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Grausam – All diese Profis starben auf dem Fußballplatz

Author: escronanlt

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Der plötzliche Herztod beim Fußball

März 2018: Der italienische Nationalspieler Davide Astori (31) vom AC Florenz wird wenige Stunden vor dem Spiel gegen Udinese Calcio tot aufgefunden. Es wird vermutet, dass der Abwehrspieler an plötzlichem Herzstillstand im Schlaf verstorben ist.

Juni 2017: Der ivorische Nationalspieler Cheik Tiote bricht im Training seiner Mannschaft Beijing Enterprises zusammen. Er wird nur 30 Jahre alt.

Die Trauer um Marc-Vivien Foé war groß. Foto: Getty Images
Die Trauer um Marc-Vivien Foé war groß. Foto: Getty Images

2016 starben 7 Profi-Fußballer, 2015 und 2017 traf es 8 bzw. 6 Spieler

Am 15. August 2016 kollabierte der 20-jährige nigerianische Mittelfeldspieler Michael Umanika beim Training seines Vereins Khazar Lankaran. Plötzlich und unerwartet. Er starb an einem Herzinfarkt. Das Medienecho war gering.

Michael Umanika war der fünfte Profifußballer, der im Jahr 2016 beim Spiel oder als unmittelbare Folge eines Fußballspiels starb.

Insgesamt starben im Jahr 2016  7 Profi-Fußballer auf diese Art. Im Jahr 2015 waren 8 solcher Todesfälle zu verzeichnen, im Jahr  2014 nur 4. In Deutschland sterben ca. 1000 Menschen jedes Jahr am plötzlichen Herztod beim Sport.

Beim Spiel, beim Training oder unmittelbar danach bzw. davor

Sevilla-Fans erweisen Antonio Puerta die letzte Ehre. Foto: Getty Images
Sevilla-Fans erweisen Antonio Puerta die letzte Ehre. Foto: Getty Images
Wir haben tragische und grausame Fälle zusammengestellt, bei denen Profi-Fußballer beim Spiel, beim Training oder im Umfeld eines Spiels plötzlich starben.

In der Regel wegen einer Herzerkrankung, einer Vorerkrankung, die nicht diagnostiziert war.  Oder – und das ist skandalös – bekannt war aber ignoriert wurde!

Wir verlinken auch auf einige YouTube Videos, die entweder in Memoriam das Leben und die Karriere der Spieler zeigen, aber auch den Moment des Kollabierens auf dem Platz festhalten. Wir machen das nicht aus Sensationsgier, sondern um öffentlich verfügbare Informationen kuratiert den Usern zur Verfügung zu stellen.

Und wer glaubt, bei den Todesfällen handele es sich nur um nicht ausreichend trainierte Amateure oder zu ehrgeizige Halbprofis, der irrt.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Ein französischer Meister, ein Bundesliga-Profi und ein UEFA Cup Sieger

Antonio Puerta wurde nur 22 Jahre alt. Foto: Getty Images
Antonio Puerta wurde nur 22 Jahre alt. Foto: Getty Images

In unserem Post kommen sowohl ein französischer Meister, ein Bundesliga-Profi und ein UEFA Cup Sieger vor. Besonders tragisch war dabei das Endspiel im Jahr 2007.

Denn aus beiden Final-Teams verstarb mittlerweile jeweils ein Spieler auf tragische Art und Weise. Darunter der Spieler, der den entscheidenden Elfmeter verwandelte und gegen Schalke 04 im Halbfinale traf.

Und häufig ist es kriminell

Trauer um Daniel Jarque. Foto: Getty Images
Trauer um Daniel Jarque. Foto: Getty Images

Unsere Fälle reichen von 1998 bis heute. Der jüngste von uns dokumentierte Fall ist vom Mai 2016.  Es kommen praktisch alle großen Ligen vor.

Am Ende des Posts listen wir tabellarisch alle mehr als 130 offiziellen Todesfälle im „Association Football“ auf, die direkt beim Spiel oder als Folge des Spiels zu verzeichnen waren. Diese Tabelle stammt von Wikipedia. Direkt vor der Tabelle nennen wir auch die häufigsten medizinischen Ursachen.

Was auffällt. Und das darf nicht sein. In vielen Fällen liegen Vorerkrankungen vor, die bekannt waren. Der Spieler hätte also gar nicht mehr im Profibereich spielen dürfen. Doch das wurde ignoriert – von den Vereinen und vom Spieler.

In einigen Fällen kam es auch zu Pannen bei der Notversorgung. 400 Euro und ein Notarzt, der seinen Job ernst nimmt, hätten ausgerichtet, um den letzten von uns dokumentierten Todesfall vom Mai 2016 zu verhindern. Und wir reden hier von einem Land aus der Europäischen Union, einem Verein der dortigen ersten Liga und von einem Spitzenklub.

Todesfall 13 – 11: Vom sterbenden „Löwen“ bis zum verschwiegenen Herzfehler

Marc Vivien Foe während der Fußball-Afrikameisterschaft im Jahr 2000. Foto: Allsport
Marc Vivien Foe während der Fußball-Afrikameisterschaft im Jahr 2000. Foto: Allsport

13. Marc Vivien Foe – Tragik während des Confederations Cup

Der kamerunische Nationalspieler Marc-Vivien Foé (28) bricht im Juni 2003 in Lyon im Halbfinale des Confederation Cups gegen Kolumbien zusammen. Der Grund: Plötzliches Herzversagen. Der Spieler stirbt kurze Zeit später.

Marc Vivien Foé kam in Kameruns Hauptstadt Yaoundé im Stadtteil Nkolo auf die Welt und begann seine Fußballkarriere als Profispieler beim Verein Canon Yaoundé in der kamerunischen Fußballliga.

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 wechselte er in die französische Ligue 1 zum RC Lens. Dort gewann er 1998 den französischen Meistertitel.

Zu dieser Zeit war Foé bei Manchester United im Gespräch, jedoch brach er sich ein Bein und wurde vom deshalb nicht verpflichtet. Aufgrund dieser Verletzung fehlte der Mittelfeldspieler auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.

Marc Vivien Foe – Das Herz

Das Gedenken an Marc Vivien Foe ist nach wie vor präsent.

Nach der Wiedergenesung wechselte er im folgenden Jahr in die englische Premier League zu West Ham United. Im Jahre 2000 kehrte Foé zurück nach Frankreich und spielte bei Olympique Lyon.

Nach einer Malariaerkrankung, die ihn wochenlang außer Gefecht setzte, gewann er 2001 den französischen Pokal und 2002 den Meistertitel. Foé wurde anschließend von Lyon in die Premier League an Manchester City ausgeliehen, dort spielte er eine erfolgreiche Saison.

Am 26. Juni 2003 beim Konföderationen-Pokal 2003 kollabierte Foé im Halbfinale gegen Kolumbien ohne Fremdeinwirkung aufgrund eines Herzversagens. Ärzte behandelten den 28-Jährigen noch auf dem Spielfeld und kämpften eine Stunde um sein Leben. Doch im medizinischen Zentrum von Lyon konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

Der Tod Foés war ein Schock für die gesamte Fußballwelt. Es gab Diskussionen, ob der Konföderationen-Pokal und das Stadion nach ihm benannt werden sollten. Das Spiel, sein 62. Einsatz im Trikot der Unbezähmbaren Löwen, hatte im Stade Gerland in Lyon stattgefunden. Manchester City vergibt die Trikotnummer 23 in Gedenken an Foé nicht mehr.

12. Daniel Jarque – Der Kapitän

Daniel Jarque (links) spielte für Espanyol Barcelona. Foto: Getty Images
Daniel Jarque (links) spielte für Espanyol Barcelona. Foto: Getty Images
Daniel Jarque entstammte der Talentschmiede von Espanyol Barcelona. In der Saison 2001/02 schaffte er den Sprung über die 2. Mannschaft in den bezahlten Fußball. Seitdem bestritt er 173 Ligaspiele für die Katalanen und gewann 2006 die Copa del Rey.

Im UEFA-Pokal-Finale 2006/07 unterlag er mit Espanyol dem FC Sevilla im Elfmeterschießen. Jarque gehörte von 2001 bis 2005 zum Aufgebot spanischer Juniorenauswahlen; mit der U-19 gewann er 2002 den Europameistertitel.

Jarque, der sich mit seiner Mannschaft in einem Trainingslager in Coverciano, einem Stadtteil im Osten von Florenz, befand und wenige Tage zuvor zum neuen Kapitän Espanyols ernannt worden war, starb am 8. August 2009 während eines Telefonats mit seiner Freundin an Herzversagen.

Seine Freundin informierte daraufhin Mitspieler Ferran Corominas, der ihn zusammen mit den Mannschaftsärzten tot in seinem Hotelzimmer fand.

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Volkstrauer in Spanien

Die Espanyol-Spieler gedenken Daniel Jarque. Foto: Getty Images
Die Espanyol-Spieler gedenken Daniel Jarque. Foto: Getty Images

Tausende Fans legten nach seinem Tode am Estadi Cornellà-El Prat, dem neuen Stadion von Espanyol, Blumen, Kerzen und Spruchbänder nieder.

Zur Trauerfeier im Stadion kamen Delegierte aller spanischen Erst- und Zweitliga-Vereine, des nationalen Fußballbundes RFEF und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, so auch die Präsidenten von Real Madrid, des FC Barcelona und Vertreter des FC Sevilla.

Die Fans von Espanyol gedenken in der 21. Minute jedes Spiels (die 21 war die Rückennummer Jarques) mit lauten „Jarque“-Rufen ihres verstorbenen Kapitäns.

Beim Torjubel nach seinem Siegestreffer in der Verlängerung des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gedachte der Torschütze Andrés Iniesta vom FC Barcelona seines verstorbenen Freundes Daniel Jarque mit der Aufschrift „Dani Jarque siempre con nosotros“ (deutsch: „Dani Jarque für immer mit uns“), die er auf einem T-Shirt unter seinem Trikot trug.

11. Antonio De Nigris

Antonio de Nigris Guajardo war ein mexikanischer Profi. Foto: Getty Images
Antonio de Nigris Guajardo war ein mexikanischer Profi. Foto: Getty Images

Antonio de Nigris Guajardo (* 1. April 1978 in Monterrey; † 15. November 2009 in Larisa, Griechenland) war ein mexikanischer Fußballspieler.

Er begann seine Karriere als Profi bei seinem Heimatverein CF Monterrey. Am 20. März 2006 unterzeichnete er einen Vertrag beim FC Santos in Brasilien. Sein Debüt gab der Stürmer gegen Brasiliense FC in der Copa do Brasil. Vor seiner Zeit bei Santos spielte Antonio de Nigris für Club America, FC Villarreal, Polideportivo Ejido, Once Caldas, Puebla FC und UNAM Pumas.

Nach nur fünf Monaten beim FC Santos wechselte er erneut, diesmal ging es in die Türkei zu Gaziantepspor. In der Wintertransferperiode 2008 wechselte er zu Ankaraspor. Sein Vertrag sollte bis zum 30. Juni 2010 laufen.

Im Januar 2009 wechselte er auf Leihbasis zu MKE Ankaragücü. Im Sommer 2009 wechselte er ablösefrei zum griechischen Erstligisten AE Larisa.

Antonio de Nigris starb im Alter von 31 Jahren an einem Herzinfarkt. Er hatte noch zwei Brüder, Aldo de Nigris ist ebenfalls ein Fußballspieler bei CF Monterrey. Der älteste Bruder Alfonso de Nigris arbeitet als Model und Schauspieler.

Herzfehler. Das war bekannt, wurde aber ignoriert

Antonio de Nigris hatte einen Herzfehler. Foto: Getty Images
Antonio de Nigris hatte einen Herzfehler. Foto: Getty Images
Eine Obduktion nach seinem Tode ergab, dass der Spieler einen Herzfehler hatte. Der genetische Defekt soll bereits bei einer früheren Station des Stürmers in der Türkei diagnostiziert worden sein. Offenbar hatten dieses aber alle Beteiligten ignoriert.

Die Nachricht erschütterte viele Menschen in Mexiko, wo de Nigris zu den bekanntesten Fußballern gehörte. Jorge Urdiales, Präsident von de Nigris Stammverein CF Monterrey, in dem Antonios jüngerer Bruder Aldo spielte, zeigte sich schockiert. Auch Club-Vizepräsident Luis Miguel Salvador sagte: „Wir sind alle schockiert, alle zutiefst erschüttert.“

Die mexikanische Sportzeitung „Esto“ schrieb damals: „Der gesamte mexikanische Fußball trägt Trauer“. Man wolle die sterblichen Überreste von Antonio de Nigris so schnell wie möglich nach Mexiko transportieren lassen, erklärte unterdessen Bruder Alfonso. In Griechenland berichtete der staatliche Rundfunk, de Nigris sei nachts mit Schmerzen aufgewacht. Seine Frau habe einen Krankenwagen gerufen. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei der Tod de Nigris festgestellt worden. Die vorläufige Diagnose laute zwar Herzinfarkt.

In 17 Länderspielen erzielte de Nigris vier Tore für Mexiko. Der 1,86 große, sehr kopfballstarke Spieler hatte im Ausland unter anderem in Kolumbien für Once Caldas, in Brasilien für den FC Santos, in Spanien für Villarreal und in der Türkei für mehrere Vereine (Gaziantepspor, Ankaraspor und Ankaragücü) gespielt. De Nigris hinterließ eine Frau und eine damals fünf Jahre alte Tochter.

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