Nach dem Streich-Fall: Das sind die längsten Sperren der Bundesliga-Historie


Bundesliga Sperren Kobiashvili
Düsseldorf, 15. Mai 2012: Als in der Esprit Arena beim Relegationsspiel zwischen Fortuna und Hertha BSC (2:2) alle Dämme brachen, brannten dem Berliner Levan Kobiashvili die Sicherungen durch... Foto: Imago Images / Copyright: imago/Matthias Koch

Einspruch! – Nicht stattgegeben!

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat die Sperre für David Abraham von Eintracht Frankfurt am Mittwoch bestätigt.

Der Argentinier, der am vergangenen Sonntag im Spiel beim SC Freiburg (0:1) in der Nachspielzeit SC-Coach Christian Streich (54) zu Boden streckt, bleibt für 7 Wochen und damit bis zum Jahresende für die Bundesliga gesperrt.

Die ,,Tätlichkeit gegen den Gegner“ kostet Abraham zudem eine Geldstrafe von 25.000 Euro. Schiedsrichter Dr. Felix Brych (München) hat dem Kapitän der Frankfurter nach der Attacke gegen Streich (,,Ich dachte, er wäre ein bisschen stabiler“) die Rote Karte gezeigt.

Streich Frankfurt
Der Streich des Tages: Frankfurts David Abraham checkt SC-Coach Christian Streich weg... Foto: Imago Images

Bundesliga: Diese Spieler schlugen den Schiri

Bundesliga Sperren Konietzka
Timo Konietzka (l., mit Manfred Wagner) schoss das erste Tor in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Foto: Imago Images / Copyright: imago/WEREK
Damit kommt der Argentinier Abraham vergleichsweise glimpflich davon.

Für einen ähnlichen Fall hat der Georgier Levan Kobiashvili im Anschluss an das Bundesliga-Relegationsspiel am 15. Mai 2012 mit Hertha BSC bei Fortuna Düsseldorf (2:2) die höchste Sperre der Bundesliga-Geschichte kassiert.

Der Herthaner versetzt Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) im Kabinentrakt einen Faustschlag. Der DFB zieht ihn für mehr als 7 Monate aus dem Verkehr.

6 Monate Sperre kassiert der 1860-Spieler Friedhelm ,,Timo“ Konietzka. Der Stürmer von 1860 München sieht am 8. Spieltag der Saison 1966/67 Rot, weil er nach einem nicht geahndeten Handspiel im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (1:2) Schiedsrichter Max Spinnler aus Mainz anrempelt und ihm die Pfeife aus der Hand schlägt. Konietzka bestreitet diesen Vorfall später.

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Streich Frankfurt

Beleidigung kostete Erwin Kremers den Weltmeister-Titel!

Schiedsrichter Hans Joachim Osmers zeigt Axel Kruse (VfB Stuttgart) die rote Karte. Die Lauterer Axel Roos und Jan Eriksson (m.) wissen auch nicht, was sie dazu noch sagen sollen... Foto: Imago Images

Die folgenschwerste Sperre seiner Karriere handelt sich Erwin Kremers vom FC Schalke 04 1974 ein.

Er nennt Schiedsrichter Max Klauser (Vaterstetten) eine ,,blöde Sau“. Der Referee will Milde walten lassen und fragt Kremers, ob er sich verhört hat. ,,Jetzt noch mal für Doofe: Sie sind eine blöde Sau!“, kontert Kremers – und sieht Rot. 14 Wochen Sperre sorgen dafür, dass er aus dem deutschen WM-Kader gestrichen wird und somit – anders als sein Bruder Helmut – die erfolgreiche Weltmeisterschaft 1974 verpasst!

Immer für einen gut ist auch Axel Kruse. Der Stürmer rempelt in Diensten des VfB Stuttgart am 25. August 1993 gegen den 1. FC Kaiserslautern Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers (Bremen) um. Die Folge: Rot und 10 Wochen Sperre! n den Raum.

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