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Fußball-Macher Felix Magath zum Jahreswechsel 2020/21 über die Bayern-Idole Lahm und Müller – und Jogi Löw

Felix Magath zum Jahreswechsel 2020/21 in einem Interview über die Bayern-Idole Philipp Lahm und Thomas Müller und mit Kritik an Jogi Löw.

Felix Magath Würzburg

Vor knapp einem Jahr hat Felix Magath (67) als ,,Head of Flyeralarm Global Soccer” in Wien und Würzburg angefangen. Nun spricht Felix Magath vorm Jahreswechsel 2020/21 in einem Interview über die Bayern-Stars Philipp Lahm und Thomas Müller. Der Fußball-Macher aus Würzburg gab dabei auch Spitzen in Richtung Joachim Löw ab. 

Felix Magath lieferte im Herbst auch einen Vorschlag für den Fußballspruch des Jahres 2020. ,,Der Trainer kann in Ruhe weiterarbeiten. Nur eben woanders”, erklärte der Vize-Weltmeister von 1986. Das war nach der Entlassung von Würzburg-Coach Marco Antwerpen. Im November. Dass er diese Äußerung keineswegs bereut, unterstrich Magath in einem Interview. Das Kicker-Sportmagazin veröffentlichte das Interview mit Felix Magath am 21. Dezember 2020.

Magath darin: ,,Was sollte ich da bereuen? Ironie kommt bei einigen halt nicht mehr an.” Dass die von dem Unternehmen Flyeralarm unterstützten Klubs Würzburger Kickers und Admira Wacker im Sommer 63 Transfers tätigten, sieht Magath ebenfalls unkritisch. ,,Nicht ich habe transferiert”, stellte der Fußball-Macher klar. ,,Ich bin nur da, um zu helfen. Ich berate, mehr nicht, mache keine Verträge”, sagte der Bundesliga-Trainer der Jahre 2005, 2006 und 2009. Felix Magath als ,,Entwickler”? In dieser Rolle sieht sich der ehemalige Mittelfeldstratege jetzt in Würzburg und Wien. ,,Ich habe immer Spieler entwickelt”, so Magath. ,,Philipp Lahm hätte ohne mich vielleicht kein Ligaspiel gemacht. Die Bayern ließen ihn nicht spielen.” Könnte man so sehen. Der gebürtige Münchner Lahm nahm 2003 den Umweg einer Leihe beim VfB Stuttgart in Kauf. Mit Magath wurde Lahm sensationell Vize-Meister. Und Stuttgarts ,,junge Wilde” rockten die Champions League.

Magath polarisiert. ,,Quälix”, ,,Schleifer”, Schach-Großmeister – Diese Beinamen erhielt der gebürtige Aschaffenburger vom Boulevard. Dass der erfahrene Fußball- und Medienprofi auch Anfeindungen zur Genüge kennt, gibt Magath im gleichen Gespräch zu. ,,Es riefen schon 70.000 Menschen: Magath raus!”, erzählt Felix Magath. ,,In England bei Fulham schrien sie: Felix out. Mit dem Vornamen klingt es sympathischer…”

Felix Magath blickt auf 2021 und auf die durch die Corona-Pandemie immer noch gefährdete Europameisterschaft. Die Chancen für die deutsche Mannschaft sieht der Europameister von 1980 im Keller. Damit spricht er vielen Fans aus der Seele. ,,Von Titelchancen bei der EM würde ich nicht ausgehen.” Sein Eindruck: ,,Es war falsch, Jérome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller auszusortieren.” Magaths rhetorische Frage an Jogi Löw: ,,Warum nimmt er Müller nicht wieder? Thomas spielt überragend bei Bayern.” Die Ausbootung von ,,Radio Müller” im März 2019 ist für Magath ein besonderes Rätsel. ,,Ich weiß nicht, warum Jogi Löw auf ihn verzichtet!” Für den angezählten Bundestrainer Löw hat er eine Spitze parat. ,,Er übernahm damals (nach dem WM-Vorrunden-Aus 2018, d. Red.) die Verantwortung. Dann hörte man wochenlang nichts von ihm, ehe es hieß, er mache weiter.” Felix Magath 2020 zum guten Schluss süffisant: ,,Vor ein paar Jahren sagte unser Bundestrainer noch: Wir brauchen jüngere Trainer…”


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