BVB: Mats Hummels über Ex-Bayern-Star Deisler – Schalke bleibt sieglos


BVB: Weltmeister Mats Hummels spricht über Ex-Bayernstar Sebastian Deisler

Sebastian Deisler. Das war der Hoffnungsträger der „Generation Sommermärchen“. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München, 2002 von Hertha BSC an die Isar gewechselt, sollte den schlafenden Fußball-Riesen Deutschland zur WM 2006 neu beleben. Dazu kam es nie. Deisler spielte keine Weltmeisterschaft. Er erklärte 2007 zermürbt seinen Rücktritt vom Profifußball. Mit 27.

Als der Bayern-Spieler im Januar 2007 gemeinsam mit Manager Uli Hoeneß vor die Medien trat, war Fußball-Deutschland geschockt. Der vermeintliche Hoffnungsträger sprach offen über seine Depression, seinen Burnout. Zahlreiche Verletzungen hatten ihn ausgezehrt. Deisler ging und verschwand komplett aus dem Fußballgeschäft.

Viele Fans hat dieses Schicksal bis heute nicht losgelassen. Auch Weltmeister Mats Hummels (31) nicht. Der Abwehrchef von Borussia Dortmund hat sich in seinem Podcast Alleine ist schwer seine Gedanken gemacht.

„Für mich war Sebastian Deisler ein Jahrhunderttalent“, sagte Hummels. „Einer, der völlig aus dem Nichts, zumindest für alle Außenstehenden, seine Karriere beendet hat“, glaubt Hummels. Besonders berührt habe ihn Deislers Schicksal, weil er ihn „persönlich gekannt“ und „weil ich großer Fan seiner Spielweise war.“ Während Deisler beim FC Bayern spielte, machte auch Hummels bei den Münchnern den ersten Karriereschritt.

Hummels ehrlich: „Ich fand, dass da echt ein richtig guter Spieler verloren gegangen ist.“ Für ihn ist klar: „Das war ein sehr emotionales Ende für mich damals mit 17, 18.“ Wie es dem zerbrochenen Idol heute geht? Das mag er gar nicht erst wissen. Hummels: „Ich will, dass er seine Ruhe hat.“

Mats Hummels Borussia Dortmund Zenit St. Petersburg
Mats Hummels, Abwehrchef von Borussia Dortmund, reflektiert das Fußballgeschehen auch kritisch. Foto: Imago Images / Sven Simon

Top-News 2: Bundesliga: Schalke und die Negativ-Serie – 22 Spiele ohne Sieg!

FC Schalke 04 VfB Stuttgart 1:1
FC Schalke 04 oder: Der Jubel der Anderen. Nicolas Gonzalez und der VfB Stuttgart feiern den 1:1-Ausgleich in der Veltins Arena. Foto: Imago Images / Poolfoto

Peinlich 04, die 22.! Der FC Schalke 04 bleibt der Krisen-Klub der Fußball-Bundesliga! Am Freitagabend konnte „Königsblau“ beim 1:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart auch das 22. Spiel in Folge nicht gewinnen.

Schalke kam gut rein. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum („Mein Feind, der Baum“) zeigte sich frischer als beim 0:3 im Derby beim BVB. Amine Harit (30.) legte eine Freistoßflanke von rechts auf den Kopf von Malick Thiaw. Der 19-Jährige lenkte den Ball per Flugkopfball ins lange Eck, 1:0.

Ein Handspiel von Salif Sané (55.) führte nach Videobeweis zum Elfmeter. Nicolas Gonzalez traf eiskalt zum 1:1 (56.). Der Argentinier war zur Pause für den glücklos agierenden Österreicher Sasa Kalajdzic gekommen. Ein anderer Argentinier prüfte nach 63 Minuten S04-Keeper Frederik Rönnow. Es war Mateo Klimowicz, Sohn des ehemaligen BVB-Profis Diego Klimowicz. Gonzalez (69.) verzog mit einem Kopfball knapp. Stuttgart jetzt besser im Spiel. Rönnow hielt gegen Gonzalo Castro (86.) mit einer Parade den Punkt fest.

Fazit: Für den FC Schalke 04 war es allenfalls ein Schrittchen nach vorn. 22 Spiele ohne Sieg, das ist der zweitschlechteste Wert der Liga-Historie. Mit dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart überholte Schalke in dieser Statistik 3 Klubs. Lautern (2011/2012), Dynamo Dresden 1994/95 und Blau-Weiß 90 Berlin in seiner einzigen BL-Saison 1986/87 blieben 21-mal ohne Sieg. Tasmania Berlin (1965/66) hält nach wie vor den Negativ-Rekord. Mit 31 Partien ohne Erfolgserlebnis. „Die Enttäuschung ist groß, weil wir wollten unbedingt gewinnen“, sagte S04-Stürmer Mark Uth bei DAZN. „Wir treffen oft im letzte Drittel die falsche Entscheidung“, so der Ex-Nationalspieler.

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Top-News 3: 2. Liga: Nur 2:2 gegen den FC St. Pauli – Dieser HSV ist nicht geTHIOUNEd!

24. Februar 2018: Aaron Hunt und der Hamburger SV im Bremer Weserstadion unter Beschuss.
24. Februar 2018: Aaron Hunt und der Hamburger SV im Bremer Weserstadion unter Beschuss. Foto: Imago Images / Huebner

Genießen wir diese Info, denn ab Montag werden die Stadien wieder komplett leer sein! 1.000 Zuschauer sahen am Freitagabend das Hamburger Derby. HSV gegen den FC St. Pauli in der 2. Liga. Im Volksparkstadion gab es ein 2:2 (1:1).

HSV-Trainer Daniel Thioune (46) hatte seine Mannschaft auch im 6. Spiel umformiert. Josha Vagnoman und Amadou Onana kamen neu ins Team. Der Belgier Onana war übrigens der einzige ausländische Profi in der HSV-Startelf. Es galt, den besten HSV-Saisonstart seit 58 Jahren (!), damals noch in der Oberliga Nord, zu verteidigen. Am Vorabend der Bundesliga-Gründung gewann der HSV die ersten 7 Spiele allesamt.

Das ist seit Freitagabend nicht mehr möglich. Ausgerechnet Stadtrivale FC St. Pauli stoppte den Siegeszug des HSV. Die Gastgeber kamen genau in einer Drangphase von St. Pauli zur Führung. Vagnoman ging auf der rechte Seite steil und flanke punktgenau auf Simon Terodde. Der Rekord-Torjäger der 2. Liga köpfte aus kurzer Distanz und vollkommen unbewacht ein. Der FC St. Pauli kam nach 35 Minuten durch einen Flachschuss von Rodrigo Zalazar aus 16 Metern zum 1:1. Sein Ball war auf dem regennassen Rasen zu schnell für HSV-Keeper Sven Ulreich. Makienok hatte klug zurückgelegt.

Terodde (66.) hatte nach dem Wechsel die erste Chance für den HSV. Sein Ball strich aber knapp am Tor von Robin Himmelmann vorbei. Die „Rothosen“ zwar mit mehr Druck, aber wenig Konstruktivem. St. Pauli verstand es, das Tempo raus zu nehmen. Und in der 82. Minute schlugen die „Kiez-Kicker“ eiskalt zu. Makienok traf mit einem Spitzkick nach Ablage von Kofi Kyereh zum 1:2. 2 Minuten später die Antwort des HSV: 2:2 durch Terodde. Er streichelte den Ball nach Kopfball-Vorlage von Jeremy Dudziak aus kurzer Distanz regelrecht rein. Es war das 4. Doppelpack für den HSV-Neuzugang in dieser Saison. 8 Tore aus 6 Spielen bedeuten für Terodde die Einstellung des Zweitliga-Rekords. Änderte aber nichts mehr am Endergebnis. Der HSV nach 5 Siegen in Folge gestoppt und eben nicht geTHIOUNEd. Das auf der Tribüne mehrfach geschwenkte Plakat „Europa, wir kommen“, kann vorerst eingerollt werden…

„In der 82. Minute kriegst du mit dem 1. Ball den Gegentreffer, deswegen sind wir super glücklich, dass wir das Scheiß-Tor noch gemacht haben“, sagte Terodde nach dem Spiel bei Sky. Der HSV-Stürmer ist sicher: „Keiner dreht hier durch.“

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