Bundesliga vor 30 Jahren: Bayern, FCK und Co. endlich live – premiere und die Fußball-Revolution im TV!


Bundeliga live im TV? Das hatte es in Deutschland lange allenfalls an besonderen Tagen gegeben. Bis zum 2. März 1991. Vor 30 Jahren brachte der Pay-TV-Sender premiere die Fußball-Revolution in deutsche Kneipen und Wohnzimmer. Jede Woche Bundesliga live – und den Anfang machten nicht die Bayern!

Am 3. März 1991 hatten die Fußballfans zwischen Main und Saar genügend Gesprächsstoff.

Viele staunten noch über das, was sie am Tag zuvor in ihrer Kneipe gesehen hatten. Erstmals in fast 30 Jahren Fußball-Bundesliga startete ein Sender mit Live-Spielen Woche für Woche.

Der damals in Hamburg sitzende Pay-TV-Sender premiere betrat ein Terrain, das in England oder in Frankreich längst erforscht war. Premiere übertrug seitdem an jedem Spieltag die Bundesliga live. Seit 2009 heißt der Sender Sky. Er legte einen Meilenstein in der deutschen Fußball-Berichterstattung im Fernsehen. Die Besonderheit: 12 bis 14 installierten Kameras im Stadion und der ,,Super-Zeitlupe” entging nichts.

Die guten alten ,,Sportschau”-Zeiten, das musste jedem Nostalgiker schon bei Einstieg  von RTL 1988 (,,Anpfiff”) klar sein, waren spätestens jetzt vorbei. Das Fernseh-Zeitalter hatte im deutschen Fußball-Einzug gehalten. Jetzt war im wahrsten Sinne des Wortes ,,Premiere”. Und was machten die Hamburger? Sie entschieden sich eben nicht für die Partie von Meister FC Bayern München gegen den FC St. Pauli (0:1).

Die neuen TV-Macher waren am 19. Spieltag dort, wo trotz winterlicher Kälte und Schneerändern am Spielfeld die Luft brannte. Beim Südwest-Derby Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern (4:3). Premiere-Sportchef Reinhold Beckmann (heute 65 / ,,Der ist weg, Mann, der Beckmann”) und Ex-FCK-Coach Hannes Bongartz (69) meldeten sich aus dem Frankfurter Waldstadion. Erster Field-Reporter war der legendäre Jörg Dahlmann (,,Sollen sie mich rausschmeißen, ich zeig Ihnen das Tor noch mal”).

Die richtige Entscheidung, wie sich weisen sollte. Nach 3 Minuten spielte Frankfurt-Regisseur Uwe Bein einen seiner berühmten No-Look-Pässe in den Lauf von Andreas Möller. Der ,,Turbo” lief den Kaiserslauterern davon. Möller erzielte gegen Gerry Ehrmann das 1:0 und damit das 1. Tor in einer deutschen Pay-TV-Liveübertragung. 2 weitere Möller-Tore sollten beim 4:3 gegen den FCK folgen. Das 4. Frankfurter Tor bereitete der überragende Möller für Uwe Bein vor.

Am 23. März 1991 waren die Bayern dann gesetzt. Absolutes Spitzenspiel am Betzenberg und natürlich war premiere bei FCK gegen Bayern live dabei. Der 1. FC Kaiserslautern erklomm gegen den Rekordmeister FC Bayern (2:1) die Tabellenspitze. Und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Zum Saisonende hin zeigte premiere die Spiele der Bayern und des FCK erstmals in einer Konferenzschaltung. Diese gehört seit 2000 für alle Spiele fest zum Inventar des Pay-TV-Senders.

,,Wir wurden damals so eine Art Glücksbringer für den 1. FC Kaiserslautern”. So erinnerte sich der damalige premiere-Sportchef Reinhold Beckmann am Dienstag bei Sky. ,,Man hat uns dort mit offenen Armen empfangen und am Ende wurde der 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister. Das hat diese Saison so besonders gemacht.”

Bayern, der FCK, Frankfurt und Co. live bei premiere. Das war der Anfang einer Ära. Seit dem 2. März 1991 haben premiere bzw. Sky 6.970 Livespiele gezeigt. Ab August 1998 erhöhte man die Spiel-Anzahl auf 3 pro Wochenende. Seit August 2000 gibt es alle 9 Spiele pro Runde live bei Sky.

Eintracht Frankfurt - Teamprofil und Leistungsdaten

Bayern FCK premiere
März 1991: Bayern-Trainer Jupp Heynckes (m.) erklärt den premiere-Reportern seine Sicht der Dinge beim 3:0 in Stuttgart. Foto: Imago Images / Pressefoto Baumann

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