Champions League: We call it a Wahnsinn – 8:2, FC Bayern deklassiert FC Barcelona!


Champions League: Der Wahnsinn von Lissabon – FC Bayern rauscht gegen FC Barcelona mit 8:2 ins Halbfinale!

We call it a Wahnsinn! Ähnlich wie 2013 im Halbfinale ließ der FC Bayern München dem großen FC Barcelona in der Champions League keine Chance. Im „Final 8“-Turnier in Lissabon deklassierten die Münchner „Barca“ am Freitagabend im Viertelfinale mit 8:2 (4:1).

Sky-Chefkommentator Wolff-Christoph Fuss fühlte sich schon nach einer guten halben Stunde an das legendäre WM-Halbfinale Brasilien – Deutschland (1:7) am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte erinnert. Er hatte den richtigen Riecher. Ähnlich dominant wie damals die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielte der FC Bayern München im Estadio da Luz auf. Die Mannschaft von Trainer Hans-Dieter Flick nagelte den FC Barcelona förmlich an die Wand – 4:1 stand es nach 31 Minuten bzw. zur Pause.

Die Tore erzielten bis dahin allesamt die Bayern: Thomas Müller (3. / 31.), Ivan Perisic (21.) und Serge Gnabry (27.) – bei einem Eigentor von David Alaba (7.) zum zwischenzeitlichen 1:1. Danach traf „Barca“ in Person von Lionel Messi den Pfosten – die letzte Anmeldung der Katalanen in diesem Spiel.

Im leeren Champions-League-Finalstadion von 2014 sah man ein echtes Lustlos-Barcelona. Noch nie kassierte ein Team in einer Champions-League-Knockout-Partie so früh 4 Gegentore! Ähnlich wie im Halbfinale 2013 (0:4 / 0:3) ergab sich der katalanische FCB dem deutschen FCB. Auch im letzten Jahr schied „Barca“ mit Minimum 4 Gegentoren aus – 0:4 nach 3:0 gegen den späteren Sieger FC Liverpool. „Geht’s noch?“, so lautete die viel sagende Schlagzeile im Kicker-Spezial zum CL-Achtelfinale im Februar zum FC Barcelona gegen den SSC Neapel – und diese prophetische Frage musste man sich am Freitagabend auch stellen! Vor allem in der Abwehr offenbarte die Mannschaft von Quique Setien haarsträubende Defizite. Clement Lenglet war in der Innenverteidigung ein einziger Ausfall!

Nach der Pause kam „Barca“ durch Luis Suárez (33) nach 57 Minuten noch einmal auf 2:4 heran. Die Fehler in der Abwehr zogen sich jedoch wie ein roter Faden durch dieses von Seiten der Blaugrana katastrophal geführten Spiels. Alphonso Davies tanzte Nelson Semedo auf der linken Bayern-Angriffsseite aus, sah in der Mitte Joshua Kimmich – und der FC Bayern sagte mit dem 5:2 nach 63 Minuten „Gute Nacht, Freunde!“

Robert Lewandowski legte nach Zuspiel von Philippe Coutinho (82.) das 6:2 nach. 6 Gegentore, das hatte es für den stolzen FC Barcelona in der „Königsklasse“ noch nie gegeben! Damit nicht genug der Demütigung. Philippe Coutinho, Leihgabe des FC Barcelona beim FC Bayern, erhöhte nach 85 Minuten auf 7:2. Die Bayern waren in diesem Moment beim Ergebnis aus dem Vorrunden-Hit bei Tottenham Hotspur… Aber am Ende waren wir immer noch nicht: 8:2 durch Coutinho (89.), Doppelpack des in Camp Nou einst ausgepfiffenen Brasilianers. Damit war die höchste Europacup-Niederlage für den FC Barcelona perfekt.

Mehr noch: Insgesamt hat „Mes que un Club“ Wettbewerb in seiner ruhmreichen Geschichte übergreifend nur 2 Spiele höher verloren – in den Jugendzeiten von La Liga 1930/31 und 1940/41 mit 1:12 bzw. 1:11 gegen Athletic Bilbao und den FC Sevilla. International gab es so eine Demütigung für die Blaugrana noch nie. Für die Bayern war es der 9. Sieg in der Champions League in Folge. In diesen Spielen erzielten Lewandowski und Co. 39 Tore! Bayern München trifft im Halbfinale am kommenden Mittwoch auf den Sieger der am Samstag ausgespielten Partie Manchester City – Olympique Lyon. Erstmals seit 2013 stehen wieder 2 deutsche Mannschaften im Champions-League-Halbfinale. Setzt sich Leipzig gegen Paris durch und gewinnt Bayern sein Halbfinal-Spiel, wäre ein 2. Deutsches Finale nach Wembley 2013 mit den Münchnern gegen den BVB die Konsequenz.

Der FC Barcelona hingegen blamierte sich in der Champions League zum 4. Mal in Folge. Seit dem Triumph von Berlin 2015 kam die Mannschaft aus Katalonien nicht mehr ins CL-Finale. 2017 scheiterte „Barca“ mit 0:3 und 0:0 an Juventus Turin, am 10. April 2018 bog die AS Rom ein 0:3 aus dem Hinspiel in Barcelona noch um (4:1). Wer gedacht hatte, dass das 4:0 des FC Liverpool im letzten Jahr im Halbfinale (Hinspiel: 3:0) das höchste der Gefühle war, wurde mit dem 8:2 der Bayern 2020 eines besseren belehrt! Man muss kein Prophet sein: Dieses Spiel dürfte das letzte für Trainer-Oldie Quique Setien als „Barca“-Coach gewesen sein. Eine Wende konnte der 61-Jährige als Nachfolger von Ernesto Valverde dieser Barcelona-Saison zu keinem Zeitpunkt geben. Wechsel-Gerüchte um Lionel Messi, Dauer-Ärger um Transfer-Flop Ousmane Dembélé, schwache Leistungen nach dem Corona-Re-Start und vieles mehr. „Barca“ spielte eine Saison zum Vergessen. Barcelona-Legende Xavi, aber auch der Niederländer Patrick Kluivert werden schon als Nachfolger gehandelt. Viel Spaß beim Sondieren!

„Ich hatte Bayern München als Favorit eingeschätzt, aber nicht in dieser Höhe, es war ein Klassenunterschied heute und Barcelona im Endeffekt nicht mehr zeitgemäß“, analysierte Weltmeister Lothar Matthäus (59) nach dem Spiel bei Sky, „du brauchst aggressive Spieler, Semedo war als Verteidiger an 6 Toren beteiligt, wir werden in der neuen Saison viele neue Spieler in Barcelona sehen. Es tut weh, eine Mannschaft, die uns über Jahre begeistert hat, so zu sehen.“ Bayern Münchens Mittelfeldspieler Leon Goretzka (25) bei Sky: „Wir waren von der ersten Sekunde an total griffig in den Zweikämpfen, haben sehr gut ins Spiel gefunden und haben früh gemerkt: Es geht was. Unser Pressing war brutal.“

Thomas Müller FC Barcelona - FC Bayern München 2:8
Thomas Müller jubelt bei Bayern Münchens legendärem 8:2-Erfolg gegen den FC Barcelona im Champions-League-Viertelfinale 2020 in Lissabon. Foto: Imago Images / Poolfoto.

Top-News 2: Nach dem Halbfinal-Einzug: Diese Prämien werden bei RB Leipzig nun fällig

RB Leipzig Atlético Madrid 2:1 Champions League
Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig). Foto: Imago Images / Poolfoto

Julian Nagelsmann (33) war nach dem 2:1 (0:0)-Viertelfinal-Sieg gegen Atlético Madrid (Ligalive.net berichtete) und dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte einfach nur erleichtert. „Heute sind wir nur glücklich“, betonte der RBL-Coach am späten Donnerstagabend in der Pressekonferenz im Estadio José Alvalade, „ab morgen werden wir uns mit Paris beschäftigen.“

Alles andere als einfach war vor der Partie gegen Atlético Madrid auch das Aushandeln der Halbfinal-Prämien im Teamhotel der „Roten Bullen“ in Lissabon. Leipzig hatte durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen von 20 Millionen Euro hinnehmen müssen.

Aber: RB hielt sich an die vor dem Final-Turnier der Champions League vereinbarte Prämien-Regelung. Wie SPORT BILD in seiner aktuellen Ausgabe am Mittwoch berichtete, werden 5 der insgesamt 12 Millionen Euro, die RBL in nach diesem Sieg von der UEFA ausgezahlt werden, an die Spieler gehen. Auch für Julian Nagelsmann, den Macher hinter dem international größten Erfolg der Leipziger, wird es sich lohnen.

Der ehemalige Hoffenheim-Coach erhält für die Halbfinal-Teilnahme 500.000 Euro. Führt der „Mini-Mourinho“, wie der jüngste Bundesliga-Trainer aller Zeiten auch genannt wird, RB Leipzig sogar zum Titel, kassiert er 1,2 Millionen Euro. Ein Großteil der in Lissabon und zuvor im Achtelfinale gegen Tottenham Hotspur (1:0 / 3:0) erspielten Einnahmen wird der Bullenclub in die Mannschaft investieren. Das Budget für neue Stars wird um 5 Mio. auf 30 Millionen Euro aufgestockt.

Egal, ob Leipzig oder Paris am kommenden Dienstag ins Finale einziehen und noch mehr Geld scheffeln: Die Champions League respektive Meistercup wird zum 2. Mal in Folge nach Tottenham Hotspur im letzten Jahr einen neuen Finalisten sehen. Das hatte es zuletzt in der Novellierungsphase des Wettbewerbs 1991/92 mit Olympique Marseille, Roter Stern Belgrad und Sampdoria Genua gegeben.

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Top-News 3: Ex-Bayern-Coach Niko Kovac räumt in Monaco auf – 10 Spieler sollen gehen

Niko Kovac Eintracht Frankfurt
Niko Kovac als Tribünengast beim Europa-League-Spiel Eintracht Frankfurt - Vitoria Guimaraes (2:3) am 12. Dezember 2019, mit Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic (r.). Foto: Imago Images / Thomas Frey

Im Sakko nach Monaco! Die Verpflichtung des ehemaligen Bayern- und Frankfurt-Trainers Niko Kovac (48) durch die AS Monaco war sicherlich eine Überraschung in diesem etwas anderen Fußballsommer.

Der gebürtige Berliner, seit rund einem Monat im Fürstentum im Amt, will laut der französischen Fußball-Bibel L‘ Equipe zuerst den Kader der Monegassen verkleinern. Während in Monaco beinahe täglich namhafte Spieler wie Mario Götze, Weston McKennie oder Luka Jovic gehandelt werden, gilt es für Kovac zunächst, die Spieler auszusortieren, mit denen er wirklich nicht mehr plant. Und das ist fast eine gesamte Mannschaft! Die prominentesten Namen sind Cesc Fabregas und Stevan Jovetic. Der spanische Weltmeister und der 30 Jahre alte Mittelstürmer aus Serbien gehörten verletzungsbedingt 2019/2020 nicht allzu oft zur Startelf. Fabregas machte im letzten Jahr in der Ligue 1 nur 18 Spiele (Null Tore), Jovetic kam nach Kreuzbandriss gar nur auf 9 Einsätze (2 Tore) in der französischen Topliga. Auch Keita Baldé (25) und Mittelfeldspieler Yousset Ait Bennasser (24) stehen nach Angaben von L‘ Equipe auf der Kovac-Streichliste.

Um den 40 Spieler umfassen Fürsten-Kader zu verkleinern, wurden mit Kévin N’Doram (24) Danijel Subasic (35), Diego Benaglio (36) und Moussa Sylla (20) bereits einige Stars verkauft. Ex-Kapitän Kamil Glik (32) und der Neu-Leipziger Benjamin Henrichs (23) gehören ebenfalls zu Monacos Abgängen.

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