DAZN, Sky oder Amazon? Milliarden-Krieg um TV-Rechte eröffnet


Die Spezialisten rund um DFL-Boss Christian Seifert haben sich ab heute von der Außenwelt abgeschottet, um für die bevorstehende Rechte-Auktion der Pay-TV-Sender gewappnet zu sein.

Denn die DFL hat die Medienrechte für die Spielzeiten von 2021/2022 bis 2024/2025 ausgeschrieben. Ungestört und vor allem unbeobachtet wollen sie den wohl wichtigsten Job der Fußball-Bundesliga erledigen. „Wir werden uns zwei Wochen asketisch zurückziehen“, hatte Seifert im Voraus mitgeteilt: „Wo das ist, werde ich nicht sagen, aber es ist in Frankfurt.“
Die Geheimhaltung hat ihre Gründe, denn es geht um mindestens 4,64 Milliarden Euro.

Sportmarketing-Experte Karsten Petry sieht besonders Online-Riese Amazon als großen Konkurrenten im Bieterwettstreit um die Medienrechte am deutschen Profifußball.
Dass die DFL Amazon nach Streitigkeiten mit dem eigentlichen Rechteinhaber Eurosport bereits in der laufenden Saison für die letzten Spiele ins Boot holte, sieht Petry gegenüber dem SID als “cleveren Schachzug” und führte aus: “Das hat den Druck auf die sonstigen Bieter wie Telekom, DAZN und Sky erhöht.”

Doch die DFL hat noch mehr Taktiken ausgeklügelt, um einen möglichst hohen Gewinn mit den Übertragungsrechten zu erzielen. In der ersten Woche wird sie jeden Tag eines der vier besonders teuren Live-Pakete für die Pay-Anbieter zum Wettbieten freigeben.
Im Angebot sind dabei die 15.30-Uhr-Spiele am Samstag, die Partien am Freitag und Sonntag, die Top-Spiele um 18.30 Uhr sowie das besonders begehrte Konferenz-Paket.

So sollen die Gesamteinnahmen in die Höhe getrieben werden, denn wer bei einem Angebot leer ausgeht, bietet dementsprechend mehr beim nächsten.

„Die Angebote können per E-Mail eingereicht werden oder per Post“, erklärte Seifert. Manche geben ihre Gebote auch „eine Minute vor Frist“ persönlich in der DFL-Zentrale ab, um möglichst keine Zahlen an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.
Grundsätzlich erhält der Sender den Zuschlag, der – ohne zu wissen, was die anderen bieten – das höchste Gebot abgegeben hat.
Das Ende des Wettbietens ist am 19. Juni 2020.

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Die DFL hat die Medienrechte für die Spielzeiten von 2021/2022 bis 2024/2025 ausgeschrieben. Copyright: Imago images

Top News 2: Nord-Duell: HSV empfängt Holstein Kiel

HSV, Holstein Kiel
Der HSV empfängt Holstein Kiel zum Rückspiel. Copyright: imago images / Claus Bergmann

Zum Abschluss des 30. Spieltags der 2. Bundesliga empfängt der Hamburger SV heute Abend Holstein Kiel zum Nordduell im Volksparkstadion.

Fünf Spieltage vor dem Saisonende können die Rothosen mit einem Heimsieg gegen Kiel einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Mit drei Punkten könnten sich die Hamburger am VfB Stuttgart vorbei auf Tabellenplatz 2 schieben. Beide Teams hätten dann 52 Punkte, wobei der HSV aber schon vor dem Spiel über das bessere Torverhältnis (+20) als die Schwaben (+14) verfügt.

Gleichzeitig könnten die Hanseaten mit einem Sieg der Vorsprung den 1. FC Heidenheim auf vier Punkte ausbauen, so dass auch der Relegationsplatz gefestigt wäre.

Auch personell hat Dieter Hecking wenig Sorgen und muss verletzungsbedingt nur auf Khaled Narey und Ewerton verzichten. Besonders spannend wird die Torwart-Frage sein, denn zuletzt wurde überraschend der lange Zeit nicht berücksichtigte Julian Pollersbeck vor Daniel Heuer Fernandes eingesetzt. HSV-Trainer Hecking will diese Entscheidung aber erst kur vor dem Spiel bekannt geben.

Für die Kieler hat sich besonders die Nachspielzeit seit dem Neustart zu einer Horrorshow entwickelt.

Gegen Regensburg kassierten sie nach einer 2:0-Führung in der 92. Minute den Ausgleich, den sie wiederum beim 1:2 in Bochum in der 91. Minute verpassten. Am vergangenen Wochenende erzielte Arminia Bielefeld den Siegtreffer in Kiel ebenfalls erst in der Nachspielzeit.
“Wir haben Probleme, die Ergebnisse über die Zeit zu bringen”, erklärte Holstein-Coach Ole Werner.
Es bleibt abzuwarten, was die Nachspielzeit heute gegen die nordischen Nachbarn für die Kieler bereit hält.
Das Hinspiel in Kiel am 9. November 2019 endete im Remis mit 1:1.
Anpfiff im Volksparkstadion ist um 20:30 Uhr.

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Top News 2: Ohne Havertz ins Halbfinale

Havertz, Bayer Leverkusen
Copyright: imago images / Poolfoto

Bundesligist Bayer Leverkusen muss im Halbfinale des DFB-Pokals beim 1. FC Saarbrücken auf Leistungsträger Kai Havertz verzichten.

“Für Havertz kommt das Spiel zu früh. Wir wollen kein Risiko eingehen”, erklärte Trainer Peter Bosz im Voraus der Partie. Der Nationalspieler hatte schon am Samstag bei der 2:4-Niederlage gegen Rekordmeister Bayern München aufgrund muskulärer Probleme gefehlt.

Neben dem Offensivspieler wird die Werkself auch weiterhin auf die verletzten Lars Bender und Daley Sinkgraven verzichten müssen. Leon Bailey soll im spielreichen Saisonendspurt geschont werden und wird die Reise ins Saarland daher ebenfalls nicht mitantreten.

Dennoch warnte Bosz davor, die Aufgabe beim Viertligisten zu leicht zu nehmen: “Saarbrücken hat in dieser Saison im DFB-Pokal zwei Bundesligisten und zwei weitere Profi-Mannschaften ausgeschaltet. Sie waren aber auch Erster in ihrer Liga. Davor muss man großen Respekt haben, den haben wir.”

Von einem Motivationsproblem geht der Niederländer drei Tage nach dem Bundesliga-Gipfel gegen Bayern aus diesem Grund nicht aus: “Als Profifußballer will man jedes Spiel und jeden Preis gewinnen – das muss auch unsere Mentalität sein. Wir stehen im Halbfinale, also sehr nah dran am Finale. Wir müssen in die Vollen gehen, wir wollen ins Pokalfinale”, so der 56-Jährige.

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