Transfers: So platzte die Neymar-Rückkehr von PSG zum FC Barcelona


Neymar Jr. gestures from the stands during the Copa America Brazil 2019 quarterfinal match between Brazil and Paraguay at Arena do Gremio on June 27, 2019 in Porto Alegre
Neymar verletzt bei der Copa América im Juni in seinem Heimatland Brasilien. (Photo by Buda Mendes/Getty Images)

Nach dem gescheiterten Transfer von PSG zum FC Barcelona hat Superstar Neymar (27) die Flucht ergriffen.

Der Brasilianer ist seit Dienstag bei der ,,Selecao“ in Miami, bereitet sich mit der Nationalmannschaft auf die anstehenden Länderspiele in den USA gegen Kolumbien am Samstag und gegen Peru am darauffolgenden Mittwoch vor. Er scherzt mit seinen Teamkollegen um Roberto Firmino, stellt sich mit den Fans zu Selfies, wirkt gewohnt locker.

Wohl eine reine Schutzmaßnahme. Das Transfer-Theater der letzten Tage und Wochen und die Verletzung zur Copa América im eigenen Land sind sicher nicht spurlos an Brasiliens zerbrechlichem Fußball-Heiland vorbeigegangen.

Dass die Rückkehr zum FC Barcelona am letzten Tag der Sommer-Transferperiode gescheitert ist, ist ein weiterer Tiefschlag für den in Paris in Ungnade gefallenen Außenstürmer.

Es war einmal ein Transfer-Hammer: Am 4. August 2017 stellt Paris St.-Germain den mit 222 Mio. Euro teuersten Fußballer aller Zeiten im Prinzenparkstadion vor. Es ist der Brasilianer Neymar vom FC Barcelona.
Es war einmal ein Transfer-Hammer: Am 4. August 2017 stellt Paris St.-Germain den mit 222 Mio. Euro teuersten Fußballer aller Zeiten im Prinzenparkstadion vor. Es ist der Brasilianer Neymar vom FC Barcelona. (Photo by Aurelien Meunier/Getty Images)

Neymars Wechselwunsch beleidigte die PSG-Eigentümer

Sehen wir Neymar, hier am 18. September 2018 in Liverpool, auch in dieser Champions-League-Saison bei PSG?
Sehen wir Neymar, hier am 18. September 2018 in Liverpool, auch in dieser Champions-League-Saison bei PSG? (Photo by Michael Regan/Getty Images)
Die französische Zeitung Le Parisien hat den monatelangen Poker zwischen Paris St. Germain und dem FC Barcelona nachgezeichnet.

Schon Mitte Juni wird es heiß. Neymar, in Frankreich wegen angeblichen Vergewaltigungsversuch im Zwielicht, aber nicht angeklagt, schockt PSG, indem er seinen Wechselwunsch bekannt gibt.

Die katarischen Klub-Eigentümer des französischen Hauptstadtvereins, die vor 2 Jahren die Fußball-Rekord-Transfersumme von 222 Mio. Euro für Neymar gezahlt haben, sind pikiert. Nein, sie sind beleidigt.

Sie erklären öffentlich, dass Neymar ,,gehen kann, wenn jemand mehr als 222 Mio. Euro auf den Tisch legt.“ Vom ersten Tag an ist jedoch klar, dass wohl kaum ein Klub in der Lage sein dürfte, diese Summe aufzubringen.

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PSG: Thomas Tuchel will Neymar nicht ohne weiteres ziehen lassen.
PSG: Thomas Tuchel wollte Neymar nicht ohne weiteres ziehen lassen. (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)

Auch Neymars ,,Herzensverein“ FC Barcelona nicht, der in der ersten Phase des Transfer-Sommers damit beschäftigt ist, sich die Dienste von Weltmeister Antoine Griezmann zu sichern.

Die Katalanen sind auf dem Transfermarkt nicht eben untätig. sie holen Griezmann für 120 Mio. Euro. Der Wechsel von Frenkie de Jong von Ajax Amsterddam für 75 Mio. Euro steht schon vorher fest. Insgesamt beläuft sich die Summe der Transferausgaben des Champions-League-Gruppengegners von Borussia Dortmund auf 255 Mio. Euro. Um Griezmann zu finanzieren, müssen schon Bankbürgschaften in Erwägung gezogen werden.

Nun wird es rührend. Die Vereinsführung der Katalanen soll Neymars Vater und Berater nahe gelegt haben, dass der 27-Jährige seinen Wechselwunsch zurück nach Barcelona öffentlich verkünden sollte, um somit den Druck auf PSG zu erhöhen. aufzubauen.

Das lehnt man im Hause Neymar ab, um sich eine andere Variante, einen ebenfalls denkbaren Wechsel zu Real Madrid, ,,Barcas“ Erzrivalen, offen zu halten. Anfang August macht PSG-Coach Thomas Tuchel öffentlich klar, dass es keinen Neymar-Wechsel ohne entsprechenden Ersatz geben wird. Er wird sich durchsetzen. Akut wird es am 13. August. Vertreter von PSG und ,,Barca“ treffen sich in Paris. Die Spanier machen das Angebot und bieten zudem den wenig später vom FC Bayern München verpflichteten Brasilianer Philippe Coutinho (27) plus ein geringer Betrag. PSG lehnt ab, auch das 2. Angebot aus Spanien mit dem Paket für 130 Millionen Euro, Ivan Rakitic, Jean-Clair Todibo sowie eine einjährige Leihe vom Ex-Dortmunder Ousmane Démbélé ist nichts für den Scheich-Klub. ,,Es gibt keine Einigung“, erklärt der brasilianische PSG-Sportdirektor Leonardo 3 Tage vor Transfer-Ende. Am 1. September wirft Neymar nun selbst das Handtuch, er informiert seine Familie darüber, die Verhandlungen abzubrechen und erklärt sich bereit, mindestens noch ein Jahr für Paris zu spielen. Sein Vertrag bei PSG läuft noch bis 2022 und spätestens im kommenden Sommer könnte die Personalie Neymar zur Wiedervorlage kommen…

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