FC Bayern am 121. Geburtstag: Robert Lewandowski jagt die Rekorde des Gerd Müller


35 Jahre lang schienen die Rekorde von Gerd Müller (75) beim FC Bayern München unerreichbar zu sein. Für jeden Bundesliga-Torjäger. Doch dann kam Robert Lewandowski vom BVB zum FC Bayern. Seitdem hat der Pole Robert Lewandowski bei Bayern die Rekorde des Gerd Müller ins Visier genommen. 

Vermutlich hätte Gerd Müller noch viel länger für den FC Bayern München gespielt als bis zu diesem verflixten 3. Februar 1979.

Eine Auswechslung in der Bundesliga-Partie bei Eintracht Frankfurt (1:2) durch Bayern-Trainer Pal Csernai († 2013 / ,,Wir müssen einfach besser Fußball spielen”) reichte. Sie beendete die Karriere von Gerd Müller in München. Mit dem Ungarn, der das ,,Pal-System” in die Bundesliga brachte, konnte der gutmütige Nördlinger einfach nicht. Der ,,Bomber der Nation” hatte sich dermaßen geärgert, dass er hinwarf. Am 25. Februar 1979 wurde der Vertrag des Mannes, ohne dessen Zutun sich der FC Bayern laut Franz Anton Beckenbauer ,,immer noch im Holzhäuschen umziehen würde”, aufgelöst. Bis dahin standen unglaubliche 398 Tore in 453 Ligaspielen für den FC Bayern zu Buche. Davon 365 in der Bundesliga. Gerd Müller ging nach Florida und erlebte bei den Fort Lauderdale Strikers einen bitteren Reinfall. 1991 wurden seine Alkoholprobleme öffentlich. Im Oktober 2015 ist bekannt geworden, dass Gerd Müller an Alzheimer leidet.

Gerd Müller konnte Tore vorausahnen. Sein Strafraumspiel, seine Antizipation waren Weltklasse. Und schienen in der Bundesliga lange unerreichbar. Bis er kam. Robert Lewandowski (32). Sein Wechsel von Borussia Dortmund zu Bayern München (ablösefrei) schrieb Bundesliga-Geschichte.

Seine Tor-Quote ebenfalls. ,,Lewy” hat mit der Bundesliga-Begegnung gegen den 1. FC Köln am 27. Februar 2021 seine BL-Tore Nummer 263 und 264 erzielt. Das sind doppelt so viele wie in Diensten von Borussia Dortmund (74). 4 Tore fehlen ,,Lewy” noch, um Bundesliga-Legende Klaus Fischer (268 Tore, 1860 München, Schalke, Köln, Bochum) einzuholen.

4-mal hat Lewandowski bereits einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Mit 5 Toren in 9 Minuten beim 5:1 über den VfL Wolfsburg am 22. September 2015 schrieb er Bundesliga-Geschichte. Als Joker. Das hatte zuvor noch nie ein Spieler in der Liga geschafft. Diese 5 Tore bedeuteten überdies den schnellsten Hattrick (3:22 Minuten), den schnellsten 4er-Pack (5:42 Min.). Und natürlich den schnellsten 5er-Pack (8:59). ,,Ich war auch ein bisschen sauer, dass ich auf der Bank saß.” So kommentierte Lewandowski seine Sternstunde anschließend.

Und 2021? Wird er zum 6. Mal Bundesliga-Torschützenkönig werden. Gerd Müller holte sich 7-mal die Torjägerkanone. Der Weltmeister von 1974 ist für Lewandowski allerdings in Reichweite gerückt. 99 Lewandowski-Tore fehlen noch, um den ewigen Rekord von Gerd Müller zu egalisieren. Bei einer Vertragslaufzeit bis 2023 ist das allerdings rechnerisch nicht wahrscheinlich. Es sei denn, Lewandowski würde im dann biblischen Stürmeralter von 35 noch einmal verlängern.

Schon eher, dass Lewandowski bei jetzt 28 Toren den Saison-Rekord von Gerd Müller knackt. Der liegt bei 40 Toren aus der Saison 1971/72. Zusammen mit Ulrich Hoeneß bildete Gerd Müller mit 53 Toren das erfolgreichste Stürmer-Duo der Liga-Geschichte. Dieser Rekord hielt bis zur Saison 2008/2009. Erst dann wurden Müller / Hoeneß von Grafite und Edin Dzeko vom  Meister VfL Wolfsburg (54 Treffer) abgelöst.

Von der Tor-Anzahl hat Lewandowski auf dem Weg zum Saison-Rekord schon überholt. Müller hatte nach 23 Spieltagen der Skandal-Saison 1971/72 (Bundesliga-Bestechungsskandal) ,,nur” 25 Tore auf dem Konto.

Robert Lewandowski - Spielerprofil und Leistungsdaten

Robert Lewandowski Rekorde Gerd Müller
Rekord-Jagd vor leeren Rängen: Robert Lewandowski vom FC Bayern im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln (5:1) am 27. Februar 2021. Foto: Imago Images / Ulrich Hufnagel

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Kaum zu glauben: Diese im Bild festgehaltene Auswechslung am 3. Februar 1979 im Frankfurter Waldstadion beendete das Wirken von Gerd Müller beim FC Bayern München. Rechts: Martin Jol.
Kaum zu glauben: Diese im Bild festgehaltene Auswechslung am 3. Februar 1979 im Frankfurter Waldstadion beendete das Wirken von Gerd Müller beim FC Bayern München. Rechts: Martin Jol. Foto: Imago Images / Horstmüller

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