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Transfers: Weltmeister Thomas Müller im Winter weg vom FC Bayern?

So ein Spruch kann eine Menge auslösen – Das erfährt beim FC Bayern München nicht nur der Trainer. Die Münchner betreiben gerade Denkmalsturz…

Wie lange hat Bayern-Coach Niko Kovac (r.) Thomas Müller noch auf dem Zettel?

Die Demontage von Bayern-Legende Thomas Müller (30) hat spätestens in dem Moment begonnen, als Leih-Spieler Philippe Coutinho (27) vom FC Barcelona in München eingetroffen ist.

Schon nach den ersten 30 Minuten des Brasilianers am 2. Spieltag auf Schalke (3:0), als er für Müller ins Spiel kommt, wird in den Boulevardmedien von einer ,,Wachablösung” gefaselt.

Nun aber scheint die Sache konkret zu werden: Es hat sich wohl ausgemüllert beim FC Bayern! Das berichtet die Zeitschrift SPORT BILD am Mittwoch in ihrer aktuellen Ausgabe.

,,Der Parade-Bayer”, so das Blatt, ,,vermisst im Klub nicht nur Spielzeit, sondern vor allem auch Wertschätzung. Nach dem Kovac-Satz möchte er die Freigabe.”Und dieser ,,Kovac-Satz” vom sonst so bedachten Berliner hat es in sich.  ,,Wenn Not am Mann sein sollte”, sagt Kovac über Müller, ,,wird er seine Minuten bekommen.”

Die Zahlen sehen so aus: Nur 3-mal ist der offensive Mittelfeldspieler, der seit seinem 10. Lebensjahr für den FC Bayern München spielt, in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf zum Einsatz gekommen. Die letzten 3 Spiele gegen Köln (4:0) in Paderborn (3:2) und gegen 1899 Hoffenheim (1:2) sehen Müller als Bankdrücker, mit nur 59 Einsatzminuten in 3 Partien.

In der Champions League lässt Kovac Thomas Müller beim formidablen 7:2 bei den Tottenham Hotspur (Ligalive.net berichtete) 90 Minuten auf der Bank. Der 5. Bankplatz in Folge, das hat es für den Weltmeister von 2014 zuletzt in der Saison 2008/2009 gegeben, noch bevor ihn Bayern-Coach Louis van Gaal (,,Müller spielt immer”) zum Star geformt hat.

Unter dem in München nie unumstrittenen Niederländer reift Thomas Müller zum Nationalspieler, seine lockere, unkonventionelle Art, mancher Beobachter sieht ihn im Geiste von Karl Valentin und der Bayern-Spaßvögel Josef (,, Sepp”) Maier und Mehmet (,,Scholli”) Scholl, machen ihn schnell zum Publikumsliebling. Damit könnte es im Winter und nach (Stand: 09. Oktober 2019) 495 Pflichtspielen von Müller für den FC Bayern vorbei sein.

Da hilft auch ein Versöhnungsversuch von Kovac beim traditionellen Oktoberfest-Besuch der Bayern-Stars in ,,Käfers Wiesn-Schänke” nichts.

Aussprachen beim Bier, so lehrt die Jugend vom Dorf, bringen nur selten etwas. Doch Spaß beiseite! Nach SPORT BILD-Informationen will Müller vom FC Bayern die Freigabe im Winter.

Mit einem kolportierten Jahres-Gehalt von 15 Mio. Euro gehört der Müller-Thomas zu den Top-Verdienern beim Rekordmeister.

Nach dem ,,Aus” für Louis van Gaal hat die Bayern-Legende immer wieder mit der Wertschätzung durch die folgenden Trainer zu kämpfen. Pep Guardiola (48) lässt mehrfach wissen, dass Müller nicht sein Wunschspieler ist, sein Nachfolger Carlo Ancelotti (60) kommt Müller in seine erste, handfeste Krise, an deren Ende die desolate WM 2018 und wenig später die Ausbootung aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im März 2019 durch Bundestrainer Joachim Löw (59) stehen. Interessenten für Müller scheint es seit dem Sommer 2019 und seit der Offenlegung der Differenzen mit Kovac zu geben. Inter Mailand hat angefragt, ebenso der FC Liverpool und der FC Arsenal. Müller-Mentor Louis van Gaal will seinen Ex-Schützling – Marktwert immer noch wadlstramme 35 Mio. Euro – im Sommer 2015 für 100 Mio. Euro zu Manchester United locken. Damals scheitert das Ganze an Müllers Heimatverbundenheit und seiner Verbundenheit zum FC Bayern. Das sieht wohl jetzt anders aus…


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