Werner Lorant: Beinhart in die Pleite, Altersdomizil auf dem Campingplatz



Werner Lorant: Beinhart in die Pleite, Altersdomizil auf dem Campingplatz

Werner Lorant im Trikot des FC Schalke 04.
Werner Lorant im Trikot des FC Schalke 04. Foto: Imago

„Ich muss nicht als Millionär sterben, sondern als korrekter Mensch.“ 


Werner Lorant

Estepona, Spanien. Der Ferienort an der andalusischen Costa del Sol ist so etwas wie die letzte Zuflucht für Werner Lorant. Hier hat der ehemalige Bundesliga-Trainer von 1860 München sein einziges Status-Symbol aus guten Zeiten: Seine Finca.

Der gelernte Anstreicher renoviert das etwas marode Anwesen in den Wintermonaten in seinem Ferienhaus selbst. Geld, um Handwerkerrechnungen zu bezahlen, hat er nämlich nicht.

Werner Lorant ist pleite. In den Sommermonaten lebt er zurückgezogen auf einem Campingplatz in Waging am See, wo er mit Kindern Fußballtraining macht. Ausgerechnet Lorant! Der Mann, der als „Werner Beinhart“ sowohl als Spieler als auch als Trainer ein eiskalter Hund war und als Coach mit Sprüchen wie „Warum sollte ich mit den Spielern reden? Ich bin doch kein Pfarrer“ die Claims abgesteckt hat.

Vom aktiven Trainergeschäft ist Lorant ganz weit weg. 2011 hat er sein letztes Engagement beim slowakischen Klub Dunajaska Streda beendet.

Fast zeitgleich überschlagen sich bei Lorant die Ereignisse. Seine Frau verlässt ihn nach 30 Ehejahren. Sein Haus in Oberdorfen bei München wird zwangsversteigert – es ist mit 550.000 Euro an Hypotheken belastet. Zuvor hat sich Lorant mit faulen Ost-Immobilien in Dresden verspekuliert und fast alles verloren. Er habe sich „nie wirklich um sein Geld gekümmert“, sagt er frei raus. Nachtrauern ist nicht seine Sache: „Ich muss nicht als Millionär sterben, sondern als korrekter Mensch.“ So kompromisslos kennen ihn die Fans aus den guten Zeiten bei 1860 München in der Bundesliga. Mit den „Löwen“ kehrt Lorant – als Spieler u. a. UEFA-Cup-Sieger 1980 mit Eintracht Frankfurt – in die deutsche Fußball-Eliteliga zurück und führt den Münchner Traditionsklub im Jahr 2000 bis in die Champions-League-Qualifikation.

Mit seinem „Aus“ bei den Münchnern beginnt für Lorant ab 2001 eine wahre Trainer-Odyssee, die ihn u. a. in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul, zu APOEL Nikosia auf Zypern oder zu Saipa in die iranische Hauptstadt Teheran führt. Lorant hat bittere Lehren aus seinem finanziellen Absturz gezogen:

„Glaub nicht, wenn es dir schlecht geht, dass dir einer hilft. Ich bin von so vielen Leuten enttäuscht. Deswegen sage ich mir jetzt: Lasst mich alle in Ruhe.“ Die Enttäuschung ist bei Werner Lorant spürbar.

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