Martin Schneider: Auf einmal war alles weg. Frau, Geld, Besitz, Gesundheit



Martin Schneider: Auf einmal war alles weg. Frau, Geld, Besitz

Martin Schneider lief lange Zeit für Gladbach auf.
Martin Schneider lief lange Zeit für Gladbach auf. Foto: Imago Images / Uwe Kraft
Um die Jahrtausendwende denkt Martin Schneider an nichts Böses. Seit 1987 hat sich der ehemalige Juniorenspieler des FC Bayern München, der sämtliche DFB-Jugendnationalmannschaften durchlief, beim 1. FC Nürnberg (90 Liga-Spiele) und später bei Borussia Mönchengladbach mit mehr als 260 Bundesliga-Spielen einen Namen gemacht – und eine solide Existenz aufgebaut.

Sogar in die Kategorie „Die besten Bundesliga-Sprüche“ hat er es geschafft. Wenn auch nur unfreiwillig. „Wenn ich den Martin Schneider weiter aufstelle, glauben die Leute wirklich noch ich sei schwul“, sagt sein Trainer Friedel Rausch in Gladbacher Zeiten mal über ihn.

Im Frühjahr 2000 geht alles ganz schnell bei Martin Schneider. Zu schnell. Im Februar wird Schneider von seiner Frau verlassen. Nur zwei Monate später zieht er sich – inzwischen in Diensten des MSV Duisburg – einen Kreuzbandriss zu.

Im Mai der nächste Tiefschlag. Schneider erhält die Nachricht, dass „sein ganzes Geld weg“ sei. Sein Berater wird verhaftet. Schneider steht beruflich, privat und finanziell vor dem Nichts.

„Die Familie, mein Körper und ein solides finanzielles Fundament waren mir immer am wichtigsten. Auf einmal war alles weg“, erzählt er später der WELT.

Schneider verliert umgerechnet eine Million Euro, die er in eine faule Immobilie in Ostdeutschland investiert hat. Trotz dieses Verlusts hat sich der inzwischen wieder in sicheren finanziellen Fahrwassern befindliche Schneider nicht unterkriegen lassen. „Natürlich ist das ärgerlich und es ist auch schlimm“, sagt der DFB-Pokalsieger von 1995, „aber das Leben geht weiter. Es gibt schlimmere Sachen.“

Schneider geht offen mit dem Fall um. „Ich habe in jungen Jahren meinem Berater vertraut, den ich aus meiner Heimatstadt Schweinfurt kenne“, schildert Martin Schneider im Dezember 2013 seine Leidensgeschichte in der ARD-Talkshow Menschen bei Maischberger.

Er habe erst im Nachhinein erfahren, dass dieser das Geld über Immobilienfonds verloren hatte. Kontrolliert habe er den alten Freund nicht oder nur sehr ungenügend. Ein Fehler zwar, aber Martin Schneider hat sich zurückgekämpft. Gut so.

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