Bundesliga-Geschichte – Als das hässlichste Tor aller Zeiten fiel


Bester Stoff für Bundesliga-Junkies auf Entzug: Was geschah am 25. April in der deutschen Fußball-Eliteklasse?

Die ersten Absteiger der Bundesligageschichte stehen nach dem vorletzten Spieltag 1963/64 fest. Preußen Münster folgt dem 1. FC Saarbrücken nach einem 2:4 in Bremen. Es sind noch Tage der Ritterlichkeit, jedenfalls klingt das so bei Werder-Coach Willi Multhaup: „Es war nicht angenehm, den uns befreundeten Preußen den Dolchstoß zu geben.“ Profiteur ist Hertha BSC, die nach dem 3:1 gegen 1860 München gerettet ist. Dass bei dem Spiel was faul ist, kommt leider viel zu spät raus. 1860-Kapitän Alfons Stemmer wird bestochen. Hertha-Schatzmeister Herzog gesteht später: „Es ging um 15.000 Mark, die Stemmer auch von uns bekam, einen Tag nach dem Spiel, abgezählt in Hundertern. Später kam die Sache ans Licht und es kam zu einem Prozess. Das Berliner Landgericht entschied damals, dass man behaupten darf, dass Stemmer 15.000 Mark erhielt.“

Erstmals steht 1973 ein Bundesligist im Uefa-Cup-Finale. Schon im zweiten Jahr des Wettbewerbs zieht Borussia Mönchengladbach ein. Ein 2:1-Sieg bei Twente Enschede zerstreut die letzten Zweifel. Eigentlich war bereits nach dem Hinspiel (3:0) fast alles klar gewesen. Nun geht es gegen den FC Liverpool.

Beim 3:2 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen wurschtelt Pierre Littbarski den Ball, beim hässlichste Tor aller Zeiten, an Torwart Dieter Burdenski vorbei. Copyright: Imago images

25. April 1985: Littbarski „erwurschtelt" hässlichstes Tor aller Zeiten

Wolf, Frankfurt, 1992
Dirk Wolf (Eintracht Frankfurt) jubelt 1992 mit den Fans. Copyright: imago/Claus Bergmann

In Köln fällt 1985 das wohl hässlichste Tor des Jahres aller Zeiten. Der Schütze selbst wird noch lange sagen, er könne es nicht mehr sehen. Aber wer es sieht, muss lachen und mancher hat auch Grund zum Jubeln. Udo Lattek etwa, der Bayern-Trainer. Er sitzt auf der Tribüne und erfreut sich einer Bremer Niederlage, die auch dank des entscheidenden Sitz-Krabbel-Wurschtel-Tores von Pierre Littbarski im dritten Versuch und aus unmöglichem Winkel zustande kommt. Durch das 3:2 für Köln verpasst Werder in diesem Nachholspiel den Sprung an die Spitze. Da thronen auch 1985 die Bayern.

Erstmals ist am 25. April 1992 nach einem 34. Spieltag noch keine Entscheidung gefallen. Denn die Liga hat ausnahmsweise 20 Mannschaften und die Saison noch vier Spieltage zu absolvieren. Zum Glück, sonst wäre der Meister nur durch die Tordifferenz ermittelt worden. Nach dem 4:2-Heimsieg des VfB Stuttgart im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund stehen diese beiden punktgleich mit Eintracht Frankfurt (3:1 gegen Leverkusen) oben, die Hessen sind Erster. Das Spiel in Stuttgart wird vom Pay-TV-Sender Premiere übertragen und gilt als das erste mit moderner Datenerfassung. So wird ermittelt, dass VfB-Keeper Eike Immel deutlich weiter abschlägt (71,30 m) als Dortmunds Stefan Klos (58,40 m). Fakten, die schon 1992 nicht jeder Fan braucht, jetzt aber frei Haus bekommt.

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25. April 2009: Neuers Jubel-Kopie erzürnt Bayern-Ultras

Neuer, Schalke
Manuel Neuer - damals noch Schalker - macht sich 2009 durch einen Torjubel a la Oli Kahn bei den Bayern-Ultras alles andere als beliebt. Copyright: mago images / Schiffmann

MV macht am 25. April 1995 reinen Tisch. Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des VfB Stuttgart, hat genug von der Performance seines Klubs in der Saison 1994/95. Nicht nur Trainer Jürgen Röber muss gehen, auch Manager Dieter Hoeneß wird der Stuhl vor die Tür gestellt. „Der Fußball steht unter Erfolgszwang und da erfordert es manchmal auch menschlich unangenehme Entscheidungen“, doziert MV. Und stillose Methoden. Röber erfährt von seiner Entlassung aus dem Radio. Zwischen den Schicksalsgenossen Hoeneß und Röber aber entsteht ein einendes Band, schon 1996 sieht man sie beide bei Hertha BSC und es beginnt die größte Bundesligazeit der Berliner.

Manuel Neuer jubelt 2009 an der Eckfahne und verscherzt es sich für die lange Zeit mit den Bayern-Ultras. Zwei Jahre vor seinem Wechsel nach München gewinnt er dort mit Schalke 1:0 und imitiert nach Halil Altintops Tor den Eckfahnen-Jubel von Oliver Kahn, als Bayern den Schalkern 2001 im Fernduell noch die Meisterschaft entriss. Das merkt sich der gemeine Bayern-Fan. Aber er muss auch dankbar sein: diese Pleite ist die letzte in der unerquicklichen Amtszeit von Trainer Jürgen Klinsmann.

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