USA ruft Katar zu “Geduld und Toleranz” bei der WM 2022 auf

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USA ruft Katar zu “Geduld und Toleranz” bei der WM 2022 auf

Die USA haben das Gastgeberland der WM 2022, Katar, nur knapp einen Monat vor dem Beginn des großen Turniers zu “Geduld und Toleranz” im Hinblick auf die vielen Fans aus der ganzen Welt aufgerufen. „Wer die Welt zu sich einlädt, muss auch weltoffen sein, und es braucht Transparenz in der Behandlung der Besucher“, so Botschafter Timmy Davis am vergangenen Dienstag. Kater sei dies allerdings auch bewusst.

Es sollten alle Menschen ins Emirat kommen können, das Turnier genießen dürfen und dabei nicht behelligt werden, lautete die Forderung von Davis. Im Hinblick auf die LGBTQ+ – Gemeinschaft hatte Katar bereits erklärt, alle seien willkommen. Und dies, obwohl Homosexualität in Katar leider immer noch unter Strafe steht. Der katarische Mediziner Nasser Mohamed verließ deshalb sein Heimatland, wie “Deutschlandfunk” berichtet: „In Katar versucht man, unsere Existenz zu zensieren. Als schwuler Mann lebt man dort in ständiger Angst. Jeder Tag ist anstrengend. Man muss jeden Schritt des Tages gut planen, um sich nicht ausversehen selbst zu outen. Damit würde man sein Leben riskieren.“

Bezüglich der bis heute stark kritisierten Arbeitsbedingungen der Fremdarbeiter konnte Davis lobende Worte finden – er ist sich sicher, dass er weit über das Turnier hinaus “gewisse Veränderungen” geben werde. Der Diplomat erklärte, dass Katar bemüht sei, sich der Welt zu öffnen.

Katar wird von vielen Organisationen für die Arbeits- und Menschenrechtslage in Kritik genommen, diese sei völlig unzureichend. Für die WM 2022 wurden acht Fußballstadien in dem Wüstenstaat erbaut, und dafür wurden sehr viele ausländische Gastarbeiter eingesetzt, viele davon aus Bangladesch, Nepal, Indien und ostafrikanischen Ländern. 15.000 Menschen sollen dabei bislang ums Leben gekommen sein – durch Gewalt, Überhitzung oder Überarbeitung. Seit Beginn soll sich allerdings vieles gebessert haben.


Annika K

Annika ist 31 Jahre alt und schreibt für uns aus dem fußballbegeisterten Argentinien und hatte auch schon das Glück, Messi dort live zu sehen. Nachdem sie in Deutschland in der Nähe von München schon die Wochenenden gerne auf dem Fußballplatz verbracht hat, hat es sich angeboten, dass Thema mit dem Schreiben von Artikeln zu verbinden.