Bundesliga-Geschichte – Als ,,Wild Willi” und das ,,Feierbiest” zürnten…


Heute am…Das ist der 20. März in der Fußball-Bundesliga!

Im Jahr 1965 sind Schiedsrichter auch Platzwarte. Als beim Spiel in Karlsruhe ein Ball durch eine löchrige Masche im Kasten des 1. FC Köln einschlägt, annulliert Referee Erwin Sturm (Hannover) nicht nur den Treffer, er flickt auch mit Hilfe der Kölner Spieler das Netz. Gedankt wird es ihm nicht, im Gegenteil. Da der KSC mit 2:4 verliert, sind seine Fans mit der Gesamtsituation unzufrieden und Sturm verlässt den Wildpark, der seinem Namen alle Unehre macht, unter Polizeischutz. in Karlsruhe ein Ball durch eine löchrige Masche im Kasten des 1. FC Köln einschlägt, annulliert Referee Erwin Sturm (Hannover) nicht nur den Treffer, er flickt auch mit Hilfe der Kölner Spieler das Netz. Gedankt wird es ihm nicht, im Gegenteil. Da der KSC mit 2:4 verliert, sind seine Fans mit der Gesamtsituation unzufrieden und Sturm verlässt den Wildpark, der seinem Namen alle Unehre macht, unter Polizeischutz.

Im Jahr 1971 haben Profis noch keine Skrupel gegen ihre Ex-Klubs zu treffen, Bei seiner ersten Rückkehr zu Hannover 96 schießt Rainer Zobel gleich beide Treffer für Bayern München und rettet seinem Team damit einen Punkt. Es sind seine ersten Tore im Bayern-Trikot. Der Mittelfeldspieler, laut Gerd Müller „ein Laufwunder“, hält seine Freude kaum zurück: „2 Tore durch mich, ich könnte die ganze Welt umarmen.“ Hannovers neuer Manager Werner Bock grummelt: „Wäre ich schon seinerzeit im Amt gewesen, Zobel wäre Hannover erhalten geblieben.“

Im Jahr 1976 ist die Bundesliga ein Fall fürs Jugendamt: Eintracht Frankfurt setzt in höchster Personalnot einen mit Jürgen „Fuzzy“ Friedl einen 17-jährigen Torwart gegen Hannover 96 ein. Da er noch dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehört, hat er eigentlich doch keine Spielgenehmigung, wie auch dem DFB erst nach dem Spiel einfällt. Er bittet die Hessen um Stillschweigen. Das Versehen bleibt folgenlos, Hannover kriegt es auch nicht mit und verliert klaglos mit 1:3. Friedl avanciert damit illegaler Weise zum jüngsten Spieler der Bundesliga, ehe ihn der Dortmunder Profi Nuri Sahin 2006 ablösen wird.

 

20. März 1971: Rainer Zobel (m.) trifft für den FC Bayern München und gegen seinen Ex-Klub Hannover 96 mit Hans Siemensmeyer (m.) und Peter Anders (l.). Foto: Imago Images / Rust

20. März: ,,König" Otto und ,,Titan" Kahn schreiben Geschichte

Die nicht eben als Werder-Legenden firmierenden Spieler Sven Benken und Pawel Wojtala (am Boden) können am 20. März 1999 den Einschuss von Bayern Münchens Carsten Jancker (m.) zum 1:0 für den Rekordmeister nicht verhindern. Foto: Imago Images / Team 2

Anfang der 90-er Jahre, genauer 1992, ist Bochum die deutsche Fußballhauptstadt. Im Ruhrpott gibt es wie sonst nur in Stuttgart 1991/92 zwei Klubs aus einer Stadt und an jenem Freitag treffen der VfL und die widerwillig eingemeindete SG Wattenscheid 09 aufeinander. Der VfL verteilt an seine weit zahlreicheren Fans einige Pauken und 2.000 Trompeten, um seinem aufmüpfigen Nachbarn den Marsch zu blasen. 20.000 machen ein Riesenspektakel, VfL-Trainer Holger Osieck ist begeistert: „So was habe ich hier noch nie erlebt.“ Aber der Plan klappt nicht ganz, das brüderliche 1:1 hilft keinem weiter im Abstiegskampf – lässt aber immerhin jedem die Möglichkeit offen, dass der andere absteigt.

Und im Jahr 2003 steht der Bundesliga-Spieltag am 20. März ganz im Zeichen von Otto Rehhagel, der sein 400. Spiel in Folge als Werder-Trainer verantwortet. Seine Mannschaft schenkt dem „Kind der Bundesliga“ einen 2:0-Heimsieg gegen Schalke, verbunden mit dem Sprung auf Platz zwei. Rehhagel wiederum schenkt dem Jubiläum wenig Beachtung: „Diese Zahl haben irgendwelche Statistiker ausgegraben, für mich zählt heute nur der Sieg gegen Schalke.“

Kurz vor der Jahrtausendwende, im Jahr 1999, feiern zumindest die Bayern-Fans Oliver Kahn. Er knackt an diesem Nachmittag im Münchner Olympiastadion die Rekordmarke von Oliver Reck, der einst mit Werder 641 Minuten ohne Gegentor geblieben war. Und das auch noch mit einem Sieg gegen Werder Bremen (1:0) – Zufälle gibt’s. Noch ein Rekord fällt den Bayern 1999 in den Schoss –nie war ein Vorsprung nach 23 Spieltagen bis dato größer (14 Punkte).

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,,Wild Willi" und das ,,Feierbiest" haben am 20. März Ausgang

Martin Fenin erzielt am 20. März 2010 den 2:1-Siegtreffer für Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern München und David Alaba. Foto: Imago Images / MIS

Im Jahr 2004 lernt die Bundesliga den wilden Willi kennen. Willi Reimann hat eigentlich das Image, dass ihn nichts erschüttern könne. Mancher munkelt, der Trainer nehme schon zum Frühstück Schlaftabletten. Doch beim Spiel seiner Frankfurter Eintracht bei Borussia Dortmund (0:2) zeigt er eine ganz andere Seite an sich: Aus Erregung über einen Platzverweis schubst er Thorsten Schriever, den vierten Offiziellen – 2004 noch eine Neuheit im Fußball – 2-mal vor die Brust und muss auf die Tribüne, wo man ihn auch bei den nächsten 5 Spielen seines Teams wiederfinden wird. Seine Entschuldigung vor dem Sportgericht („Ich war sehr aufgeregt und der ganze Vorfall tut mir ausgesprochen leid“) hilft da wenig. Reimann wird zum „Container-Willi“, Frankfurt steigt am Ende ab…

Am 20. März 2010 kassiert Bayern München nach 19 Spielen mal wieder eine Niederlage. Das 1:2 in Frankfurt zeichnet sich bis zur 87. Minute nicht ab, so lange führen die Bayern. Dann folgen fatale 104 Sekunden: Der 19-jährige Juhvel Tsoumou gleicht aus und Martin Fenin macht den Sack zu. Trainer Louis van Gaal erntet Kritik für den Einsatz des 17-jährigen Debütanten David Alaba, der an beiden Toren seinen Anteil hat. Auf der Pressekonferenz kanzelt der Niederländer dafür einen Journalisten ab: „Das können Sie sagen, ich aber bin damit nicht einverstanden.“ Der Journalistenschreck aus den Niederlanden verhängt den Welpenschutz und tut gut daran, wie die kommenden Jahre zeigen werden.

Was wäre eine historische Serie zur Bundesliga ohne ein besonderes HSV-Schmankerl. Im Jahr 2015 sitzt Josef Zinnbauer zum letzten Mal als Trainer auf der HSV-Bank. Nach dem 0:1 im Heimspiel gegen die Berliner Hertha und dem Sturz auf Platz 16 sieht sich der Vorstand zum Handeln gezwungen. Wie schon im Vorjahr braucht der HSV auch 2014/15 insgesamt 3 Trainer. Zunächst folgt aber mal der Sportdirektor: Peter Knäbel übernimmt den Sorgen-Fall. Gerettet wird der HSV allerdings von Bruno Labbadia…

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