Ligalive Livescores: +75 Ligen und Wettbewerbe ...

Ligalive.TV: Match Highlights internationaler Ligen ...

Ligalive Aktuell: Content To Rise Above the Noise...

Bayern München Transfers: 250 Mio. € reichen nicht, 500 Mio.€ kostet der Umbau


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Brazzo und die "alten Männer" - Der FC Bayern braucht eine Rundumerneuerung

Die alten Männer des FCB.
Die alten Männer des FCB. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Bayern München Transfers – Ivan Perisic, Philippe Coutinho und Michael Cuisance – das ist die Transferoffensive des FC Bayern München für die Saison 2019/20. „Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon sicher haben für die neue Saison.“ Der Ausspruch verfolgt Uli Hoeneß.

Denn außer den drei vorgenannten Last Minute Transfers gelang es dem FC Bayern nicht, im Sommer 2019 einen neuen Spieler zu verpflichten. Doch Uli Hoeneß behauptete zum Saisonstart, er sei nun zufrieden mit dem Kader des FC Bayern. „Jetzt ist unser Kader so komplett und so gut aufgestellt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß im September 2019 bei Sky Sport und ergänzte: „Wir hatten Anfang Juli einen zu kleinen Kader. Den haben wir jetzt durch drei Transfers in den letzten Tagen und Wochen aufgefüllt – und ich meine auch mit Qualität aufgefüllt.“

Wirklich? Denn die zeitgleich ebenfalls geäußerte Einschätzungvon Hoeneß, dass Trainer Niko Kovac nun „in aller Ruhe mit diesem Kader bis Weihnachten“ arbeiten könne.“ Dann würde man schauen, hat sich schon als falsch erwiesen. Niko Kovac ist seit dem 03.11.2019 nicht mehr Trainer beim FC Bayern und so wie sich der Kader im ersten Drittel der Saison 2019/20 präsentiert hat, bedarf es weiterhin einer kompletten Runderneuerung der Mannschaft. Einen Neuanfang und einen richtigen Umbruch haben die Münchener im Sommer 2019 nicht hinbekommen. Sie hatten halt keinen Transfer sicher für die neue Saison und haben auch keinen wirklichen Top-Transfer, der dem Verein dauerhaft hilft, finalisiert.

Die drei vollzogenen Transfers sind keine Management-Glanzleistung. Es handelte sich um 3 Spieler, die unzufrieden (Cuisance) oder von ihren Klubs in ganz Europa zum Verkauf angeboten worden waren (Coutinho und Perisic). Ein zielgerichteter Neuanfang sieht anders aus. Aber vielleicht sollte der auch von einem neuen Vorstand und einem neuen Management initiiert und durchgeführt werden. Und nicht als letzte Amtshandlung der alten Garde. Konkurrenz zu Juve, Paris, Barca, Real Madrid, Liverpool und ManCity werden die Bayern durch diese Transfers nicht werden. Eher schon die Nummer 3 – 5 in der Bundesliga.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Kalle del Haye wechselte von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern.

So klappte es früher

Lucas Hernández wechselt zum FC Bayern.
Kommt er oder nicht? Er kommt! Lucas Hernández wechselt zum FC Bayern. (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

Die hektischen Transferaktivitäten des FC Bayern nach dem geplatzten Wechsel von Leroy Sané können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der erfolgreichste deutsche Fußballklub weiterhin einen strukturellen Umbruch benötigt, eine Rundumerneuerung. Der Kader der Saison 2019/20 ist mit knapp 27 Jahren nur unwesentlich jünger als der der Vorsaison und an zentralen Stellen weiterhin überaltert. Weltklassespieler hat man mit Ausnahme von Manuel Neuer und Robert Lewandowski nicht in seinen Reihen, auch wenn Philippe Coutinho sich gerne als solchen sieht.

Der Bayern-Kader langt für gehobenes europäisches Mittelmaß und einen Kampf mit Borussia Dortmund, RB Leipzig (und Borussia Mönchengladbach) um die Bundesligaspitze aber nicht für den Gewinn der Champions-League. Im Vergleich zu Teams wie Liverpool, Manchester City, FC Barcelona oder Real Madrid ist der FC Bayern Sparringspartner aber kein ernstzunehmender Gegner mehr. Das ist eigentlich nicht der Anspruch der Alpha-Tiere von „Monaco di Baviera“ und hätte sich möglichst schnell ändern sollen. Doch „Brazzo und die alten Männer“ begingen bei ihrer Suche nach Neuverpflichtungen in den ersten neuen Monaten des Jahres 2019 mehr Fehler als ein Matheschüler mit Dyskalkulie während  einer Matheklausur.

Unangebrachte Bayern-Arroganz gepaart mit Fehleinschätzungen, Verhandlungsfehlern und einer fatalen Uneinigkeit in der Führungsetage an der Säbener Strasse. Entscheidend für den Misserfolg: Die Bayern-Verhandlungsführung  nach Schema F – in der Variante „Mia san Mia“. So versuchten die Münchener, ganz die Bestia Negra von der Isar, zunächst eine Einigung mit den Wunschspielern zu erreichen, ohne die Vereinsführung der betreffenden Spieler frühzeitig zu informieren. Die Folge: Beim FC Chelsea war man ob der Annäherungsversuche der Münchener im Frühjahr 2019 so verärgert, dass ein Wechsel des Supertalents Cullum-Odoi an die Isar von der Klubführung strikt abgelehnt wurde. Pep Guardiola verärgerte man so sehr, dass der im letzten Spiel (vor dem geplanten Wechsel) Leroy Sané nochmals auflaufen ließ. Mit fatalem Resultat. Dazu: Spieler, die Kovac verpflichten wollte, lehnte Salihamidzic als zu schlecht ab, darunter ein Spieler wie Denis Zakaria von BMG, der ob seiner Schnelligkeit und seines Umschaltvermögens eher den modernen Anforderungen an einen 6-er entspricht als der Kringelkönig Thiago.

Eigentlich wollte der FC Bayern 6 – 7 neue Spieler für einen langfristigen Neuaufbau im Sommer 2019 verpflichten. Von den drei Neuzugängen passt keiner in dieses Anforderungsprofil. Cuisance ist ein Talent, bei dem man nicht weiß, ob es für den FCB langt. Perisic ist über 30 Jahre alt. Coutinho hat bei Barca nicht gezeigt, dass er Weltklasse ist. Mit diesen Spielern wird der strukturelle Umbruch nicht gelingen. Der FC Bayern wird im Winter 2020 und darüber hinaus auf dem Transfermarkt tätig werden müssen. Massiv! Doch dafür bedarf es Klarheit auf der Trainerbank und eines Trainers mit Konzept. Der FC bayern muss sich für eine der beiden gegenwärtig aktuellen Fußballschulen entscheiden. Umschaltfussball mit Verve a la RB Leipzig, FC Liverpool und Borussia Mönchengladbach oder Ballbesitzfußball a la ManCity, Barca oder Dortmund.

Und dann muss der Kader enstprechend ausgerichtet werden. Wie Kovac im Sommer 2019 richtig analysierte, ist der  gegenwärtige Kader des FCB für Powerfußball nach Art des FC Liverpool nicht geeignet. Zu langsam, zu alt, zu bräsig. Und ein Umbau kostet Zeit und Geld. Bleibt eine Weiterentwicklung des gegenwärtigen Ballbesitz orientierten Fußballstils ergänzt um sporadische Pressingelemente und angereichert mit mehr Ballsicherheit und einem besseren defensivverhalten bei eigenem Ballverlust. Doch daran hapert es beim FCB seit den Zeiten eines Pep Guardiola. Man bräuchte halt schnellere defensive Mittelfeldspieler und eine andere balance zwischen Offensive und Defensive. Sonst wird der FCB dieses Jahr Ballbesitzmeister und sonst nichts.

2007, 2009 und 2012 konnte man mit dem Bayern-Festgeldkonto den Umschwung einleiten. In 2019 und den Jahren danach wird das deutlich schwerer. Die Transfermärkte haben sich geändert. Es ist deutlich mehr Geld im Spiel. Geld, das auch der FC Bayern im Vergleich zu den Top-Teams aus Spanien und England nicht mal so einfach hat. Vor 10 Jahren konnte man mit dem Bayern Festgeldkonto noch eine ganze Startelf erstklassiger Spieler kaufen. Heute nicht mal mehr eine komplette Abwehr. Die Inflation bei den Ablösesummen hat das Festgeldkonto der Bayern massiv entwertet. Und mangels internationaler Refinanzierungsmöglichkeiten über Merchandising, wie sie die Top Klubs auf der Welt haben, fehlt die Möglichkeit mit diesen mitzuhalten.

Ein weiteres Problem: Die Verantwortung für den Umbruch soll offiziell weiterhin Sportdirektor Hasan Salihamidzic übernehmen. Als er 2017 anfing, hatte er keine große Erfahrung. Seine Vergangenheit als Bayern-Spieler war das entscheidende Einstellungskriterium. Brazzo ist der „dritte Mann“, im Entscheidungsmittelpunkt stehen die „alten Männer“ – Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Der FC Bayern ist weiterhin abhängig von den etablierten Machern. Uli Hoeneß will demnächst Schluss machen. Karl-Heinz Rummenigge hat seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender bereits bis Ende 2021 verlängert.

Salihamidzic hat in der Öffentlichkeit mehr Profil gewonnen und viel falsch gemacht. So viel, dass Karl-Heinz Rummenigge extra mit nach Barcelona flog, damit bei der Coutinho-Leihe nicht doch noch etwas schief geht. Trainer Niko Kovac hatte nicht das Standing eines Jupp Heynckes oder Pep Guardiolas, Hansi Flick hat gar kein Standing. Und jetzt steht der größte Strukturwandel in der Geschichte des Vereins an. Endet die Dominaz des FC Bayern in der Bundesliga? WErden wir wieder mehrere Teams haben, die den Bayern fortgesetzt Paroli bieten können. So wie Gladbach in den 70-er jahren, der HSV in den 80-er jahren und Werder Bremen in den 90-er Jahren.

Es sieht so aus. Denn das Setzen und Bewahren des Festgeldkontos war im Umfeld der exorbitanten Asset-Inflation bei den Transfererlösen in den letzten Jahren keine gute Idee. Der nötige Umbau des Kaders ist riskant, jedenfalls deutlich riskanter als früher. Falls der Fokus auf dem internationalen Standing des FC Bayern als einzigem Klub der Bundesliga liegt, der noch die Champions-League gewinnen kann.

Bisher gelang der Umbruch noch immer

Thiago oder keiner. Guardiola wusste genau , welchen Spieler er wollte. Und bekam sie.
Thiago oder keiner. Guardiola wusste genau, welche Spieler er wollte. Und bekam sie. Foto: Getty Images

Immer wenn der FC Bayern mal eine Zeit lang Misserfolge hatte, erfolgte ein erfolgreicher Umbruch. Das war 2007 – 2009 so, als Vereine wie der VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg deutscher Fußballmeister wurden. Das war 2012 so, als die Bayern das besondere Tripple schafften und sowohl die deutsche Meisterschaft als auch den DFB-Pokal und das Finale der Champions-League im eigenen Stadion „versemmelten“. Und das soll auch jetzt wieder gelingen. Das Mittel? Die besonderen Bayern München Transfers exekutiert von besonderen Bayern-Granden.

In der Zeit nach 2009 war es Louis van Gaal, der den Verein erfolgreich managte. Nach 2012 durfte Jupp Heynckes weitermachen und führte den Verein zum richtigen Triple im Jahr 2013. Und dieses Mal stünde mit Oliver Kahn auch eine Führungsfigur bereit, der man ein solches Unterfangen zutrauen könnte. Doch Oliver Kahn soll auf Rummenigge folgen, ihn nicht begleiten – Anfang 2020 oder Anfang 2022 erst. Bis dahin müsse man sich Kahn laut Hoeneß „warmhalten“ – ein eher seltsames Signal. Verschiebt der FC Bayern den dringend benötigten Umbruch an der Vereinsspitze um einige Jahre? Leiden die „alten Männer „am „Helmut Kohl Syndrom“ und können sich nicht rechtzeitig von der Macht lösen, weil sie sich für unverzichtbar halten?

In den vergangenen zwölf Jahren sahen sich die Bayern 2.5 Mal zu massiven Investitionen auf dem Transfermarkt genötigt, um die nationale Konkurrenz abzuhängen und international wieder konkurrenzfähig zu werden. Im Jahr 2007 wurden Franck Ribéry, Miroslav Klose und Luca Toni verpflichtet, die Bayern München Transfers summierten sich auf knapp 100 Mio. €. Das war damals, als es noch kein iPhone gab und Social Media eine Randerscheinung waren, viel Geld. Zwei Jahre später legte der Verein mit Arjen Robben und Mario Gomez noch einen drauf. Als Borussia Dortmund 2012 den zweiten Meistertitel in Folge gewann und eine fortgesetzte Dominanz der Schwarz-Gelben drohte, griffen die Bayern zur bewährten Taktik. Erst verpflichteten sie Javi Martínez für die damalige Rekordablöse von 40 Millionen Euro, etwas später holten sie Robert Lewandowski von den Schwarz-Gelben an die Isar.

Doch seit dem Jahr 2013 hat sich der Transfermarkt extrem gewandelt. Klubs wie Paris Saint-Germain, FC Barcelona, Real Madrid, Liverpool oder Manchester City setzen in Sachen Ablösesummen und Spielergehälter ganz andere Maßstäbe. Die 100 Mio. € Schallgrenze ist international schon längst weit überschritten. In der Bundesliga wurde bis Ende der Spielzeit 2018/19 noch kein Spieler für einen Betrag verpflichtet, der  sich auch nur annähernd in der Nähe der 100 Mio. € bewegte. Und jetzt wollen die Bayern den Kader umbauen und bis zu 250 Mio. € dafür in die Hand nehmen. Doch wird das reichen. Für 6 – 7 Neuzugänge, die die Münchener nach vorne bringen, wenn ein Spieler wie Lucas Hernandez bereits 80 Mio. € kostet? Was wie ein Großangriff  und nach einer ausgeklügelten Bayern München Transfer-Strategie klingt, wird angesichts der vielen neu zu besetzenden Positionen schnell zu einer Mini-Attacke.

Ligalive Infografik: Der FC Bayern in der Saison 2012/13

Die Streichliste: Diese 10 Spieler sollen oder werden gehen (Spieler 10 - 6)

Bayern München Transfers – Wir teilen die Abgänge des FC Bayern in 2 Grupen auf. In Gruppe 1 sind die Spieler, die nach Ende der Saison 2019 den Verein verlassen haben.

In der Gruppe 2 sind die Spieler, die den Verein jederzeit verlassen können oder kundgetan haben, dass sie ihn verlassen wollen. Stand 3. Quartal 2019.

Zum Teil ist das Schicksal der Spieler Teil der „Wheeling und Dealing“ Aktivitäten von Brazzo und den „alten Männern“ und hängt davon ab, wer im Winter-Transferfenster 2020 neu zum FC Bayern kommt.

Und wie die bisherigen Transfers in München einschlagen.

10. Arjen Robben: Der Holländer macht Schluss

Arjen Robben wird den FC Bayern im Sommer 2019 verlassen.
Arjen Robben wird den FC Bayern im Sommer 2019 verlassen. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Bayern München Transfers – Arjen Robben (35, Vertrag bis 2019): Ähnlich wie Franck Ribéry war auch der Holländer seit dem UCL-Erfolg 2013 nicht mehr so fit wie früher.

„Ich hoffe, dass es jetzt die nächsten Wochen so bleibt“, sagte er nach dem 5:1 gegen Benfica in der Champions-League und seinem Doppelpack.

„Ich bin nicht mehr der Jüngste. Aber wenn es so funktioniert, ist es nicht schlecht.“

Doch es funktionierte nicht. Robben war in der Saisojn 2018/19 wieder mal häufiger verletzt, als das er spielte.

Seit Januar 2019 stand deshalb fest: Arjen Robben verlässt den FC Bayern im Sommer 2019. Und seit Juni 2019 ist auch kalr: Der „Flying Dutchman“ beendet seine Karriere. Die hollädische Ehrendivision konnte ihn genauso wenig locken wie die internationalen Altersruhesitze für internationale Fußballstars in Japan, China, den USA und im Nahen Osten.

Player Profile Arjen Robben - Bundesliga 2018/19

9. Franck Ribery - Geht der Kampf ums "Goldene Steak" noch weiter als bis 2020?

Franck Ribery: Bleibt er oder geht er?
Franck Ribery: Bleibt er oder geht er? (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Bayern München Transfers – Franck Ribéry (35, Vertrag bis 2019): Der Franzose wechselte 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern. Im Jahr 2007 war der damals 24-Jährige selbst Teil eines wesentlichen Umbruchs und einer der zentralen Zukunftsinvestitionen.

Die Münchner nahmen 30 Mio. Euro für den Franzosen in die Hand. Geld, das mehr als gut angelegt war.

Das Enfant Terrible aus Frankreich hat seinen sportlichen Zenit überschritten, immer häufiger fällt er durch krude Aktionen neben dem Platz auf – Stichworte Watschn-Affäre gegen Journalist Patrick Guillou und Steak-Gate.

Sein Vertrag lief beim FC Bayern zum Ende der Saison 2018/19 aus und – obwohl sowohl der FC Bayern als auch der Franzose zeitweise damit äugten, den Vertrag zu verlängern – endete die Zusammenarbeit zwischen Ribery und dem FC Bayern zunächst im Sommer 2019. Laut „Bild“ wollten Klubs aus der Premier League Franck Ribéry verpflichten. Doch der Franzose entscheid sich für eine Liga, in der ältere Spieler hochgeschätzt sind. Die italienische Serie A. Bisher sind seine Leistungen in Florenz ausgesprochen gut.

Player Profile Franck Ribery - Serie A 2019/20

8. Sandro Wagner: Bimbes in China

Sandro Wagner spielt jetzt in China.
Sandro Wagner spielt jetzt in China. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Bayern München Transfers – Sandro Wagner (31, Vertrag bis 2020): Er kam in der Winterpause 2017/18 für 13 Millionen Euro aus Hoffenheim zum FC Bayern – als Back-up für Robert Lewandowski.

Das wusste er, störte ihn in der Saison 2018/19 aber. „Das ist natürlich nicht das, was ich mir vorstelle“, sagte er nach seinem erst zweiten Einsatz von Beginn an im DFB-Pokal Ende Oktober. Gerüchte über mögliche neue Arbeitgeber Wagners gab es deshalb viele. Hertha BSC war nicht darunter.

Sandro Wagner wechselte im Frühjahr 2019 nach China und verdient dort viel Geld. Von einem kolportierten Jahresgehalt von 15 Mio. € ist die Rede. Das Fernost-Abenteuer bei Tianjin Teda ist sportlich eher ein Misserfolg. Der „beste deutsche Stürmer“, wie sich „Air Wagner“ einst nannte, machte zunächst nicht, wofür er geholt wurde: Tore!

In den erten zehn Partien, die er allesamt über die volle Distanz bestritten hat, erzielte Wagner bis Mitte Juni 2019 noch nicht einen einzigen Treffer. Das dürfte seinem deutschen Trainer Uli Stielike Sorgen bereiten. So mussten seine Mitspieler Jonathan (zehn Spiele, neun Tore, zwei Vorlagen) und Frank Acheampong (zwölf Spiele, vier Tore, vier Vorlagen) in die Bresche springen. Sehen wir Wagner bald wieder in der Bundesliga?

Mittlerweile hat Sandro Wagner die ersten Tore für seinen neuen Klub Tianjin Teda geschossen. In seinem zwölften Spiel für den chinesischen Erstligisten sorgte er mit einem Doppelpack für den 2:1-Sieg gegen Shandong Luneng. Und stellte klar: „Sportlich ist es etwas zäh. Aber mir geht es gut in China“, sagte Wagner über seinen Start im Reich der Mitte bei der Sport Bild. Am Anfang habe er etwas gebraucht, sich „einzugewöhnen, sportlich wie privat.“

Player Profile Sandro Wagner - Bundesliga 2018/19

7. Rafinha - Schluss mit Bundesliga

Rafinha - Keine Lust mehr auf Bundesliga und Kälte im Winter.
Rafinha - Keine Lust mehr auf Bundesliga und Kälte im Winter. (Photo by Adam Pretty/Getty Images)

Bayern München Transfers – Rafinha (33, Vertrag bis 2019): Der Deutsch-Brasilianer war auch in der Saison 2018/19 ein solider Back-up.

Seit dem Abgang von Juan Bernat zu Paris Saint Germain war er die einzige  Abwehralternative beim FC Bayern mit Erfahrung auf der Außenbahn. Vor mehr als einem Jahr sprach er bereits über den Wunsch, in naher Zukunft in seine Heimat zurückkehren zu wollen.

Und als als neuer Verteidiger der Weltmeister Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart verpflichtet wurde, war klar, das Rafinha den FC Bayern verlassen würde. Zumal „Intimfeind“ Niko Kovac auch zum Beginn der Spielzeit 2019/20 auf der Bank der Münchener sitzt.

Mittlerweile ist klar: Der Brasilianer schließt sich wie vermutet Flamengo Rio de Janeiro an und unterschreibt an der Copacabana einen Vertrag bis 2021. Das bestätigte der brasilianische Erstligist in der zweiten Juni-Woche offiziell.

Player Profile Rafinha - Serie A Brasilien 2019/20

MEHR LIGALIVE - DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-KLUBS

6. Mats Hummels - Weltmeister in Zeitlupe

Viele Fehler, langsam geworden - das ist Mats Hummels im Jahr 2019.
Viele Fehler, langsam geworden - das ist Mats Hummels im Jahr 2019. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Bayern München Transfers – Mats Hummels (30, Vertrag bis 2021): Der Weltmeister von 2014 war in der Saison 2018/19 weit von seiner Form der vergangenen Jahre weit entfernt, genau wie Boateng.

Im Oktober 2018 gab es erste Gerüchte über einen Wechsel nach England, im November gab es nach dem 2:3 in Dortmund Ärger wegen seines Interviews, in dem er angab, erkältet gespielt zu haben. Unumstritten war Hummels seitdem beim FC Bayern nicht mehr. Zu langsam, zu uninspiriert, hieß es immer wieder.

Vor allem beim konteranfälligen Ballbesitzfussball des FCB war die mittlerweile fehlende Schnelligkeit ein Manko, welches sich ein Klub mit den Ambitionen eines FCB nicht leisten konnte. Boateng und Süle sind deutlich schneller.

Und jetzt die Rückkehr zu Borussia Dortmund. Der Zauderkönig Lucien Favre will um Hummels herum die neue Abwehr des BVB bauen. Und den FC Bayern in der Spielzeit 2019/20 attackieren.

Player Profile Mats Hummels - Bundesliga 2019/20


Nächste Seite: Hier geht die Story weiter

Seite von
>