Ex-Bayern-Star als Retter? – Ibrahimovic schlägt CR7


Relegation zur 2. Liga: 1. FC Nürnberg 2:0 – Wende mit Ex-Bayernprofi Wiesinger

Der Bayern-Effekt in Franken? Der 1. FC Nürnberg trotzt der Gefahr, auf direktem Weg von der 1. Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht zu werden, eindrucksvoll! Die Franken gehen mit einem klaren 2:0 (2:0) gegen den Drittliga-Vierten FC Ingolstadt ins Relegations-Rückspiel am Samstag.

Mit dem neuen Trainer Michael Wiesinger (47), einem ehemaligen Profi des FC Bayern und des 1. FC Nürnberg, lief der „Club“ am Dienstagabend die Relegation zur 2. Liga gegen den FC Ingolstadt stark verbessert auf. Der FCN war im leeren Max-Morlock-Stadion die überlegene Mannschaft und – Nomen est Omen – Fabian Nürnberger (22.) erzielte mit dem 10. Torschuss das 1:0 für die Nürnberger. In der 44. Minute schnürte der 20-jährige Fabian Nürnberger dann den Doppelpack – 2:0 zur Pause.

„Gebe alles, hau alles raus, tu alles für die Mannschaft“, gab Michael Wiesinger in der Pressekonferenz vor dem Spiel die Losung aus, „dafür muss man alles geben, dafür muss man fast bereit sein, zu sterben.“ Markige Worte, die bei seiner neuen Mannschaft aber Anklang fanden. Die Nürnberger wirkten gegenüber den letzten Auftritten unter Ex-Coach Jens Keller in Kiel (1:1) und zuvor gegen den VfB Stuttgart (0:6 / Ligalive.net berichtete) wie verwandelt. Der Deutsche Meister von 1968 ließ in dieser Partie vom Start weg keinen Zweifel daran, wer der Zweit- und wer der Drittligist ist. Das änderte sich auch nach der Pause nicht, obwohl das Spiel der Gastgeber nicht mehr so zwingend war wie in Halbzeit 1. Der FC Ingolstadt blieb 90 Minuten ohne Torschuss und bot eine insgesamt enttäuschende Leistung. Der gesperrte, 13-malige Torschütze Stefan Kutschke fehlte den „Schanzern“, ebenso musste Maximilian Beister nach 30 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Nürnberg war mit 114,6 Kilometern auch das laufstärkere Team. Ingolstadt spulte nur 113,2 Kilometer runter.

Großer Sieger also neben Fabian Nürnberger also Michael Wiesinger. Er gewann als Spieler kurioserweise 2010 mit Ingolstadt gegen den damaligen Zweitligisten FC Hansa Rostock die Relegation. Der neue FCN-Coach nahm insgesamt 5 Veränderungen in der Startelf vor. Johannes Geis, Nikola Dovedan und Michael Frey blieben u. a. bei Anpfiff auf der Bank. „Die Mannschaft hat Entschlossenheit gezeigt, das würde ich 3-mal unterstreichen“, sagte Wiesinger nach der Partie dem Streamingdienst Amazon Prime Video, „aber wir haben ein paar Dinger noch liegen lassen. An solchen Spielen wie heute können junge Spieler wie Fabian Nürnberger auch wachsen und etwas zurückgeben.“

„Ein gutes Ergebnis für uns“, sagte Matchwinner Fabian Nürnberger, ein gebürtiger Hamburger übrigens, anschließend bei Amazon Prime Video, „Michael Wiesinger hat mir gesagt, dass er mir vertraut und dass ich es einfach mit dem linken Fuß versuchen soll. Das hab ich versucht und das hat mir Selbstvertrauen gegeben.“ Ex-Bundesliga-Trainer Mirko Slomka (52), 2014 Sieger in der Relegation mit dem HSV: „Ein super Junge, dieser Fabian Nürnberger, auf der linken Seite hat er mit Tim Handwerker zusammen für die Dominanz des 1. FC Nürnberg gesorgt.“

1. FC Nürnberg FC Ingolstadt Relegation
Die Spieler des 1. FC Nürnberg feiern in der Relegation gegen den FC Ingolstadt den 2-fachen Torschützen Fabian Nürnberger. Foto: Imago Images / Eckphoto

Top-News 2: Giganten-Duell in der Serie A – Ibrahimovic schlägt CR7

Zlatan Ibrahimovic AC Mailand Juventus Turin
Mit diesem verwandelten Handelfmeter leitete Zlatan Ibrahimovic (m.) gegen Juventus Turin die Wende zugunsten des AC Mailand ein. Foto: Imago Images / HochZwei

Es ist das Giganten-Duell des italienischen Fußballs – auch vor leeren Rängen. AC Mailand gegen Juventus Turin oder Zlatan Ibrahimovic (38) gegen Cristiano Ronaldo (35). Am Dienstagabend gab es beim 4:2 (0:0) in Mailand eine turbulente Partie.

Dabei begann alles so still. Vor dem Spiel gedachten beide Teams dem am Montag im Alter von 91 Jahren verstorbenen italienischen Komponisten Ennio Morricone („The Good, the Bad and the Ugly“ / 2 „Oscars“).

Milan hatte nur eines der vorangegangenen 22 Pflichtspiele (!) gegen Juventus gewinnen können. Was machte die beiden Granden? Cristiano Ronaldo blieb in der 1. Halbzeit ohne Torschuss, Ibrahimovic erzielte kurz vor dem Pausenpfiff (45. + 2) die vermeintliche Milan-Führung, stand aber im Abseits.

Eine Personalie, die über San Siro schwebt, ist die von der italienischen Fußball-Bibel Gazzetta dello Sport bereits als perfekt gemeldete Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick als Coach und als Sportdirektor. „Ich will das Ende der Saison erreichen, es sind noch so viele Spiele zu spielen und viele Ziele zu erreichen“, sagte Milan-Sportdirektor Paolo Maldini in der Halbzeitpause bei DAZN dazu unverbindlich, „ich habe eine große Bindung zum Verein und gibt noch nichts Definitives. Wir werden auf jeden Fall das Saisonende abwarten.“

Nach dem Wechsel drehte ,,Juve” als erstes am Schwungrad. Ein Traumtor von Adrien Rabiot (47.) ins Kreuz-Eck und das 26. Saisontor von Cristiano Ronaldo (53.) sorgten binnen von 6 Minuten für 2:0-Führung der „Bianconeri“ im leeren Giuseppe-Meazza-Stadion. Mit seinem Treffer rückte CR7 bis auf 3 Tore auf den Führenden in der Torjägerliste, den Ex-Dortmunder Ciro Immobile von Lazio Rom, heran.

Ein Handelfmeter (Leonardo Bonucci, 61.), der erst per VAR verhängt wurde, durch Zlatan Ibrahimovic (62.) brachte neue Spannung in diese Partie. Der Schwede schickte ,,Juve”-Keeper Wojciech Szczesny von sich aus nach rechts und damit in die falsche Ecke. 4 Minuten später glich Kessié für Milan aus. Ibrahimovic verließ im Anschluss an diesen Treffer das Feld und bekam die verdiente Verschnaufpause. Nur 60 Sekunden nach dem Ausgleich drehte Rafael Leao mit dem 3:2 (67.) die Partie für den AC Mailand. Die Vorarbeit kam vom Ex-Frankfurter Ante Rebic. Der kroatische Vize-Weltmeister, in der 1. Halbzeit immerhin „Teilnehmer an diesem Spiel“, riss die Partie zugunsten Milans aus dem Feuer. Rebic erzielte per Direktabnahme nach 80 Minuten das 4:2! „Ein gigantisches Spiel, 6 Tore ist nix Verkehrtes“, jubelte Ex-Italien-Profi Andreas Brehme, UEFA-Cup-Sieger 1991 und italienischer Meister 1989 mit Inter, bei DAZN. Juventus Turin bleibt trotz der Niederlage mit 7 Zählern vor Lazio Rom (68 Punkte) weiterhin souveräner Tabellenführer der Serie A.

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Top-News 3: Das ganz große Glück aus Osnabrück – Diese VfL-Spieler und Trainer schlugen ein

Ralf von Diericke
Ralf von Diericke im Trikot des VfL Osnabrück, 1980/81. Foto: Imago Images / Rust

Der Hamburger SV hat einen neuen Trainer. Daniel Thioune (45) soll den leck geschlagenen „Dino“ wieder auf Kurs bringen. Zuvor hat ehemalige Profi des VfL Osnabrück die Violetten 2019 die Deutsche Drittliga-Meisterschaft gewonnen. 2000 stieg er auch als Spieler mit „Osna“ auf. Der Verein an der westfälisch-niedersächsischen Grenze hat sich nicht erst seit Daniel Thiounes Verpflichtung durch den HSV zu einem Feeder Club für die Großen entwickelt.

Dass in Osnabrück große Trainerkarrieren beginnen können, bewies an der Bremer Brücke neben Gerd-Volker Schock, Frank Pagelsdorf und Wolfgang Sidka noch ein anderer: Udo Lattek. Der 2015 verstorbene, erfolgreichste deutsche Vereinstrainer aller Zeiten, trainierte die Osnabrücker zwischen 1962 und 1965 und absolvierte auch 70 Spiele für den Klub.

Noch namhafter kommt die Liste der teuersten Spieler-Abgänge in der Geschichte des VfL daher. Der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte bei den Abgängern: Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, der 1993 von Hertha BSC für umgerechnet 500.000 Euro angeworben wurde. Der 1. FC Kaiserslautern holte VfL-Stürmer Simon Zoller 2013 für 300.000 Euro in die 2. Liga. Über Osnabrück nach ganz oben, zu Meisterehren in Österreich mit RB Salzburg und in die Champions League mit RB Leipzig: Kevin Kampl. Der Mittelfeldspieler verließ Osnabrück 2012 für 250.000 Euro in Richtung VfR Aalen.

Neben Wollitz hatte Osnabrück auch 3 absolute Paradiesvögel der Bundesliga unter Vertrag: Erwin Kostedde, Deutschlands ersten farbigen Nationalspieler 1982/83 (Karriere-Ausklang) und den jungen Jimmy Hartwig 1973/74. Der „weiße Brasilianer“ Ansgar Brinkmann stand 2-mal (1987 bis 1990 und 2000/2001) in Osnabrück unter Vertrag.

Doch Osnabrück wäre nicht komplett ohne den „Baron“: Ralf von Diericke. 1980/81 auf seiner ersten Karriere-Station in Osnabrück, überfiel der Stürmer 1985 in Wuppertal die Geschäftsstelle des WSV und eine Spielothek. Er saß insgesamt 6 Jahre in Haft und wurde zum ersten Freigänger und Häftling in Deutschland mit einem Vertrag als Fußball-Profi.

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