Transfers: Joshua Zirkzee vom FC Bayern zum FC? Das lief falsch – Schalke bleibt FC Sieglos 04


Top-News 1: FC-Manager Horst Heldt nennt Details zum geplatzten Zirkzee-Transfer vom FC Bayern

Joshua Zirkzee (19) war neben Alphonso Davies (19) die große Entdeckung der „Triple“-Saison beim FC Bayern München. Der Niederländer, der auch einen nigerianischen Pass besitzt, startete mit 4 Toren aus 15 Pflichtspielen als nomineller Bayern-Profi. Und stand vor einem Last-Minute-Transfer.

Wie die Münchner Tageszeitung (tz) am Samstag berichtet, wollte der 1. FC Köln Zirkzee im Oktober von der Isar an den Rhein locken. Das Blatt nennt die Hintergründe.

Horst Heldt gehört zu den ausgebufftesten Managern der Fußball-Szene. 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, weiß der Rheinländer genau, wie es geht. Nach Bayerns 8:2-Triumph im Viertelfinale gegen den FC Barcelona am 14. August 2020 in der Champions League gratulierte Heldt den Münchnern. Gut, das taten so ziemlich alle. Aber, wie der Rheinländer nun mal so ist, fragte er bei dieser Gelegenheit „locker nach Joshua nach“. Vermutlich erhoffte er sich in dieser Hochphase der Bayern-Euphorie eine vorschnelle Zusage von Hansi Flick. Oder von Hasan Salihamidzic. Wahrscheinlich von beiden.

Dass gerade im Fußball die meisten Fehler im Erfolg gemacht werden, müsste Heldt eigentlich aus seiner Zeit in Frankfurt wissen. Jedenfalls hatte der FC-Manager den komplett falschen Zeitpunkt erwischt. „In dem Moment wollten die Bayern ihn nicht ausleihen, das hat sich im Laufe der Transferperiode verschoben“, erzählt Horst Heldt. Die Kölner versuchten es noch einmal. „Ganz am Ende, am vorletzten Transfertag“, so Heldt“, „war es dann für uns zu spät. So was kommt vor.“

Joshua Zirkzee FC Bayern München 1. FC Köln
Das RheinEnergie-Stadion wird nicht die neue Heimat von Bayern Münchens Joshua Zirkzee. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Top-News 2: Bundesliga: FC Sieglos 04 – Schalke auf den Spuren von Tasmania Berlin!

Amine Harit FC Schalke 04 VfB Stuttgart 1:1
Ratlosigkeit pur beim FC Schalke 04 und Amine Harit nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart und 22 sieglosen Spielen! Foto: Imago Images / Poolfoto

Der FC Schalke 04 schaffte im Freitagsspiel gegen den VfB Stuttgart nur ein 1:1 (1:0). Damit blieben die „Knappen“ auch im 22. Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg (Ligalive.net berichtete).

Mehr noch. Mit diesem sieglosen Spiel überholten die Schalker gleich 3 Vereine. Der 1. FC Kaiserslautern (2011/2012), Dynamo Dresden 1994/95 und Blau-Weiß 90 Berlin in seiner einzigen BL-Saison 1986/87 blieben 21-mal ohne Sieg. Es waren bis Freitag, bis Schalke kam, die längsten Negativ-Serien der modernen BL-Historie.

Das wirklich Schlimme daran: Alle 3 Klubs, die Schalke überrundet hat, stiegen am Ende ihre Pleiten-Serie ab. Lautern 2012 sogar erstmals als Tabellenletzter. In der Rangliste der am längsten sieglosen Teams der Liga rangiert nur noch ein Verein vor S04. Es ist Tasmania Berlin. Die Berliner, 1965 in die Bundesliga „berufen“, nicht aufgestiegen, halten viele Negativ-Höchstwerte. Unter anderem blieben sie ohne Auswärtssieg. Und sie konnten 31 Spiele in Folge lang nicht gewinnen. Vom 21. August 1965 bis zum 14. Mai 1966 kam Tasmania nicht zum Erfolg.

Für Schalke 04 selbst bedeuten 6 Spiele ohne Sieg in der aktuellen Saison den schlechtesten Start seit 1967. Den letzten „Dreier“ gab es für „Königsblau“ noch vor dem Lockdown im März 2020. Am 17. Januar 2020 schlug man den späteren CL-Teilnehmer Gladbach mit 2:0. Für den neu installierten Trainer Manuel Baum sind solche Werte kein Thema. „Ich beschäftige mich wirklich nicht mit diesen Zahlen“, versicherte Baum nach dem Spiel gegen den VfB. Dies, so der Bayer weiter, sei „rückwärtsgewandtes Denken“. Man dürfe „nicht auf dieser Zahl herumreiten.“ Stimmt. Tun wir auch nicht. Auf Schalke herumreiten? Das sollen gefälligst die Spielerfrauen tun!

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Top-News 3: Oktober 1984: Gut, dann streiken wir halt – Als der 1. FC Nürnberg den Spielbetrieb einstellte

Szalai, Mainz
Aussortiert! Adam Szalai spielt bei Mainz 05 keine sportliche Rolle mehr. Copyright: imago images / Joachim Sielski

Der Spielerstreik von Mainz 05 für Mitspieler Adam Szalai hat die Bundesliga Ende September 2020 erschüttert. Vor allem der FSV kam seitdem nicht zur Ruhe. Dabei gibt es ein fast vergessenes Vorbild. 1984 traten auch die Profis des 1. FC Nürnberg in den Streik. Allerdings in Liga 2.

Mittendrin war einer, der später Gründungsmitglied der Spielergewerkschaft (VdV) war. Stefan Lottermann (heute 61) hatte sich 1983 nach erfolgreichen Jahren bei Eintracht Frankfurt dem „Club“ angeschlossen. Keine gute Idee.

Der FCN stieg 1983/84 als Tabellenletzter ab. Mit 85 Gegentoren. Der neue Trainer Heinz Höher († 2019) galt teamintern als Schleifer. Er kommunizierte wenig mit dem „Club“-Team. Die Stars: Rudi Kargus, Lottermann und Horst Weyerich. Dass dies so war, teilte der Mannschaftsrat dem Manager mit. Doch Manfred Müller ignorierte die Anfrage. Vorstellig wurden Lottermann, Udo Horsmann, Kargus und Weyerich. „Er tat so, als gäbe es uns gar nicht“, erzählt Stefan Lottermann dem Kicker (Donnerstag).

Auslöser für den Streik war dann am 25. Oktober 1984 eine Einmischung von Höher. Der FCN-Trainer wollte gegen Rot-Weiß Oberhausen selbst von außen die Abseitsfalle „dirigieren“. Das ging schief, 1:1 hieß es am Ende. „Am nächsten Morgen gab es die Spielersitzung“, berichtet Lottermann. „Höher machte alles nieder, was da war, wies die Schuld von sich.“

Da es erneut vereinsintern keine Einigung gab, wählten die „Club“-Profis den Weg über die Medien. „Damals sind wir zum Kicker und den Nürnberger Tageszeitungen marschiert“, so Stefan Lottermann. „Wir haben ein von der Mannschaft unterzeichnetes Schreiben übergeben“, erinnert er sich. In diesem Brief, heute wäre es eine Mail, sahen die FCN-Spieler das Unternehmen Wiederaufstieg gefährdet. Lottermann: „Danach wurden die Mitglieder des Mannschaftsrates vom Club als Revoluzzer abgestempelt“.

Damit nicht genug. Sie bekamen die Kündigung. Die Mannschaft trat daraufhin in Streik. Es folgten die berühmten Einzelgespräche. Die werden in der Branche ja immer zitiert, wenn es nicht läuft. In Nürnberg ging aber gar nichts mehr. Einige Spieler ließen sich von Klub-Präsident Gerd Schmelzer umstimmen. 6 mussten büßen. Sie verloren ihren Job. Neben Kargus und Weyerich, Lottermann und Horsmann waren dies Detlef Krella und Manfred Walz. 3 Jahre später wurde die Spielergewerkschaft VdV gegründet…

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