pro Spiel muss ter Stegen in Spanien eine Parade hinlegen, um ein Tor zu verhindern. Insgesamt hält ter Stegen in 83 seiner 179 Pflichtspiele für ,,Barca” die Bude sauber. Neuer bleibt in 177 von 235 Spielen Wettbewerb übergreifend unbezwungen. Dass beide Keeper mit ihren Teams auch die Champions League, Neuer 2013, ter Stegen 2015, gewinnen, versteht sich beinahe von selbst.


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