Krzysztof Nowak (1975 – 2005): Tod mit 29 Jahren, keine Heilung möglich



Krzysztof Nowak (1975 – 2005): Zuerst war es nur ein Gefühl der Taubheit

Unterstützung für Nowak und seine Familie.
Unterstützung für Nowak und seine Familie. Foto: Imago Images
Wolfgang Wolf kämpfte mit den Tränen. Der hartgesottene Pfälzer, in 248 Bundesliga-Spielen für den 1. FC Kaiserslautern als Abwehrspieler ein unangenehmer Gegner, konnte seine Emotionen nur schwerlich zurückhalten.

Im November 2002, beim letzten Heimspiel im alten VfL-Stadion am Elsterweg und vor dem Umzug in die neue Volkswagen Arena, schob der Trainer der Wolfsburger seinen schwer erkrankten Spieler Krzysztof Nowak im Rollstuhl über den Rasen.

Seinen Stammplatz hatte der seit 2000 an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems leidende Pole bei den Heimspielen der „Wölfe“ neben der Trainerbank. Zu dem Zeitpunkt, als Wolfgang Wolf mit Nowak noch eine Ehrenrunde im künftig nicht mehr genutzten VfL-Stadion dreht, ist der zehnmalige Nationalspieler Polens bereits schwer von der Nervenkrankheit gezeichnet.

Die Muskeln in seinen Armen können ihren Dienst nicht mehr tun, Autogramme schreibt seine Frau Beata für ihn. An Hilfe für Nowak mangelt es nicht.

Schon nach seinem letzten Heimspiel für den VfL am 27. April 2002 gegen den FC Bayern (0:1) sagen die Münchner Klubverantwortlichen um Manager Uli Hoeneß ihre Unterstützung zu – in Form eines Benefizspiels. Nowaks Alltag ist da schon längst von einem Arztbesuch-Marathon geprägt. 400.000 Euro erspielen die Bayern und die Wolfsburger später zugunsten der im Mai 2002 gegründeten „Krzysztof Nowak-Stiftung“.

Wichtigster Vertrauter von Nowak neben der Familie ist sein Berater Martin Wiesner. „Ohne unsere Freunde würden wir es nicht schaffen“, sagt Beata Nowak.

„Taub und schlapp“, so beschreibt Nowak die ersten Symptome seiner Krankheit. Ein Taubheitsgefühl in den Armen stellt sich ein, das Trainieren fällt ihm immer schwerer. Am 10. Februar 2001 macht er sein letztes von 83 Bundesliga-Spielen (10 Tore) gegen Hertha BSC. Wenig später ist die Diagnose endgültig. Die Anteilnahme der Kollegen, die Gespräche mit ihnen in der Kabine, das gebe ihm „viel Kraft, wie die Familie und die Fans“, sagt Nowak nach seinem erzwungenen Abschied. Er besucht Schulmediziner in Deutschland, den Niederlanden in den USA und Malaysia. Die Anzahl der konsultierten Ärzte soll bei 100 liegen. Helfen können sie ihm nicht.

Krzysztof Damian Nowak stirbt am 26. Mai 2005 in Wolfsburg. Verdammtes ALS!

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