Von Riesen und Zwergen – Das sind die größten und die kleinsten Profifußballer aller Zeiten


Die einen maßen so 160 Zentimeter, dann war recht bald Schluss. Mit wachsen. Die anderen waren mit 12 Jahren schon 1.80 Meter oder größer und hörten zumeist erst deutlich über der 2 Meter Marke auf. Erst dann war Schluss. Auch mit wachsen. Erfolg hatten sie beide. Die grössten und die kleinsten Profifußballer aller Zeiten.   

Einige von den kleinsten Fußballern wurden sogar Superstars und gehören zu den größten Fußball-Stars aller Zeiten. Tiefer Schwerpunkt, kurze Beine – das heißt überragende Schnelligkeit auf den ersten Metern und eine Wendigkeit, die beim Dribbling von entscheidendem Vorteil sein kann.

Die größten und die kleinsten Profifußballer aller Zeiten

Jerome Boateng weiß, wovon die Rede ist. Lionel Messis Dribbling im Halbfinale der Champions League 2015 im Spiel Barca gegen Bayern München und Jerome Boatengs Versuch, ihn wie eine Bahnschranke  zu stoppen, sind Legende.

 

Leo Messi ist schneller als Jerome Boateng. Nicht immer (WM 2014), aber manchmal (UCL Halbfinale 2015) ©GettyImages

Leo Messi ist schneller als Jerome Boateng. Nicht immer (WM 2014), aber manchmal (UCL Halbfinale 2015) © GettyImages

Das gleiche gilt für das Dribbling von Maradona über den halben Platz gegen England bei der WM 1986. Da kann man dann auch schon mal bei anderer Gelegenheit die Hand zur Hilfe nehmen, wenn es mit dem Kopfball gegen die Nordsee-Insulaner aufgrund der mangelnden eigenen Körpergröße nicht reicht. Und das heißt dann die Hand Gottes.

Auf der anderen Seite können große Spieler nicht nur köpfen und den “Air” Jordan im Fußball geben sondern sind zum Teil von einer ausgesprochen Körperbeherrschung, die man den langen Lulatschen gar nicht zugetraut hätte. Peter Crouch, ehemaliger britischer Nationalspieler, ist so ein Fall. Und auch Jan Koller, seines Zeichens Stürmer bei Borussia Dortmund war so ein technisch guter Riese, mit 2 Metern Gardemaß.

Philipp Lahm spricht mit dem Bauchnabel von Jan Koller ©GettyImages

Philipp Lahm spricht mit dem Bauchnabel von Jan Koller ©GettyImages

Der durchschnittliche Profifußballer soll übrigens 5 Foot, 9 Inches messen. Das sind 1.75 Meter. Also eher klein im Vergleich zu anderen Sportarten.

Tiki Taka statt Kick and Rush

Und getrieben durch die Erfolge des spanischen Tiki Taka und die Misserfolge des englischen Kick and Rush in den letzten Jahren scheint sich dieser Trend auch fortsetzen.  Allerdings nicht auf allen Positionen. Die Aussenverteidiger- und Aussenstürmerpositionen sind fest in der Hand der Kleinen. Ein Arjen Robben und ein CR7 sind da fast schon größenmäßig Ausnahmen. Auch im Mittelfeld dominieren immer häufiger kleine und wendige Spieler – gerade auf Schlüsselpositionen wie der 6 oder der 10. Und sogar auf der Mittelstürmerposition haben es spielschwache Typen der Kategorie unbeweglicher Klotz wie Mario Gomez schwer und falsche Neuner oder Neuneinhalber wie Mario Götze, Max Kruse oder Raffael dominieren.

Anders sieht es dagegen logischerweise bei den Innenverteidigern und den Torhütern aus. Obwohl – auch bei den Torhütern ist eine gute Spieleröffnung mittlerweile fast schon so wichtig wie eine gute Strafraumbeherrschung. Wohl dem, der da einen Manuel Neuer hat – Krake und Passgeber in einer Position.

Da hätte ein Ex-Titan wie Oliver Kahn, der ja eher in die Kategorie der fußballerischen Rumpelfüssler gehörte und kaum einen Ball geradeaus schießen konnte, heute wohl kaum eine Chance. Aber der befindet sich ja schon lange in sicheren Händen – und spricht lieber über Fußball, als dass er spielt.