Connect with us

Aktuell

Kai Havertz führt Bayer Leverkusen zum 4:1-Sieg in Bremen – BVB besser als Bayern für den Hoffnungsträger?

Ligalive am MORGEN – Bayer Leverkusen ist nach 4:1 (2:1) bei Werder Bremen weiter obenauf, die Hanseaten nach der siebten Heimpleite in Folge im Sinkflug. Leverkusens Legende bringt für den überragenden Kai Havertz erneut den BVB als künftigen Klub ins Spiel.

Werder Bremen Bayer Leverkusen 1:4 Kai Havertz

1:4 gegen Bayer Leverkusen: Werder Bremen auch nach Re-Start im freien Fall

Der „Wiesenhof der Liga“ bleibt auch nach dem Re-Start der Selbstbedienungsladen für die Gastmannschaften der Fußball-Bundesliga! Werder Bremen verlor das Montagsspiel gegen Bayer 04 Leverkusen beim Re-Start mit 1:4 (1:2).

Für die Hanseaten war es die siebte Heim-Niederlage in Folge. Seit dem 1. September 2019 und dem 3:2 gegen den FC Augsburg wartet die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt damit nun schon auf einen Erfolg im eigenen Stadion.

Bayer Leverkusen zeigte im leeren Wohninvest Weserstadion die reifere Spielanlage, präsentierte sich mannschaftlich geschlossener und mit gefälligem Kombinationsfußball – trotz der ungewöhnlichen Rahmenbedingungen. Die Bayer-Elf hatte vor allem in Nationalspieler Kai Havertz (20) und Moussa Diaby die Akteure mit der höheren individuellen Qualität. Das zeigte sich bereits in der 28. Minute. 1:0 für Bayer Leverkusen durch Kai Havertz – siebter Saisontreffer. Die Vorarbeit kam über rechts von Moussa Diaby, dann war Havertz im Kopfballduell einfach gedankenschneller als Milos Veljkovic und köpfte aus fünf Metern gegen die Laufrichtung von Werder-Torhüter Jiri Pavlenka ein.

Theodor Gebre Selassie glich aber nicht einmal 120 Sekunden später zum 1:1 aus. Er erwischte den Ball nach Ecke von Leonardo Bittencourt mit dem rechten Außenrist vor Daley Sinkgraven und traf aus kurzer Distanz.

Die 33. Minute: Havertz zum zweiten und das 2:1 für Leverkusen durch den Nationalspieler. Nach einer präzisen Freistoßflanke von rechts von Kerem Demirbay war Havertz erneut zur Stelle, Gebre Selassie zu weit weg und Pavlenka war gegen den gut gedrehten Kopfball aus fünf Metern wieder ohne Chance.

„Es reicht eine Situation und dann ist Kai Havertz da, es ist sensationell, was er in dieser Form bei Bayer leistet“, sagte Leverkusen-Legende Jens Nowotny (46) in der Halbzeitpause dem erstmals übertragenden Streamingdienst Amazon Prime,„es ist schade, dass die Fans nicht da sind. Es ist nicht das Selbe und ich wünsche mir, dass sehr schnell wieder Normalität reinkommt.”

Nach dem Wechsel dauerte es bis zur 60. Minute, ehe Mitchell Weiser die Bremer erneut per Kopf düpierte. Der Ex-Münchner köpfte gegen Kevin Vogt und nach einer weiteren Maßflanke von links nahe der Grundlinie durch Diaby aus weniger als fünf Metern ein – 1:3. Es war die Vorentscheidung in einer Partie, die die Leverkusener in der zweiten Halbzeit klar bestimmten. Demirbay (78.) überlistete Pavlenka nach einem Zuspiel von Karim Bellarabi mit einem Lupfer zum 4:1.Für Bremen werden die Dinge nach dem Re-Start nicht besser: Die Niederlage gegen Leverkusen bedeutete für den SV Werder schon die 15. Pleite in 25 Auftritten. Ein Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt hat der 4-malige Deutsche Meister noch zu absolvieren. Neun Punkte haben die Hanseaten allerdings bereits auf einen Nicht-Abstiegsplatz (Mainz 05) gut zu machen, 59 Gegentore sind Liga-Höchstwert. Bayer Leverkusen hingegen landete den 5. Sieg aus den letzten 6 Spielen und festigte Rang 5. Den Rückstand auf den Tabellenvierten RB Leipzig konnte die „Werkself“ auf einen Punkt verkürzen.Kai Havertz ist mit einem Marktwert von 81 Mio. Euro derzeit der wertvollste deutsche Spieler. Der Mittelfeld-Regisseur von Bayer 04 Leverkusen steht längst auf der Wunschliste des FC Bayern

Geht es nach Bayer Leverkusens Klublegende Jens Nowotny, so wäre Havertz auf dem Weg zum nächsten Karriere-Schritt bei Borussia Dortmund besser aufgehoben als beim deutschen Rekordmeister aus München. Das erklärte der Vizemeister von 2000 und 2002 den Portalen goal.com und spox.com.

Dass Havertz seinen bis 2022 bei Bayer Leverkusen datierten Vertrag nicht erfüllen wird, darüber dürfte Einigkeit bestehen. Aber wo zieht es das derzeit größte Versprechen des deutschen Fußballs dann hin?

Jens Nowotny glaubt, dass es für Havertz in Dortmund leichter wäre. Es gelte in München das Motto, sich nicht nur zu entwickeln, sondern auch, sich durchzusetzen, glaubt Nowotny. Dies sei bei Borussia Dortmund in den letzten Jahren deutlich einfacher für einen jungen Spieler.

Havertz müsse zudem wissen, ob und wie er bei einem anderen Verein weiter reifen wolle. Um diesen Reifeprozess zu begleiten, ist Jens Nowotny sicher, wäre ein Trainer wie Pep Guardiola oder Jürgen Klopp ideal.1:3 im Geisterspiel gegen Borussia Mönchengladbach, 4. Bundesliga-Niederlage in Folge, Absturz auf Rang 13 – Eintracht Frankfurt ist auch nach dem Re-Start im Krisen-Modus!

Man mag es kaum glauben, aber die Hessen, die im November 2019 erstmals seit 2010 wieder einen Bundesliga-Heimsieg gegen Bayern München landen konnten, sind plötzlich im Abstiegskampf. Und dabei ist ein Sieg gegen die großen Bayern kein gutes Omen! 1996 und 2001 stiegen die „Adler“ trotz eines Heim- und eines Auswärtserfolges (4:1 / 2:1) gegen die Großkopferten aus München ab! Das musst du erst mal bringen!

Sorgen macht sich ausgerechnet einer, der in Frankfurt einmal eine der schwärzesten Stunden seiner Karriere erlebte: Lothar Matthäus (59). Der Weltmeister von 1990 verschoss im Pokalfinale 1984 in Frankfurt und in seinem letzten Spiel für Borussia Mönchengladbach gegen seinen zukünftigen Klub FC Bayern München einen Elfmeter.Nun sieht Matthäus die Frankfurter, die zwar nur fünf Punkte Vorsprung auf Rang 16, aber auch noch ein Nachholspiel in Bremen in der Hinterhand haben, im Kreis der Abstiegskandidaten. Die Eintracht müsse sich erst mal nach unten orientieren, sagte Matthäus bei Sky, aktuell wäre sie im Kampf um die letzten drei Plätze dabei. Vor allem der Verlust der „Büffelherde“, Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic, die der Verein allesamt nach der erfolgreichen Saison 2018/2019 nicht halten konnte, sei für die Frankfurter nicht zu kompensieren gewesen, so Matthäus gegenüber dem Münchner Pay-TV-Sender.


More in Aktuell