Premier League: 0:1, Leeds United verpasst Rang 3 – Problem-Toni beim HSV


Top-News 1: 0:1, Rang 3 verpasst – Leeds United kann Liverpool und Klopp nicht überholen

Glück für Jürgen Klopp! Leeds United verlor im Monday Night Game gegen die Wolverhampton Wanderers mit 0:1 (0:0). Damit verpassten die „Whites“ Platz 3. Sie bleiben hinter Meister FC Liverpool. Es war insgesamt ein schwacher Auftritt der Mannschaft von Trainer Marcelo „El Loco“ Bielsa. Die „Wolves“ spielten reifer und effektiver.

Die „Reds“ hatten schon am Samstag zum Auftakt des 5. Spieltages beim 2:2 (1:1) im Merseyside-Derby beim FC Everton wichtige Punkte liegen lassen. Zudem verloren sie mit Abwehrchef Virgil van Dijk verletzungsbedingt einen Schlüsselspieler (Ligalive.net berichtete).

Bei den „Whites“ stand der deutsche Nationalspieler Robin Koch (24) in der Startelf. Auch der Stürmer Patrick Bamford, ein „Rich Kid des Fußballs“ wie sein Coach, wurde von Bielsa in die Anfangsformation beordert. Wolverhampton versuchte es mit dem Mexikaner Raul Jimenez in der Spitze und Neuzugang Nelson Semedo vom FC  Barcelona auf der rechten Verteidigerposition.

Nach einem 0:0 zur Pause hielten die Gastgeber den Atem an. Ein Treffer von Romain Saiss zählte nach minimaler Abseitsposition in dieser Spielsituation nicht (51.). Darüber ärgerte sich Englands Fußball-Idol Gary Lineker bei Twitter. „Es ist eine Schande, wo wir hingekommen sind. Dieses Tor nicht zu geben, war eine Millimeterentscheidung!“ Lineker weiter: „Es ist eine energieraubende Erfahrung, auf diese Technik warten zu müssen“ In der Tat dauerte es 2 Minuten, ehe die Entscheidung feststand. Kein Tor!

Keine Zweifel gab es nach 70 Minuten. Einen Schuss von Jimenez lenkte Kalvin Philipps per Kopf ins eigene Tor – 1:0 für Wolverhampton. Damit war rein statistisch (fast) klar, dass dies reichen würde. Nach eigener Führung hatten die „Wolves“ keines der letzten 25 Premier-League-Spiele verloren. Das passierte ihnen auch dieses Mal nicht. Die Mannschaft von Trainer Nuno Espirito Santos verbesserte sich auf Tabellenplatz 6. Für Leeds war es die 2. Niederlage nach dem 3:4 zum Start beim FC Liverpool.

Leeds United - Wolverhampton Wanderers 0:1
Die Entscheidung in Leeds: Joao Moutinho (l.) und Raul Jimenez bejubeln das 1:0 für die im Portugal-Look spielenden Wolverhampton Wanderers. Foto: Imago Images / PA Images

Top-News 2: Was kann Toni sich noch Leistnern? Der HSV und sein neuer Problem-Profi

Toni Leistner Fürth Hamburger SV 0:1
Toni Leistner nach seinem Platzverweis in Fürth. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Er ging nach dem 1:4 im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden steil. HSV-Neuzugang Toni Leistner (30) schnappte sich den Fan, der ihn und seine Familie während eines Sky-Field-Interviews in Dresden beleidigte. Der DFB sperrte den wütenden HSV-Profi daraufhin für 2 Pflichtspiele.

Somit verpasste Wut-Toni die ersten beiden Liga-Spiele gegen Fortuna Düsseldorf (2:1) und in Paderborn (4:3). Als Innenverteidiger hatte ihn HSV-Trainer Daniel Thioune am vergangenen Samstag in Fürth (1:0) erstmals als Kapitän aufgestellt.

Der Teamführer erwies den Hamburgern einen Bärendienst. Der Innenverteidiger kassierte nach einer „Notbremse“ nach 53 Minuten die Rote Karte – und ist damit wieder draußen. „Wie schon bei seiner Zuschauer-Attacke in Dresden gibt es Argumente, die Leistners Vergehen relativieren“, schrieb das Kicker-Sportmagazin dazu am Montag. „Unter dem Strich“, so das Fachmagazin weiter, „bleibt aber ein kapitaler Fehlstart in Hamburg.“ Neben Klaus Gjasula ist wohl auch Leistner nicht der erhoffte Stabilisator in der HSV-Innenverteidigung.

Die Frage ist: Was kann sich Toni in Hamburg noch Leistnern ähm… leisten? „Für Toni ist es keine einfache Zeit“, jetzt ist die Mannschaft dafür da, ihn aufzufangen“, glaubt Daniel Thioune. Die Abwehr ist durch die Rote Karte von Leistner weiter geschwächt. Stephan Ambrosius wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Rick van Drongelen ist nach einem Kreuzbandriss noch lange zum Zuschauen verdammt. Josha Vagnoman (Bänderriss) und Tim Leibold (Leistenprobleme, nicht Leistner-Problem…) kommen am Mittwoch im Nachholspiel gegen Aue wohl nicht zum Einsatz. Jeremy Dudziak fehlt als Mittelfeldregisseur in den nächsten beiden Heimspielen gegen den FC Erzgebirge und am Samstag gegen die Würzburger Kickers.

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Top-News 3: Manchester City: Pep Guardiola und sein Ultimatum an Stürmerstar Sergio Agüero

Sergio Agüero Aston Villa Manchester City 1:6
Sergio Agüero von Manchester City hat sich in der ewigen Torjägerliste der Premier League unter die ersten 4 geschossen. Foto: Imago Images / Sportimages / Darren Staples

Droht auch Manchester City ein ungemütliches Jahr? Trotz des 1:0-Heimerfolges gegen den FC Arsenal steht der Meister der Jahre 2018 und 2019 nur auf Rang 10, bei einem Spiel weniger. Stürmerstar Sergio Agüero (32) erhielt bei seinem Comeback gegen die Londoner eine direkte Ansage von Trainer Pep Guardiola (49).

Fast 4 Monate lang hatte der Argentinier nach einer Knieverletzung gefehlt. Gegen die „Gunners“ spielte er wieder. Guardiola brachte ihn nach 65 Minuten für den deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan. Weltweit ist der Meistertor-Schütze der „Citzens“ von 2012 der wertvollste Mittelstürmer mit Vertragsende 2021. Anders als bei David Alaba vom FC Bayern München oder Gianluigi Donnarumma beim AC Milan geht es Man. City jedoch eher darum, den Stürmer los zu werden.

Guardiola stellte ihm nach dem Spiel gegen Arsenal offensichtlich ein Ultimatum. „Sergio muss jetzt beweisen, so wie jeder andere auch, dass er es verdient, hier weiterzumachen – gut zu spielen, zu treffen und Spiele zu gewinnen“, erklärte der Spanier. „Danach werden der Klub und ich uns entscheiden“, so Guardiola in einer von der Nachrichtenagentur Reuters aufgezeichneten Pressekonferenz.

Seit 2011 steht Agüero, der zuvor in Europa nur für Atlético Madrid gespielt hatte, bei Manchester City unter Vertrag. 254 Treffer machen ihn Wettbewerb übergreifend zum Rekordschützen der „Citizens“. Zudem erwarb er sich mit dem Meistertor gegen die Queens Park Rangers (3:2), mit der die erste Meisterschaft seit 1968 gesichert wurde, Legendenstatus.

Das Agüero-Comeback kommt für City zur richtigen Zeit. Mit dem Brasilianer Gabriel Jesus fehlt einer der wichtigsten Sturmpartner wohl noch einen Monat. „Wenn er auf seinem Level spielt, dann haben wir keine Zweifel daran, dass er ein Fußballer ist, der solange bleibt, bis er entscheidet zu gehen, weil er einzigartig ist. Er ist wichtig für uns und unsere Fans“, glaubt Guardiola nichtsdestotrotz. Bei einem Marktwert von 42 Mio. Euro kann sich wohl nicht einmal Manchester City erlauben, Agüero im nächsten Jahr ablösefrei gehen zu lassen...

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