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Robert Lewandowski FC Bayern München Eintracht Frankfurt 2:1

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DFB-Pokal-Finale Bayer gegen FC Bayern perfekt – Klopp spricht von Transfer-Engpass

Ligalive am MORGEN – Bayern rutscht mit einem Arbeitssieg ins DFB-Pokalfinale, während Jürgen Klopp beim FC Liverpool einen weiteren Sommer ohne Transfers für möglich hält. Möglich schien im Winter wohl auch das Bayern-Comeback von FCB-Legende Arjen Robben…

DFB-Pokal: 2:1 – Finale Bayer gegen Bayern perfekt, Frankfurts Zwischenspurt reicht nicht

Diese Revanche ist geglückt: Der FC Bayern München steht nach 2:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt zum 3. Mal in Folge im DFB-Pokalfinale und trifft am 4. Juli in Berlin auf Bayer 04 Leverkusen. Die Münchner konnten die 1:3-Finalpleite von 2018 gegen die SGE mit einem Arbeitssieg wettmachen.

Bayer Leverkusen hatte am Dienstag mit dem 3:0 (2:0) beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken vorgelegt, am Mittwochabend zogen die Bayern in der leeren Allianz Arena gegen die Frankfurter, die erst in der 2. Hälfte richtig im Spiel waren, nach.

Die Münchner waren allerdings nur in der ersten Halbzeit überlegen, vergaben mehrere Großchancen. Die Führung fiel durch ein Traumtor per Flugkopfball von Ivan Perisic nach 14 Minuten. Das war – aus Frankfurter Sicht – der schmeichelhafte Pausenstand.

Nach dem Wechsel brachte die Mannschaft aus Bembel-Town mehr Leben in die Brauerei. Danny da Costa, eigentlich kein ausgewiesener Torschütze im Team von Trainer Adi Hütter, glich 3 Minuten nach seiner Einwechslung für Almamy Touré aus. Die Frankfurter Eintracht jetzt besser im Spiel, mutiger, wacher, kombinationssicherer.

Erst ein Treffer von Robert Lewandowski (74.), den der Referee-Assistent schon Abseits gewertet hatte, brachte die Entscheidung. 1:2, mehr war für die wackeren Hessen am Ende nicht mehr drin. Dennoch hatten sie Fans und Experten überrascht. „Das, was die Frankfurter an guten Tagen stark macht, haben sie in der 2. Hälfte gezeigt, sie haben die Bayern-Passquote sensationell gedrückt“, analysierte Ex-Profi Thomas Broich im Ersten.Bayern München steht zum 3. Mal in Folge im Pokalfinale, sparte nach der unkonzentrierten Vorstellung in der 2. Halbzeit aber nicht an Selbstkritik. Weltmeister Thomas Müller in der ARD: „Wir müssen in der 1. Halbzeit deutlich höher führen, aber wir waren pomadig, müde und das hat sich in der 2. Halbzeit durchgezogen, waren unsauber, unser Pressing konnte heute nicht so genannt werden.“Hochkarätige Neuzugänge waren beim Champions-League-Sieger FC Liverpool im vergangenen Sommer nicht auszumachen. Beim Versuch, Nationalspieler Timo Werner (24) von RB Leipzig an die Anfield Road zu holen, zogen die „Reds“ offenbar aus Kostengründen den Kürzeren.

Obwohl der FC Liverpool nur 2 Siege von der ersten englischen Meisterschaft seit 30 Jahren entfernt ist, scheint es erneut einen sparsamen Transfer-Sommer an der Merseyside zu geben.

Das hat Jürgen Klopp (52), deutscher Coach des LFC, jetzt durchblicken lassen. In einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky gab sich „Kloppo“ skeptisch. Es gäbe etliche Gerüchte darüber, wen Chelsea und wen Manchester United holt, so Klopp, aber „bei uns ist eher Ruhe, das muss man klar sagen.“

Sicher ist der Abgang von Klub-Legende Adam Lallana zum 1. August 2020. Ob Liverpool in das Rennen um Leverkusens Mittelfeld-Talent Kai Havertz (20) einsteigt, ist offen. Klopp begründet diese Zurückhaltung. Man habe „keine Ahnung, was man einnehmen wird“ und wann man wieder mit Zuschauern spielt“, so Klopp nüchtern, im Moment würden alle Vereine Geld verlieren. Den „Reds“ drohen durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen von rund 110 Mio. Euro.Arjen Robben (36) hat seine große Karriere im Sommer beendet. Nach 10 Jahren beim FC Bayern München und zuvor bei Real Madrid und dem FC Chelsea verabschiedete sich „Mister Wembley“ in den Ruhestand.

Oder soll man sagen: In den Un-Ruhestand? Ein Angebot seines Ex-Mitspielers Mark van Bommel bei der PSV Eindhoven lehnte er ab, aber im Winter plante Robben offenbar noch einmal ein Comeback bei den Bayern.

Das berichtet die Zeitschrift SPORT BILD in ihrer aktuellen Ausgabe vom Mittwoch. Es sei „wirklich eine kurze Phase bei mir im Dezember und Januar“ gewesen, berichtet Robben dem Magazin. Er habe „habe überlegt zurückzukommen.“Aber, so der Einwand des Niederländers: „Am Ende haben wir das dann doch nicht gemacht, und die Zeit ging vorbei.“ In dieser Phase hatte der FC Bayern mit den Außenstürmern Serge Gnabry und Kingsley Coman seine zu Saisonbeginn eingebüßte Vormachtstellung an der Tabellenspitze wieder zurückerobert. Im Sommer wird Robben, dessen größter Erfolg das „Triple“ mit dem FC Bayern in der Saison 2012/2013 war, mit seiner Familie in die Niederlande zurückkehren. Nach 11 Jahren in München und insgesamt 17 Jahren im Ausland.


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