Sebastian Rode: In Frankfurt ein Star, beim FC Bayern ein Transfer-Flop



Sebastian Rode: In Frankfurt ein Star, beim FC Bayern ein Transfer-Flop

Von der Ersatzbank des FC Bayern auf die Ersatzbank des BVB. Sebastian Rode.
Von der Ersatzbank des FC Bayern auf die Ersatzbank des BVB. Sebastian Rode. Foto: Imago Images / Jan Huebner
Der Wechsel von Sebastian Rode, dem Sonnyboy von Eintracht Frankfurt, der in seiner letzten Saison für die Hessen nach einem Knorpelschaden im Knie nur 17 Bundesliga-Spiele absolvieren konnte, zum FC Bayern war im März 2014 beschlossene Sache.

Die Frage blieb nur: Warum? Was wollte Bayern mit einem Spieler, dessen Karriere durch diese für jeden Profi-Sportler höchst gefährliche Verletzung schon zu diesem Zeitpunkt auf der Kippe stand? Eine uralte Transfer-Regel lehrt: Verpflichte nie einen Spieler, der zuvor lange verletzt war. Keine Spielpraxis, dementsprechend fehlendes Selbstvertrauen, Reha statt Vorbereitungstraining und so weiter.

Für Sebastian Rode wurden es in München zwei verlorene Jahre, das war (fast) vorhersehbar. Die Zeit in München brachte ihm den Karriere-Knick. Dabei hätte eine im März 2014 geplante Rück-Leihe nach Frankfurt vieles aus Sicht von Rode besser gestalten können. „Wenn der FC Bayern ihn tatsächlich noch einmal ausleihen möchte und auf uns zukommt, sind wir gesprächsbereit. Das Ansinnen muss aber aus München und nicht von uns kommen“, hoffte SGE-Sportdirektor Heribert Bruchhagen vergeblich auf diese Variante.

Sebastian Rode wechselte dann ablösefrei von Eintracht Frankfurt zu den Bayern und wurde zum Paradebeispiel für einen Spieler, der woanders ein Star war und sich in München nie durchsetzen konnte. Anders: Sebastian Rode hat einfach nicht zum FC Bayern gepasst.

 

Rode blieb bei den Bayern Dauergast im Reha-Zentrum

23 Einsätze in seiner ersten Bundesliga-Saison bei den Bayern bedeuteten für „Sebbl“ Rode die höchste Frequenz im Dress der Rot-Blauen. Eine langwierige Sehnenverletzung kostete ihn 2015/2016, in der letzen Saison unter Guardiola, 11 Pflichtspiele.

Die Bayern kamen aus der Nummer jedoch besser raus als Rode selbst. 2016/2017 gaben sie ihn für 12 Millionen Euro an den BVB ab. Dort machte er – auch verletzungsbedingt – in zwei Jahren nur 14 Spiele. Eine Leistenoperation setzte ihn Anfang 2017 für 13 Pflichtspiele außer Gefecht.

Erst die Rückkehr nach Frankfurt im Januar 2019 wirkte auf den Mittelfeldspieler wie eine Befreiung. Rode fand zu alter Stärke zurück und führte die „Adler“ mit hoher Laufbereitschaft, Toren und viel Einsatz bis ins Europa-League-Halbfinale.

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