Stimmen zum Ukraine-Spiel: „Das kommt bei einer deutschen Nationalelf selten vor“ – Casillas: Ronaldo besser als Lionel Messi – Millionen für den HSV


UEFA Nations League: Deutschland siegt in der Ukraine 2:1 - die Stimmen zum Spiel

Erleichterung! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewann in der Ukraine 2:1. Deutschland hat damit am 3. Spieltag den ersten Sieg überhaupt in der UEFA Nations League geholt. Die wichtigsten Stimmen zum Länderspiel am Samstagabend.

DFB-Bundestrainer Joachim Löw in der ARD: „Wir hätten vor dem Gegentor durch die Ukraine schon 3:0 oder 4:0 führen können. In manchen Phasen war es wieder so, dass wir die Bälle zu einfach hergegeben haben. Der Elfmeter war unnötig. Süle muss einfach begleiten und dabei sein. Wichtig war aber, dass wir defensiv stabil waren und dem Gegner aus dem Spiel heraus keine Chancen zugestanden haben.“

Einige „einfache Abspielfehler vor allem in der ersten Hälfte“ bemängelten hinterher sowohl Matthias Ginter („es war sicher nicht unser bestes Spiel“) als auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger („bessere Gegner würden das bestrafen“).

Ginter war selbstkritisch: „Wir wissen auch, dass wir nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben. Sehr, sehr viele einfache Ballverluste. So einfache Fehler in der Häufigkeit - das kommt bei einer deutschen Nationalmannschaft selten vor.“

Bastian Schweinsteiger glaubt einen wichtigen Grund zu kennen: „Die Automatismen fehlen. Man muss vielleicht einfach häufiger mit der gleichen Mannschaft spielen. Die gleiche Formation würde dieser Mannschaft sicherlich guttun, man kann nicht wieder zu viele Spieler austauschen. Man braucht eine gewisse Achse auf dem Platz.“

Serge Gnabry: „Wir haben es heute geschafft, das Spiel über die Runden zu bringen, hätten es auch schon vorher entscheiden können. Die Ukrainer haben die Räume eng gemacht. Wir hatten das Spiel die ganze Zeit unter Kontrolle.“

Am Dienstag geht es für die deutsche Nationalmannschaft in Köln gegen die Schweiz (20.45 Uhr, live im TV in der ARD). Jogi Löw: „Wenn nichts passiert ist, werde ich an der Startaufstellung nicht viel ändern.“ Am späten Samstagabend in Madrid besiegte Spaniens Fußball-Nationalmannschaft die Schweiz verdient mit 1:0.

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UEFA Nations League: Deutschland siegte mit Serge Gnabry 2:1 in der Ukraine. Foto: imago images / Pavlo Mamenko / Matthias Koch

Top News 2: Spaniens Weltmeister Iker Casillas hält Cristiano Ronaldo für noch besser als Lionel Messi

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Weltmeister Iker Casillas kehrte im Sommer als Berater zu Real Madrid zurück. Foto: imago images / GlobalImagens

Spaniens Weltmeister Torhüter Iker Casillas kehrte im Sommer als Berater zu seinem langjährigen Stammverein Real Madrid zurück. Jetzt erzählt er etwas über seinen prominentesten Ex-Teamkollegen.

Es ist die Frage, die alle Fußball-Fans auf der Welt schon (mindestens) einmal diskutiert haben: Ist Cristiano Ronaldo der Beste oder Lionel Messi? Iker Casillas kennt beide bestens aus der La Liga (Primera División) in Spanien.

Er berichtet im ESPN-Interview: „Cristiano wollte immer der Beste zu sein, seitdem er klein ist. Ich denke, er hat das geschafft. Wenn ich ihn mit Messi vergleiche, beeindruckt mich Cristiano mehr, denn wir kennen alle das Talent, das Messi hat, aber Cristiano war zielstrebig und hat hart gearbeitet, um der Beste zu sein. Wir haben Glück, zwei phänomenale Spieler genießen zu dürfen.“

Über den Portugiesen, der aktuell bei Juventus Turin kickt, findet Iker Casillas auch menschlich gesehen nur positive Worte. „Für die, die Cristiano nicht kennen, kann er übermütig und arrogant wirken, aber genau das Gegenteil ist richtig“.

Iker Casillas sammelte als Torwart Titel wie andere Briefmarken: Weltmeister 2010 mit Spanien, Europameister 2008 und 2012. 3x Champions League-Sieger und 5x Spanischer Meister in La Liga mit Real Madrid. Portugiesischer Meister 2018 mit dem FC Porto, fünf Mal in Folge Welttorhüter und vieles mehr...

Im Sommer verkündete Iker Casillas sein Karriereende: Ligalive.net nennt alle seine Erfolge auf einen Blick.

Der 39-Jährige berät beim spanischen Rekordmeister Präsident Florentino Perez und agiert als Club-Botschafter. Eine ganz ähnliche Rolle füllte vor einigen Jahren auch der aktuelle Trainer Zinedine Zidane aus.

Nach Portugal wechselte Casillas 2015. Seit einem Herzinfarkt im Mai 2019 spielte Casillas nicht mehr für Portugals Meister FC Porto. Ihm wurde danach eine Gefäßstütze eingepflanzt. Ärzte warnten den Kicker vor einer Fortsetzung der Karriere.

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Top News 3: Millionen für den HSV - FC Santos zahlt endlich nach jahrelanger Ablöse-Posse

Sven Ulreich Hamburger SV
Sven Ulreich: 1. Training beim Hamburger SV. Foto: Imago Images / MiS

Was die Zahlungsmoral angeht, scheinen in Brasilien andere Einstellungen zu bestehen als bei Hanseaten... Eine jahrelange Ablöse-Posse erlebt aktuell der HSV: Seit drei Jahren wartet der Hamburger SV auf 2,5 Millionen Euro Transfer Ablöse, die der Erstligist FC Santos für den brasilianischen HSV-Innenverteidiger Cleber Reis (29) zahlen wollte – oder besser gesagt sollte...

Inzwischen spielt der HSV im dritten Jahr in der 2. Bundesliga und endlich gibt es Geld vom FC Santos ! Nach Angaben des Hamburger SV gab es jetzt eine Einigung mit Santos, so dass der Klub endlich die ersten 2 Millionen erhielt. Der größte Teil der Gesamtsumme ist inzwischen überwiesen.

In den kommenden sechs Monaten soll eine hohe Nachzahlung in Millionenhöhe folgen. Grund: Der Hamburger SV hatte bei der FIFA und vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS geklagt. Und bekam im August 2019 Recht!

Der FC Santos wurde von der FIFA sogar auch zu einer Transfersperre verdonnert. Durch die 500.000 Euro Strafzinsen und die 1 Million Euro Vertragsstrafe soll der HSV sogar deutlich mehr Geld bekommen als es einst mit Santos vertraglich regelt war.

Cléber kam 2014 für 3 Millionen Euro von Corinthians Sao Paulo zum HSV. Nach 44 Pflichtspielen ging er zurück in die Heimat. Bei Santos (Vertrag bis Januar 2022) spielte er bisher nur vier Mal. Der Verein verlieh ihn in Brasilien gleich vier Mal, derzeit zum Zweitliga-Klub Ponte Preta.

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