Kalle del Haye: Die Mutter aller strategischen FC Bayern Transfers



Kalle del Haye: Die Mutter aller strategischen FC Bayern Transfers

Karl del Haye spielte nur selten für den FC Bayern.
Karl del Haye spielte nur selten für den FC Bayern. Foto: Imago
Die Bayern hatten gefühlt schon immer viel Geld auf dem Festgeldkonto. Das ist bekannt. Und das setzten sie gefühlt auch schon immer mal gezielt ein, um Konkurrenten in der Liga zu schwächen.

Das ist eine Strategie, die einen Teil der kalten Verachtung des FC Bayern durch seine Hater ausmacht. Aber wie begann das eigentlich? Angefangen hat es für viele mit Kalle del’Haye. Kalle wer? Kalle del’Haye aus Mönchengladbach am Niederrhein. Der Transfer von Karl del‘Haye war der erste Millionentransfer in der Geschichte von Bayern München. Karl Del’Haye war nur 169 Zentimeter groß, wog 56 Kilogramm und galt eine Zeit lang als bester Rechtsaußen Deutschlands.

Im Sommer 1980 war er jedenfalls kurzzeitig Nationalspieler. Und eine Ablösesumme von 1,3 Millionen D-Mark ging damals von der Isar an den Niederrhein nach Mönchengladbach – Bundesligarekord. Der Transfer von Del’Haye von Mönchengladbach nach München gilt als Mutter aller strategischen Transfers der Bayern, getätigt um einen Konkurrenten zu schwächen. Und als ein Riesen-Flop in der Bayern-Historie. Bayern-Boss Uli Hoeneß versprach del‘Haye während der Wechsel-Verhandlungen: „Wenn du bei uns nicht Stammspieler wirst, dann erschieße ich mich.“ Wie wir wissen, lebt Uli Hoeneß noch – wenn auch eine Zeit lang nicht da, wo er wohl gerne gelebt hätte. Obwohl „Kalles“ Stammplatz die Bank wurde…

Denn der Mann, an dem er schon in der Nationalmannschaft nicht vorbeikam, spielte auch schon 1980 bei den Bayern: „Sexy Knees“ – Karl-Heinz Rummenigge. Was sollte also der Transfer von del‘Haye? Strategie, gezieltes…., die Mutter aller…halt. Und man hatte mit der Masche ja auch Erfolg.

Borussia Mönchengladbach wurde geschwächt, kam bis 2019 (!) nicht mehr als Meisterschaftskonkurrent in Frage und holte bis 1995 keinen Titel mehr. Ein anderer Verein konnte del‘Haye auch nicht verpflichten. Und wenn sich der Neuankömmling eben nicht durchsetzen konnte, dann war das Pech für ihn. Die einzige Saison, in der del‘Haye mit drei Treffern und sechs Assists aus 31 Spielen ansatzweise zeigen konnte, was er im Stande war, zu leisten, war 1981/82. Dumm nur, dass del‘Haye im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg (4:2), Bayerns einzigem Titel in dieser Spielzeit, nicht im Kader stand…

Der Trainerwechsel von Pal Csernai („Das Pal-System“) zu Udo Lattek 1983 konnte del‘Hayes Situation in München nicht verbessern. Lattek setzte wie sein Vorgänger konsequent auf „Kalle“ Rummenigge. In der Meistersaison 1984/85 nominierte er del‘Haye nicht ein einziges Mal für den Bundesliga-Kader!

Nach den Bayern kam für del‘Haye nicht mehr viel. Er versuchte sein Glück wieder am Rhein, doch mit Fortuna Düsseldorf musste er 1987 aus der Bundesliga absteigen. Die Karriere war grundlegend beschädigt. Aber der Geldbeutel war voll. Der von Borussia Mönchengladbach und der von Karl del‘Haye. Ob das für den Spieler, der bis heute als Synonym für einen Bayern-Fehleinkauf gilt, ein Trost ist? Wir wissen es nicht.

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